Ebenfalls die Runde macht zur Zeit dieser Artikel der Los Angeles Times, in dem Gary Kurtz, der zusammen mit George Lucas die ersten zwei Star Wars-Filme produziert hat und nach Episode V wegen kreativer Differenzen mit eben diesem ausstieg, erzählt, wie Return of the Jedi eigentlich enden sollte und dass Lucas’ Entscheidungen schließlich vom Merchandising-Umsatz bestimmt wurden. Und ja, das ursprünglich geplante Ende wäre definitiv zeitloser gewesen. Must-Read der Woche! (via)
Spaceman from Pluto
Wie großartig ist diese Story zu Zurück in die Zukunft denn bitteschön?
Universal Pictures head Sid Sheinberg did not like the title “Back to the Future”, insisting that nobody would see a movie with “future” in the title. In a memo to Robert Zemeckis, he said that the title should be changed to “Spaceman From Pluto”, tying in with the Marty-as-alien jokes in the film, and also suggested further changes like replacing the “I’m Darth Vader from planet Vulcan” line with “I am a spaceman from Pluto!” Sheinberg was persuaded to change his mind by a response memo from Steven Spielberg, which thanked him for sending a wonderful “joke memo”, and that everyone got a kick out of it. Sheinberg, too proud to admit he was serious, gave in to letting the film retain its title. (IMDb-Trivia, via)
Ab morgen beantworte ich Mails der Kollegen auch nur noch mit der Rückmeldung, dass mich deren Spaßanfrage überaus belustigt habe.
Review-Rundumschlag #10 (Juli-Aufhol-Edition)
Wie angekündigt geht’s direkt mit den Juli-Reviews weiter. Diesmal sogar mit Filmen, die sogar noch im Kino laufen. Zwar nur noch sporadisch oder zur Spätvorstellung, aber immerhin! Bald sind wir jedenfalls wieder up-to-date…
Predators
Um es direkt vorne weg zu sagen: Predators ist kein guter Film. Die Special Effects sind mies bis mäßig, die Story hat sich offensichtlich ein 13 Jähriger ausgedacht, nachdem man ihm erzählt hat, worum’s im ersten Predator geht, und die Kamera zelebriert geradezu alles, was Kritiker am Actionkino der Achtizger auszusetzen haben. Sprich: wer mit Arnie und Sly aufgewachsen ist, wird Predators lieben (oder, sagen wir besser, sehr mögen). Denn solche Filme, Filme ohne Tiefgang, aber mit umso unterhaltsamerer Action, werden heute eigentlich nicht mehr gemacht. Zumindest finden sie nicht mehr im Kinosaal statt, sondern werden quasi direkt als Direct-to-DVD-Release ausgemustert. Was sehr schade ist, denn genau diese Filme waren es, die ich mit 12, 13, 14 stapelweise aus der Videothek angekarrt und im Dutzend jedes Wochenende verschlungen habe. Schön, dass offensichtlich auch die Macher Spaß am Action-Nonsens hatten und – Predators ist der Beweis – immer noch haben.
Eclipse – Bis(s) zum Abendrot
Chromosomen bedingt kann ich mit dem Twilight-Franchise nicht allzu viel anfangen. Warum die leidenschaftlich leidende Bella sich nicht einfach für einen der beiden Freaks entscheidet, ist mir ein Rätsel. Sex wäre wahrscheinlich die Lösung, aber nein, den zaubert Autorin Stephenie Meyer erneut nicht aus ihrem mormonischen Enthaltsamkeithut und setzt stattdessen auf altbewährtes: Glitzervampir Edward und Wolfsjunge Jacob buhlen erneut um die Gunst ihrer Normalobraut, diese lässt sie jedoch wieder zappeln. Neu diesmal: die beiden Herren müssen ihre Kräfte vereinen, denn nur so können sie eine rachsüchtige Mega-Blutsauger-Attacke gegen Bella überstehen… Gut dabei ist, dass es diesmal mehr und bessere Action gibt, die Effekte eine Latte höher gelegt wurden und die nun bereits allseits bekannte Bella-Situation einige Lacher offerieren kann. Ansonsten ist wieder Schmalhans Kuechenmeister. Selbst die Looney Tunes haben mehr Figurenentwicklung. Fazit: Viel besser als New Moon, marginal schlechter als Teil 1 und nach wie vor für unsereins uninteressant.
