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Einträge, die mit sneak preview getaggt wurden.

WALL-E and EVE in Love Sep 17

Durch all die Reinfälle, die uns im hiesigen Sneak Preview in all den Jahren schon vorgesetzt wurden, glaubte ich ja selbst nicht mehr dran: Ein Film vom Kaliber eines WALL-E in der Sneak? Never! Doch, als ich den Vorfilm Presto sah, wusste ich, dass man mich heute eines besseren belehren würde. Ich habe also schon den neuen, in der englischsprachigen Presse so hochgejubelten Pixar-Film gesehen. WALL-E ist bekanntermaßen der Name des kleinen Roboters, der die Erde aufräumen muss, die von den Menschen total zugemüllt wurde. Für ein paar Jahre haben sich die Übeltäter daher auf Raumschiffe ins All gerettet. Was eigentlich als fünfjähriger Kurztrip geplant war, dauert nun schon 700 Jahre und eigentlich ist keine Besserung in Sicht, denn WALL-E ist der letzte seiner Art. Und das ist ganz schön viel Müll für so nen kleinen Roboter.

Doch alle paar Jahre schickt das von Robotern gesteuerte Menschen-Raumschiff ein paar Sonden auf die Erde, um zu überprüfen, ob sich die Situation gebessert hat und es wieder pflanzliches Leben auf dem ehemals blauen Planeten gibt. Eine dieser Sonden ist EVE und sie landet genau in WALL-Es Nachbarschaft, der direkt ein Auge auf sie geworfen hat. Wie’s weitergeht soll an dieser Stelle nicht verraten werden…

Denn der Film hat - was zumindest ich nicht wusste, da ich Spoiler-Reviews bisher vermieden hab - noch mehr als WALL-Es und EVEs Romanze auf der Erde zu bieten. Ja, im Verlauf des Films wird klar, dass Pixar hier einen neuen E.T. für eine neue Generation geschaffen hat. WALL-E ist lustig und spannend, traurig und schön. Und das sage ich als jemand, der nicht jedes Jahr dem Pixar-Hype erliegt. Ansehen!

EMDb - Rating: 4,5/5

Endzeit-Diesel Sep 08

Babylon A.D. ist wahrlich ein komisches Stück Film. 20th Century Fox, die Produktionsfirma hinter dem Film, lässt Regisseur Mathieu Kassovitz nicht den kreativen Freiraum, den er für seine Arbeit benötigt und versucht stattdessen mit Babylon A.D. endlich auch einen Sommer-Blockbuster á la Dark Knight und Iron Man abzuliefern - also nur aus rein finanzieller Sicht. Kassovitz ist dementsprechend verärgert und macht seinem Unmut Luft, indem er bereits vor dem Kinostart verrät, dass man von Babylon A.D. nur “pure violence and stupidity” erwarten kann, das ganze überhaupt nicht seiner Vorstellung gerecht wird und stattdessen in Teilen eher an eine schlechte Folge von 24 erinnert (siehe hier). Solch harte Töne hört man selten. Doch in Anbetracht dieser Umstände lässt sich immerhin darüber hinwegsehen, dass man hier in bester Boll-Manier einen Vin Diesel eingespannt hat…

Herr Diesel spielt also den Auftragskiller Toorop, der in einer vom Krieg zerstören nahen Zukunft den Auftrag bekommt, eine junge Frau in die USA zu bringen, die letzte Bastion von Friede und Freiheit. Das Problem, dass Toorop ein gesuchter Terrorist in den USA ist, entpuppt sich schnell als nebensächlich, denn das Mädel hat irgendwelche Kräfte, weshalb auch noch ein Haufen anderer Typen hinter ihr her sind.

