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Einträge, die mit urheberrecht getaggt wurden.

Pirating the Oscars 2012

Andy Baio hat auch in diesem Jahr wieder seinen alljährlichen “Pirating the Oscars”-Bericht veröffentlicht, in dem er jedes Jahr nachhält, wann, wie schnell und in welcher Form Kopien der Oscar-nominierten Filme im Netz aufgetaucht sind. Und nach zehn Jahren der Beobachtung kommt er dieses Mal zum Fazit, dass die MPAA erstmals den Kampf gegen das Veröffentlichen der Oscar-Screener gewonnen hat. Dennoch ist das nur ein Teilerfolg, denn:

They may be winning the battle, but they’ve lost the war.

While screeners declined in popularity, 34 of the nominated films (92 percent) were leaked online by nomination day, with 25 of them available as high-quality DVD or Blu-ray rips. Only three films — Extremely Loud & Incredibly Close, My Week with Marilyn and W.E. — haven’t leaked online in any form (yet!).

Den ganzen Artikel mit allen Daten findet ihr hier bei Waxy.org (ja, ich weiß, er hat die Ergebnisse auch schon vor ein paar Tagen bei Wired veröffentlicht, aber ich verlinke dann doch lieber auf’s private Blog. Power to the people und so).

Megaupload geschlossen, Kim Schmitz verhaftet

Ui, das ging schnell. Wir erinnern uns: Kim Schmitz alias Dr. Kimble alias Kim Dotcom alias Kim Tim Jim Vestor hatte Mitte Dezember langwährende Gerüchte bestätigt, nach denen er hinter dem dubiosen Filehoster Megaupload stehe, und großspurig getönt, dass er es diesmal mit ganz Hollywood aufnehmen werde. Doch wie das Leben halt so spielt, kam das FBI um die Ecke bzw. nach Hong Kong Neuseeland und hat ihn und alle anderen Beteiligten einkassiert, wie Heise und Golem berichten. Das Unternehmen habe einen Schaden1 von rund 500 Millionen US-Dollar angerichtet und soll selbst 175 Millionen damit verdient haben. Nun drohen Kimble & Co. (mal wieder) fünf bis zwanzig Jahre Haft.

Update #1, 20.01.: “Contentmafia lässt europäische Bürger nach US-Gesetzen in Neuseeland verhaften”, Pressemitteilung der deutschen Piratenpartei. Ich sag’s ja.

Update #2, 20.01: Anonymous zeigt Industrie und Behörden, wie toll sie es finden, wenn man sie ihrer Infrastruktur beraubt und legt momentan massenhaft Webseiten von denen lahm. René hat einen ausführlichen Beitrag dazu mit allen News, der Klageschrift usw.

  1. Bei immateriellen Gütern und Raubkopiererei von “Schaden” zu sprechen, fällt einem alten Piratensympathisanten wie mir natürlich nicht ganz so leicht… []

Kimble is back, again

Kim “Kimble” Schmitz, New-Economy-Millionär, Hochstapler und RTL-Exklusiv-Type, ist aus der Versenkung zurückgekehrt und legt nun offen, dass er hinter Megaupload steckt, einem dieser dubiosen Rapidshare-Klone. Und standesgemäß legt er sich diesmal mit ganz Hollywood an. Auf diverse SPIEGEL-Anfragen reagierte Schmitz, wie es sich für den großen “Kimperator” gehört, “mit vulgären Drohungen, die er aber nicht veröffentlicht wissen will”.

Copycat-Alarm! “Popkulturblog. Seit 2009″

Ich weiß ja, Stanley, mein “one-column Kubrick”, ist ein tolles kleines WordPress-Theme.12 Deshalb werde ich’s an dem Tag, an dem ich mich hier davon abwende, auch zum freien Download raushauen. Bis dahin bleibt’s eayz exklusiv und, ja, auch urheberrechtlich geschützt.3

Wenn sich aber schon jemand dazu hinreißen lässt, mein Design zu klauen, sollte er doch wenigsten so klug sein, nach seinem Re-Design nicht hierher zu verlinken und hier zu kommentieren. Vor allem nicht, wenn man ein Vorher/Nachher-Bild bei sich gebloggt hat. Ist doch klar, dass ich mir die Blogs meiner Kommentatoren ansehe und mir sowas direkt und nicht besonders positiv auffällt.