Knight and Day
Tom Cruise ist ein Vollidiot. Und dass er versucht, das einzig gute, weil lustige, was er in den letzten Jahren gemacht hat, auszuschlachten (nämlich über den von ihm gespielten Produzenten aus Tropic Thunder einen eigenen Film zu machen), ist nur ein weiteres Indiz dafür. Wenn also Mr. Mission Impossible einen lustigen Agentenfilm machen will, erhofft man sich erst mal nichts. Rein gar nichts. Umso überraschender war dann die Sichtung von Knight and Day für mich, denn – hätte man mir das vor zwei Monaten gesagt, ich hätte denjenigen belächelnd übergangen – das Abenteuer vom vermeintlich durchgeknallten Agenten und seiner unfreiwilligen Gespielin hat genau meinen Geschmack getroffen. Denn obwohl Cruises Figur absolut irre wirkt, nimmt der Film sie und sich vollkommen ernst und verkommt in keinem Moment zu einer platten Slapstick- und Kostüm-Komödie, wie etwa Austin Powers. Hinzu kommen einige unkonventionelle und daher überaus erfreuliche “Tricks”, wie z.B. dass man keine der wirklich atemberaubenden Actionszenen tatsächlich zu Gesicht bekommt. Sowas weiß manch einer vielleicht nicht zu schätzen, und tut Knight and Day als halbherzige Actionkomödie ohne Potential ab, ich hingegen hoffe tunlichst, dass da noch was kommt.
Review-Rundumschlag #9 (Teil 2, der total gigantischen ‘März bis Juni’-Aufhol-Edition)

Date Night: Tina Fey und Steve Carrell als durchschnittliches Ehepaar, das sich plötzlich inmitten verbrecherischer Machenschaften wiederfindet. Zwar ist der Ausgang dieser Verwechselungskomödie nicht besonders innovativ, aber zu sehen was Fey und Carell hieraus machen, ist einfach zu gut. Die Chemie zwischen den beiden stimmt – hoffentlich also der Auftakt vieler weiterer gemeinsamer Projekte. 
Zu scharf um wahr zu sein: Durchschnittstyp bekommt “ne glatte 10” zur Freundin – und schon gibt’s genug Raum für die aus etlichen Apatow-Komödien bekannten Hau-drauf-Witzchen. Letztendlich ist das gut, aber leider doch nicht so gut wie eben bei Judd Apatow (und seinem Dunstkreis). 
Kick-Ass: Als ich die Comics in einem Rutsch gelesen habe, war ich vollkommen begeistert. Doch das Mark Millars 6-teilige Superhelden-Story auch derart auf der Leinwand rocken würde, wagte ich nicht zu glauben. Zwar geht der Film zur Halbzeit einen anderen Weg als das Comic, genial ist’s trotzdem. Zu meiner zweiten Sichtung, rezensiere ich beides nochmal ausführlicher, versprochen. 
Iron Man 2: Und dass man als alter Comic-Fan natürlich nicht zwei grandiose Verfilmungen in einem Monat zu sehen bekommt, musste natürlich klar sein: Der zweite Iron Man ist die ganz große Enttäuschung, verspielt er doch sein größtes Gut, Robert Downey Jr. als Tony Stark. Denn hier ist er depressiv und durch und durch ätzend. Natürlich gibt’s das ein oder andere Schmankerl, aber im Vergleich zum famosen ersten Teil war das nix… 
Robin Hood: Auch wenn ich damit oft alleine stehe, ich mag Robin Hood Ridley Scott. Weniger dafür was für Filme er macht, sondern wie. Und hier stimmt dahingehend wieder alles: tolle Bilder, die keinen Zweifel daran lassen, dass das England im 12. Jahrhundert ist. Warum uns das alles jedoch als Robin Hood verkauft wird, schließlich zeigt Scott hier nur seine (fiktive) Vorgeschichte, ist mir ein großes Rätsel. All das was die Heldenfigur ausmacht, wird lediglich gestreift – wir wollen die Merry Men in Action sehen! So bleibt nur ein teils interessanter, meist mäßiger Mittelalterfilm, der, sofern es keine Fortsetzung gibt, völlig ins Leere läuft. 