Ja, das liest sich lahm und ist’s im Endeffekt auch: Typ Killer bestreitet mit Frau (jung, blond) gefährlichen Abenteuertrip. Kennt man irgendwoher. Und auch wenn die Parallelen zu Children of Men mehr als offensichtlich sind, kann Babylon A.D. nie an dessen Status heranreichen. Dabei gibt sich Babylon tatsächlich Mühe: der Endzeit-Stil des heruntergekommenen Ost-Europas überzeugt (endlich mal weg von der Insel), es gibt eine Handvoll wirklich cooler Gadgets und dazu noch einen sehenswerten Gastauftritt Gérard Depardieu. Alles wirklich toll, doch leider nicht genug: die Logik bleibt größenteils auf der Strecke, Toorop, der gern ein bisschen mehr wie die Klapperschlange wäre, ist der profilloseste Endzeit-Checker seit langem und schließlich kann man sich nicht zwischen Trash und Arthouse entscheiden. Kurzum: Babylon A.D. würde gern in der Bundesliga spielen, bleibt aber bemüht in der Kreisklasse stecken. Dabei hätte es doch für Rugby gereicht…

EMDb - Rating: 1,5/5

Flutsch und weg Sep 01

Bereits vor einer Woche habe ich in der Sneak Grace is Gone serviert bekommen. Seitdem drücke ich mich vor dieser Rezension. Ursprünglich hatte ich nämlich die befürchtende Hoffnung einen stupiden Action-Streifen á la “Hey, wir haben keinerlei gute Ideen mehr, lasst uns einen Film übers um die Ecke schießen machen”, namentlich Wanted, zu sehen. Statt kurzweiliger Berieselung gab’s aber schwere Drama-Kost. Es geht nämlich darum, dass die (dem Zuschauer unbekannte) Grace, Mutter, Ehefrau und Soldatin, nicht mehr aus dem Irak zurückgekehrt. Ihr Mann Stanley Philipps (John Cusack) ist von der Todesnachricht restlos überfordert und flüchtet sich in Ablenkung: er schnappt sich seine zwei Töchter, klärt sie nicht über den Tod ihrer Mutter auf und begibt sich stattdessen kurzerhand auf einen Trip in einen ein paar Tage entfernten Vergnügungspark mit ihnen. Dabei kommt’s natürlich zu allerhand Vater-Tochter-Gesprächen, Selbstzweifeln und so ziemlich allem, was das sentimentale Film-Repertoire hergibt.

Nun gibt es anscheinend zwei populäre Meinungen zum Film: entweder man hält es wie die Sundance-Jury und mein geschätzter Bloggerkollege vom Equilibrium Blog und ist von Grace is Gone, der Musik, den Bildern und dem Spiel von Cusack begeistert oder man hält es wie der andere Teil der Kritiker und meine Wenigkeit und erkennt in Grace is Gone gutmütig nicht mehr als Durchschnitt. Die alte Floskel, dass sich “hier noch jemand Zeit für die Bilder nimmt”, ist bei Grace is Gone ausnahmsweise mal gut gemeinte Tatsache: wird uns doch zuletzt durch die ruhigen Bilder, die endlosen Autofahrten und die Ruhe, die der Film ausstrahlt, die Tristesse der amerikanischen (Unter-)Mittelschicht, die Ratlosigkeit des überforderten Vaters und vielleicht sogar die Sinnlosigkeit von Graces Tod vermittelt. Doch Clint Eastwoods Musik? Belanglos. John Cusacks schauspielerische Leistung? Nicht der Rede wert. Und auch wenn ich der Handlung eine gewisse, vielleicht sogar wichtige Relevanz nicht absprechen möchte, so wirklich überzeugt haben mich die 85 Minuten nicht.

EMDb - Rating: 1,5/5

PS: Sorry für den geschmacklosen Titel, aber ich fand, dass er sowohl die Handlung als auch das Rezeptionserlebnis schön wiederspiegelt.

