Das vorweg: Raubkopierer sind Verbrecher, das wissen wir. Aber vielleicht, ja vielleicht können sie ja nicht anders. Zum Beispiel wenn sie in Passau wohnen und im dortigen Kinokoloss für eine Mittagsvorstellung (!) acht Euro (!) berappen müssen. Und wenn’s Unterhaltung statt Futter heißt, würde ich auch raubkopieren…
Jedoch kann ich Gott sei dank anders und habe somit für Transformers um 13:45 Uhr satte acht Oschen hingeblättert, was ziemlich genau 2 1/2 Berliner Mittagessen entspricht. Nun denn. Als alter Transformers-Fan war ich natürlich gerne bereit diesen Preis zu bezahlen freudig erregt und gespannt. Ich wurde jedenfalls nicht enttäuscht: Unsere giant fucking robots sehen auf der Leinwand fabelhaft aus und wurden grandios ins 21. Jahrhundert gebracht (“Wie habt ihr unsere Sprache gelernt?” “Mit Hilfe des World Wide Web.”). Leider beherbergt das Spielberg/Bay-Crossover jedoch auch einen Geht-gar-nicht-Faktor á la Jar Jar Binks: Sektor 7, die ultrageheime, pseudo-komödiantische Alien-Organisation des US-Militärs. Hätte man sich schenken können.
Was man sich jedoch nicht hätte schenken können, ist die geniale Perspektive der Roboter vs. Roboter Kampfszenen: Hier filmt die Kamera quasi fortwährend aus der Opferperspektive, sprich: aus Sicht der Menschen. Ganz groß (im wahrsten Sinne). Kurzum: Jeder, der einen Transformer sein Eigen nannte – oder zumindest damit liebäugelte – sollte einen Blick riskieren.
· veröffentlicht am 11. August 2007
Nächste Woche ist es soweit: große, sich verwandelnde Roboter rocken die deutschen Kinosäle. Autos, LKWs und Kampfjets transformieren sich zu riesigen Kampfrobotern. Dass es auch anders geht, zeigt sich in dieser Bildersammlung von Something Awful; übrigens eine Webseite, die ich hier viel öfter verlinken sollte. In den Bildern werden meine kleinen Ponys, iPods, das Batmobil und Red-Bull-Dosen zu giant fucking robots umtransformiert. Und ja, einige dieser speziellen Transformers hätte ich gerne im Kinofilm oder zumindest als Actionfigur gesehen.
· veröffentlicht am 25. Juli 2007
Clerks 2 lief am 21. Juli 2006 in den USA an. Hier hingegen kommt der Film am 12. Juli 2007 in die Kinos – ein Jahr zuspät später. Als Import usw. natürlich schon längst zu haben.
Das Double-Feature Grindhouse ist seit dem 6. April 2007 in us-amerikanischen Kinos zu sehen. Für die deutschen Zuschauer wird der Film zerhackt, man wird zwei Mal zur Kasse gebeten und darf die Filme dafür erst am 14. Juli und 4. Oktober 2007 sehen.
Transformers soll weltweit (überall! ursprünglich auch hier!) am 4. Juli diesen Jahres anlaufen. Deutsche Roboterfans müssen jedoch exklusiv bis zum 2. August warten.
… jetzt stellt sich der geneigte Kinofreund, der unter anderem schon unglaubliche Preise bezahlt, natürlich die Frage, warum er sich diese Bevormundung einer geldgeilen Industrie weiterhin antun soll. Vor allem wo die Filme doch nur einen Klick weit weg sind. Versteht ihn nicht falsch: er sieht Filme am liebsten im großen Lichtspielhaus, aber er fühlt sich verarscht. Wahrscheinlich wäre es ökonomischer für ihn nur noch die DVDthek aufzusuchen, wo neue Filme mittlerweile ja relativ schnell landen. Warum also noch Kino, wenn wir eh Kinogänger zweiter Klasse mit viel zu dickem Geldbeutel sind? Würden wir besser darüber nachdenken, liebe Industrie, würden wir erkennen, dass wir so selbst den treuesten Kunden zur Piraterie treiben … und dabei wollten wir doch eigentlich nur seinen Kuchen.
· veröffentlicht am 22. Mai 2007