Da das diesjährige Weihnachtsprogramm bis auf die siebenunddreißigtausendste »Stirb Langsam«-Wiederholung nicht allzu viel zu bieten hat, müssen wir uns halt wieder in den Cyberspace flüchten (was, nebenbei gesagt, auch vielmehr unserer total ausgelutschten Aufmerksamkeitsspanne entspricht). Wie passend also, dass folgender Fake-Trailer mit allem daherkommt, was wir an Weihnachten (und nicht nur da) so lieben: iPhones und Horrorfilme.
Muss man da noch mehr sagen? “Frohe Weihnachten” vielleicht. Oder “Möge die Macht mit euch und euren Familien sein”. (Lego Star Wars Krippe von Larry Lars)
Aus unserer losen Reihe der alternativen Weihnachtsdekorationsartikel, heute: Silber glänzende Granaten für euren Weihnachtsbaum. Für die Jena-Zwickau-Connection ein Muss, für alle anderen vielleicht etwas befremdlich, aber immerhin mal was anderes. Wer will, kann hier zwölf Pfund gegen sechs, der vom Dorothy Collectice1 designten Weihnachtsgranaten eintauschen. (via Laughing Squid)
Das sind die, die auch schon die lädierten Plastiksoldaten, die neulich durch die Blogosphäre gereicht wurden, gemacht haben [↩]
Erster Advent, Zeit für Weihnachtscontent! Fangen wir mit einer Krippe nach meinem Geschmack an: Statt Schafminiaturen und Bastelmoos, einfach mal einen auf Minimalismus machen. Sehr cool und für 25 Euro bspw. hier zu erstehen. (Danke für den Hinweis an Limpi, deren Eltern sich die Puristenkrippe soeben gekauft haben, was bedeutet, dass ich sie bald in Aktion erleben werde. (Was auch immer “in Aktion erleben” bei Krippen heißen mag…))
Um uns auf die familiären Feierlichkeiten der Festtage bestens einzustimmen, haben die Freundin und ich uns kurz zuvor die romantische Weihnachtskomödie “Four Chistmases” gegeben, die hierzulande den schon mindestens tausend Mal gehörten Titel Mein Schatz, unsere Familie und ich trägt. Eine weitere Beziehungskomödie, die irgendwas mit Weihnachten zu tun hat. Aber was? Der ebenso unspektakuläre Original-Titel offenbart: irgendjemand ist hier in vier Weihnachtsfeste involviert. Klar, dass es sich dabei um “mein Schatz” und “ich” handelt. Konkret liest sich das dann so:
Das Mittdreißiger-Pärchen Kate und Brad, beide Scheidungskinder, hasst Weihnachten. Also verabschieden sie sich jedes Jahr in den Urlaub bis der Spuk vorüber ist. Doch dieses mal geht etwas schief und die beiden sind gezwungen bei Kates Mom, Kates Dad, Brads Mom und Brads Dad aufzulaufen. Und wie könnte es anders sein: die Familien überbieten sich gegenseitig im WTF-Faktor. Etwa wenn sich herausstellt, dass der erfolgreiche Anwalt Brad (Vince Vaughn) eigentlich Orlando heißt, da er ebenso wie seine Brüder Denver und Dallas, beide übrigens leicht aggressive Amateur-Wrestler, nach seiner Zeugungsstadt benannt wurde. Und natürlich hat auch Kate (Reese Witherspoon) einige übergewichtige Leichen im Keller. Kurzum: es wird außerordentlich peinlich für die beiden.
Alles bis hierher beschriebene ist ziemlich unterhaltsam, selten zu platt und durch die fast episodenhafte Aufteilung in die vier Familienbesuche nett erzählt. Doch irgendwann schlägt auch “Four Christmases” gewohnte Pfade ein: das überraschend unkonventionelle Pärchen zerbricht fast, als Kate sich wünscht die lockere Beziehung zu Brad zu festigen. Folglich müssen sie sich wieder zusammenraufen, was sie natürlich schaffen und unter dem Schlussstrich steht im Endeffekt natürlich, dass Familie was ganz tolles ist.
Es ist zwar schade, dass Mein Schatz und der Rest das allseits bekannte Muster tausender anderer Romantic Comedies aufgreift, aber verwundern tut es leider nicht. Damit ist zu rechnen und das fordert das (weibliche) Publikum ja auch. Dennoch: andere Familien haben auch einen Hau weg – sehr beruhigend vor dem alljährliche Weihnachtstreffen in der eigenen Sippe. In diesem Sinne:
Das obige Bid wünscht uns frohe Weihnachten. Und obwohl ich nicht weiß, was es uns sonst noch so mitteilt, weil es aber so schön bunt ist, schließe ich mich an: Frohe Weihnachten.