Für immer Shrek: Der olle Oger sieht endlich ein, was die Zuschauer schon seit zwei Filmen wissen: er ist alt und langweilig. Also macht er in seinem vierten Abenteuer – Rumpelstilzchen sei dank – ein Paralleluniversum auf, das zeigt, wie alles hätte kommen können, wenn dies und jenes. Das Ergebnis ist jedenfalls besser als das Ende von Lost und so schließlich der beste olle Oger seit langem. 
(Und aufgepasst, liebe Kinder, die Juli-Aufhol-Edition mit Predators, Eclipse und Knight and Day, sowie schließlich Inception und Toy Story 3 folgt alsbald!)
Review-Rundumschlag #9 (Teil 1, der total gigantischen ‘März bis Juni’-Aufhol-Edition)
Heute möchte ich die Gelegenheit beim Schopfe packen und den durch meine Blogpause vernachlässigten Kinolog und ergo die EMDb wieder auf einen aktuellen Stand bringen – und zwar im Superschnelldurchlauf (in zwei Teilen). Die folgenden Filme sind zwar schon auf DVD raus, aber so wisst ihr am Wochenende wenigstens welchen Silberling ihr aus der DVDthek mitnehmen müsst.

Alice im Wunderland: Tim Burtons Karriere musste seit jeher auf eine Alice-Verfilmung hinauslaufen und so freut es dann auch, genau das – und noch dazu perfekt besetzt – endlich zu sehen. Zugunsten eines familienfreundlichen Endprodukts, Marke Disney, wurde leider jedoch zu sehr auf die typische Burton-Creepyness verzichtet. Dennoch toll, aber doch mehr als schade. 
Shutter Island: Altermeister Martin Scorsese wagt sich an den Psychothriller. Das Ergebnis ist eine nebelhafte, von Paranoia geprägte Irrfahrt, die zwar keineswegs perfekt ist, aber doch das so ziemlich beste, was man seit langem – und auf jeden Fall dieses Jahr! – in diesem Genre gesehen hat. 
Männer die auf Ziegen starren: Ein paar US-Soldaten sollen zu Psychokriegern ausgebildet werden. Derlei Stoff bietet natürlich allerhand Möglichkeiten für mehr oder weniger platten Schabernack, weshalb es umso überraschender war, dass der Film sich stattdessen (relativ) ernst nimmt. Was umso unterhaltsamer war und die Männer für mich zur Komödienüberraschung des Jahres gekrönt hat. 
Green Zone: Ich bin absolut kein Freund von dem, was Paul Greengrass und Matt Damon mit der Bourne-Trilogy abgeliefert haben. Mit ihrem im Irak angesiedelten Politthriller haben sie sich hingegen wieder rehabilitiert. Kommt einem wie der Action-verliebte, spaßigere Halbbruder von The Hurt Locker vor. 
Der Kautions-Cop [sic!]: Er, Kopfgeldjäger, soll seine Ex-Frau, Journalistin, die nicht zu einem Gerichtstermin erschienen ist, einfangen und ausliefern. Doch dann trifft die Romantic Comedy auf eine hauchdünne Verschwörungsgeschichte. Zwischendurch geben sich mittelmäßige Lacher und Logikfehler die Klinke in die Hand. 