Wilde Ehe Jul 01

Vor acht Tagen gab’s im hiesigen Sneak Preview den Film James Bond: Married Life zu sehen, von dem ich noch immer nicht weiß, wie ich ihn finden soll. Die Handlung ist jedenfalls in den 1940er Jahren angesiedelt und geht so: Harry, selbstständiger Ehemann im mittleren Alter, hat eine Affäre. Aus Angst vor der Reaktion seiner Ehefrau und um ihr die Schande einer Scheidung zu ersparen, plant er sie umzubringen und seine Affäre zu heiraten. Derweil hat jedoch sein bester Freund ein Auge auf die Affäre geworfen und kann sie schließlich auch für sich gewinnen. Schnell muss Harry seinen eigenen Mordplan vereiteln. So weit, so gut. Fragezeichen. Einem mir bis dato unbekannten Film namens “Married Life” stehe ich - wer will es mir übel nehmen? - erst einmal kritisch gegenüber. Doch alsbald sollte ich zumindest zum Teil eines besseren belehrt werden: der Film hat seine Höhen, gute Dialoge, einige gute Twists. Andererseits muss er sich wohl dem Vorwurf der “verfilmten Langeweile” beugen, da über weite Strecken praktisch nichts passiert. Dennoch das Thema ist an sich recht interessant (”Do you know what really goes on in the mind of the person with whom you sleep?”, so die Tagline), aber am Ende des Tages reicht das doch nicht wirklich für eine Empfehlung.

Der Film, der alles sein wollte Jun 03

Gestern im Sneak Preview Doomsday gesehen - und sowas hab ich bisher außerhalb fragwürdiger Spoof-Movies noch nicht gesehen, denn Doomsday versucht alle erfolgreichen Genres und alle Kultfilme der letzten Jahre in sich zu vereinen. 28 Days later trifft die Klapperschlange trifft Mad Max trifft Herr der Ringe trifft Gladiator trifft I am Legend und wird versüßt mit ner Prise Kannibalismus und Splatter. Story-technisch kommt uns der ganze Spaß dementsprechend bekannt vor: In Schottland bricht ein tödlicher (Zombie-)Virus aus, weshalb Großbritannien das Land aufgibt, zehn Meter hohe Mauern drum errichtet und die Schotten sich selbst überlässt. Soweit so gut bis besagter Virus plötzlich in London auftaucht und man geheimen Satellitenfotos zufolge bemerkt, dass es wieder menschliches Leben auf Glasgows Straßen gibt. Grund genug ein Team (inklusive Ex-Schottin) ins heruntergekommene Schottland zu schicken, um vor Ort nach einem Impfstoff zu suchen. Auf die Hilfe der “Wilden” vor Ort kann das Team indes nicht hoffen, denn diese vertreiben sich ihre Zeit lieber mit Kannibalismus und Ritterspielchen und sind vom eingetroffenen Besuch gar nicht begeistert.

Was nach einer gehörigen Portion Trash klingt, die Regisseur und Autor Neil Marshall betrunken auf eine Serviette gekritzelt hat, ist genau das: Trash auf einer Serviette. Aber die Erfahrung zeigt ja, dass das nicht unbedingt was schlechtes sein muss: Schließlich gibt’s hier explodierende Häschen, geröstete Soldaten, Axtkämpfe, wilde Verfolgungsjagden und eine weibliche Snake Plissken in Form der Protagonistin. Doch während andere Trash-Produktionen á la Planet Terror oder Ebola Syndrome einfach ihr Ding durchziehen und Kultstatus erreichen, wirkt Doomsday viel zu bemüht und will es jedem Recht machen. Doch so einfach lässt sich das Trash-Feuilleton nicht beeindrucken - ansehen wird es sich Doomsday aber trotzdem…

PS: Wer mit der beschriebenen Art von Film so rein gar nichts anfangen kann, sollte um Doomsday natürlich einen weiten Bogen machen. Oder sich währenddessen betrinken.