Und dass man dann auch noch dreist Content und Untertitel klaut, rundet das Bild wohl ab… (Aber mach dir keinen Kopf, werter Dieb, ich heiß ja nicht Marion.)

  1. Ist ja auch von mir! []
  2. Mmmhhhmmm, Eigenlob. []
  3. Dass man sich natürlich inspirieren lassen darf, ist klar… []

The Pirate Google


Google is the new Pirate Bay.
Und ich frag’s nochmal: Wann kommen Larry Page und Sergey Brin denn dann ins Gefängnis? Oder wird da etwa mit zweierlei Maß gemessen?

They are the Empire

Seien wir doch mal ehrlich: seit Jahren ist fast alles, was aus den heiligen Hallen der Skywalker Ranch kam, also von George Lucas (hier ein Bild) abgesegnet wurde und den Fans zum Fraß vorgeworfen wurde, absoluter Scheiß. Ich meine: ein Vader-Toaster? The Clone Wars, der wahrscheinlich schlechteste Animationsfilm aller Zeiten? Indy 4 und die Aliens?

Fakt ist, dass all der unfassbar gute Kram, der auf Webseiten wie Nerdcore und dieser hier tagtäglich abgefeiert wird, nicht von Lucasfilm oder einem ideenlosen, aber geldgeilen George Lucas kommt, sondern von den Fans. Von Leuten, die Shirts tragen auf denen Sätze wie “I love Star Wars – all three of them” stehen, oder Leuten die riesige Star-Wars-Bilderarchive mit teils vollkommen vergessenem und sonst nirgends erhältlichem Material betreiben und pflegen. Zu letzteren gehört Michael Heilemann, der das wahrscheinlich größte Star-Wars-Bilderarchiv betrieb, bei flickr veröffentlichte und ausbaute.

“Betrieb, veröffentlichte, ausbaute?” Ja, denn eben hat Lucasfilm seine Sammlung wegen Urheberrechtsverletzungen von und aus flickr löschen lassen. Höchstwahrscheinlich weil es mehrere tausend Bilder waren, aber anstelle den Mann zu engagieren und ihm das nötige Kleingeld zu geben, um das umfassendste, werbefinanzierte Star-Wars-Bilderarchiv im WWW für Lucasfilm fortzuführen und zu betreuen, zerstört man seine jahrelange Arbeit (die auch ich schon lange verfolgte).

Rechtlich ist die Löschung zwar vollkommen legitim (ich weiß das, ich studier ja Medienrecht), aber hätten sie nicht auf ihr Recht verzichten können? Heilemann beschreibt es in seinem passenderweise Order 66 genannten Statement bei flickr:

A long time ago, in a galaxy far far away, I loved Star Wars. I still do, but I’m not sure the opposite is true any more.

Ich weiß es auch nicht, aber ich hoffe auf Besserung. (via)

Steal this comic!


Spätestens beim Betrachten des obigen Pro-Piraterie-Comics von xkcd und seiner Verbreitung innerhalb eines Tages wird klar, wie lächerlich solche Anti-Piraterie-Comicheftchen sind. (via)

Raubkopierer lesen Comics

Heute mal wieder ein wunderbares Beispiel für gut gemachte Lobbyarbeit:

Unsere Lieblingsorganisation aus den US and A, die RIAA, mit der wir hierzulande Gott sei dank herzlich wenig zu tun haben, hat wieder zugeschlagen. Diesmal wurde das National Center for State Courts unterwandert. Die haben neuerdings nämlich eine Reihe von Comics im Programm, die US-Schülern das Rechtssystem nahe bringen soll.


Die erste Ausgabe behandelt demnach konsequenterweise das, was die Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten, ach Jahrhunderten ausmacht: die knallharte Verfolgung und Verurteilung von bösen, wirtschaftsverachtenden Musikpiraten! Am Beispiel der Studentin Megan lernen wir: wer ein mal illegal runterlädt, der verliert nicht nur unmittelbar sein Stipendium, sondern wandert auf direktem Wege ins Gefängnis. Bääm!, das sitzt.

Wer sich selbst davon berieseln lassen möchte, kann sich bei Wired weitere Panels ansehen und das komplette Propaganda-Heftchen hier als PDF runterladen. Free Megan! (via)

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