Drachenzähmen leicht gemacht: Lasst euch vom Untitel und davon, dass der Film von Dreamworks Animations, die zuletzt vor allem durch Mittelmäßigkeit aufgefallen sind, nicht abschrecken: das ist das beste, epischste und actiongeladenste, was die Pixar-Konkurrenz jemals gemacht hat. Alleine die Maßstäbe, die hier aufgefahren werden – wow! Wär’s ein (ernsthafterer) 3D-Realfilm wäre es mit Sicherheit der erfolgreichste Film des Jahres. Von daher: Realfilmremake, sofort! 
“A wrong turn you have made. To the dark side.”
Ich bin ja leider im Besitz eines integrierten Navigationsgerätes und greife ansonsten auf ein Navigon-Gerät zurück – falls das aber mal das Zeitliche segnet, werde ich mir mit Sicherheit so ein TomTomTeil zulegen, weil man sich damit von Meister Yoda persönlich ans gewünschte Ziel leiten lassen kann.
Dass es aber durchaus anstrengend sein kann, den alten Jedi-Kauz zu solchen Wegbeschreibungen zu bewegen, beweist das folgende, sehr sehenswerte ‘Behind the Scenes’-Werbefilmchen. Das ganze gibt’s auch mit Darth Vader (“Is there any way, you could breath a little quieter?”), was alleine aufgrund der Tatsache, dass er darin den Imperial March trällert, mindestens genauso sehenswert ist.
Dr. Horrible, das 8-Bit-Musical-Videospiel

Bekanntlich sammele ich hier ja bereits seit einigen Jahren immer wieder die herausragendsten Fan-Art-Arbeiten, aber das hier ist wirklich ausgesprochen außerordentlich gut: Der Chiptune- und Pixel-Künstler Doctor Octoroc hat 8-Bit-Versionen des kompletten Dr. Horrible-Soundtracks komponiert und das ganze (bzw. bisher nur Act I) in ein Zelda-ähnliches Rollenspiel-Abenteuer gesteckt, das den Anschein erweckt als käme es direkt aus einem NES-Modulschacht zu uns.
Ihr könnt euch den kompletten Soundtrack hier als .mp3 herunterladen oder euch besagten ersten Akt hier oder nachfolgend als Video vorspielen lassen – was ich unbedingt jedem Dr. Horrible-Sympathisant out there nahe legen möchte.
(YouTube Direktdoctor, via Laughing Squid)
Btw: Ich hab in gerade diesen Semesterferien eine Hausarbeit über Dr. Horrible geschrieben und da ich gerade im Kontext einer Lost-Arbeit kläre, ob, wann und wie ich meine universitären Arbeiten veröffentlichen kann (besagte Lost-Arbeit würde ich nämlich gerne hier raushauen, bevor bei Lost die Luft raus ist) schon mal die Ankündigung: wenn ich’s veröffentlichen darf, dann könnt ihr hier demnächst nachlesen, warum Dr. Horrible für den Musical-Film das gewesen ist, was das iPad für den Journalismus ist was Katzenfutter für Hunde ist.
Update, 28.04.2010: Mittlerweile hat Doc Oc auch Akt 2 und 3 in Form eines Pixelabenteuers gepresst. Hier Akt 2, Teil 1 und Teil 2, sowie Akt 3, Teil 1 und Teil 2. Wie erwartet erneut ein großer Spaß für Groß und Klein. (via)
Neil Patrick Harris als The Riddler
The Dark Knight wird zurückkehren, soviel ist – Box Office sei dank! – sicher. Doch wer wird Batman dieses Mal das Leben schwer machen? Die Gerüchteküche und Gary Oldman (“Maybe we don’t need the Joker. Because we’ll have The Riddler.”) setzen auf den Riddler und die Fanartists sowieso (vgl. dieses Poster von vor 1½ Jahren). Nun hat sich erneut jemand an ein Poster gewagt und den Riddler auch kurzerhand idealbesetzt: mit Neil Patrick Harris.

Ich trau’s Dr. Horrible mehr als zu und fordere hiermit offiziell eine entsprechende Ankündigung inkl. Philip Seymour Hoffman als Pinguin ein. Und ihr wisst ja, hier lesen einige sesselbepupsende Entscheidungsträger mit… (via electru)