“Hast du mein Zeugnis gesehen?” Mai 29

Heute ist The Eye, ein Remake des Hongkonger Horrorfilms Gin gwai aus dem Jahr 2002, in den deutschen Filmtheatern angelaufen. Ich durfte den Film bereits am Montag sehen. Wer jetzt aufschreit “Nicht noch eine US-Umsetzung eines asiatischen Horrorfilms!”, den kann ich nicht beruhigen, denn all seine Bedenken sind vollkommen gerechtfertigt. Vollständigkeits halber die Story: Blinde Frau sieht nach einer Augentransplantation tote Menschen. Punkt. Ja, kam mir auch irgendwie bekannt vor. Zum Vergelich: The Sixth Sense ist von 1999, Gin gwai von 2002 und The Eye von 2008. “Nein, eine gute Idee lässt sich nicht abnutzen”, muss der wahnwitzige Produzent gedacht haben. Unrecht hat er. Der Film ist Mist, das Ende gar noch schlechter. Doch Genre-Fans - hab ich mir sagen lassen - werden _eventuell_ auf ihre Kosten kommen.

Hardcover - Weltexklusiv erstes Review Mrz 18

Zu Beginn war die gestrige Sneak von Vorurteilen geprägt: Finanziert durch die Filmförderung NRW, produziert vom WDR und Arte. Och Gott, was wird da auf uns zukommen? Hardcover kam auf uns zu und darum geht’s in der deutschen Produktion: Christoph ist Teilzeit-Autor eines drittklassigen Krimiheftchens und arbeitet hauptberuflich bei einer Autovermietung. Als eines Tages Vollzeit-Assi Dominik auftaucht und ein Auto bei Christoph klaut, dennoch aber von Christoph gedeckt wird, schließen die beiden einen Deal: Christoph begleitet Dominik bei seinem Alltag als “real gangster”, um darüber ein richtiges Buch (mit Hardcover) zu schreiben. Klar, dass die beiden ein ungleiches Paar sind und Christoph immer mehr ins Milieu rutscht. Und was wir dabei zu sehen bekommen, ist nicht weniger als der Beweis dafür, dass deutsche Komödien auch richtig gut sein können sobald man sich vom Comedy-Freitag-Format der Bully- und Wixxer-Filme verabschiedet. Wer über sonnenbankgebräunte Düsseldorfer Gangster lachen kann, die auf nichts mehr als ihre “street credibility” achten, der ist hier gut aufgehoben. Ja, der Film hat Kultpotential. Wenn ihr ab dem 3. April ins Kino eurer Wahl geht und euch Hardcover anseht, habt ihr meinen Segen.

Hui, der Film hat erst heute Abend seine Premiere. Mensch sind wir wieder schnell hier…

Vom Leben gefickt Mrz 11

Gestern Abend endlich mal wieder im Sneak Preview gewesen. Dan in Real Life (Dan - Mitten im Leben) vorgesetzt bekommen. Oh Mann. Ich mag Steve Carell wirklich. Aber nur noch diese Saubermann- komödien? Denn wie schon Evan Almighty ist auch Dan vollends politisch korrekt. Sogar so politisch korrekt, dass man am liebsten kotzen möchte. Ihr dachtet, ein Familientreffen bei euch ist schon schlimm? Dann habt ihr noch nicht Dans Familie kennengelernt: Die kreuzworträtseln, machen zusammen Gymnastik, singen und sind durch und durch ätzend. In jedem Moment habe ich mir gewünscht, dass dieser Film doch noch zu einer Neuauflage von Falling Down mutiert. Verstanden hätte ich es. Der Film hat zwar sicher seine Daseinsberechtigung bei der Zielgruppe der alleinerziehenden Väter im mittleren Alter, aber für den Rest ist’s - trotz der paar Lacher - absolut belanglos(er Scheiß). Seid gewarnt!

Eine schreckliche Vorahnung Okt 10

Gehofft hatte ich auf ein Preview von Uwes Postal oder [beliebigen durchschnittlich-guten Wunschfilm einsetzen], aber stattdessen gab es vorgestern Die Vorahnung mit Sandra Bullock zu sehen, die eine Frau spielt, die eine Vision vom Tod ihres Mannes hat und nun versucht diesen in einer crazy Woche zu retten und das Murmeltier täglich zu grüßen. Die Vorahnung ist handwerklich solide umgesetzt, storytechnsich aber Mist. Hier und da weckt der Film zwar die Hoffnung auf ein Ende á la The Sixth Sense, um dann schließlich aber doch zu enttäuschen und die dämlichste Schlussszene im Jahr 2007 (so far…) abzuliefern. All das hat der Vorahnung die sensationelle Wertung von 8 von 100 Prozentpunkten bei Rotten Tomatoes eingebracht - und das sagt ja eigentlich schon alles. Das üben wir also nochmal, Herr Yapo.

Nennt mich McLovin! Sep 25

Im gestrigen Sneak Preview kam mit der Komödie Superbad einer meiner Wunschfilme. Der Film ist sowas wie American Pie 2007: ein pubertärer Spaß rund um’s letzte High-School-Jahr, Alkohol und das mysteriöse erste Mal. Hinzu kommen zwei äußerst unterhaltsame Polizisten, die sich schon mal im Dienst betrinken und auf Verkehrsschilder schießen (einer von den beiden ist der großartige Seth Rogen, zuletzt gesehen in Beim ersten Mal), sowie natürlich jede Menge unerwarteter Probleme. Wenn man sich daran gewöhnt hat, dass die Phallus-fixierten Nerds ständig Schwanz und Pussy sagen und man sich auf den Film einlässt (erinnert euch an früher, Freunde!), dann hat man - alles andere als tiefgründigen, dafür aber viel - Spaß.

Auge um Auge Sep 11

Heute den neuen Film von James Wan, dem Mann hinter Saw und Saw 3, gesehen. Death Sentence der Titel und darum geht’s: Kevin Bacon spielt einen Familienvater. Eines Abend fällt einer seiner zwei Söhne einem s.g. “Gang-Einstiegsmord” zum Opfer. Der Vater sinnt nach Rache und <Mini-Spoiler> beginnt einen blutigen Rachefeldzug … würde ich zumindest gerne schreiben, kann ich aber nicht: Dreiviertel des Films kann sich der Hauptdarsteller nicht wirklich für oder gegen seine Selbstjustiz entscheiden. Einzig und allein ist hier die Jagd der Mördergang auf den Vater erwähnenswert. Im letzten Viertel beginnt dann - nach einem weiteren Schicksalsschlag - endlich der Film, den wir alle sehen wollten. Blutiger Rachefeldzug ahoi!</Mini-Spoiler> Wenn ihr über Logikfehler (oder unglaubwürdige Unfähigkeit der Polizei) hinwegsehen könnt, euch für ein mittelmäßiges, zu langes Intro begeistern könnt und auf Selbstjustiz steht, dann könnt ihr euch den Film geben. Alle anderen warten, sofern sie denn wollen, auf die DVD.

Zivildienst 4 ever!!!1!! Aug 14

Gestern die neue deutsche Bundeswehr-Komödie Kein Bund fürs Leben gesehen; für den dreckigen Rest erst am 30. August in den Kinos. Darum geht es: So’n Typ reitet seinen Mitbewohner in die Scheiße, weil er an dessen Freundin ran will, indem er “vergisst” dessen Verweigerung abzuschicken. Schwups, stehen die Feldjäger vor der Tür und bringen den Unwissenden zur Kaserne, zwecks Anritt seines Grundwehrdienstes. Klar, dass der frisch gebackene Soldat sich quer stellt - irgendwie unterstützt von seiner trotteligen Stube. Fast-Fazit: War okay, solider Wehrdienstspaß. Wie des öfteren in letzter Zeit keine Kinopflicht, aber wenn er dann mal in nicht allzu ferner Zukunft auf ProSieben läuft, kann man sich “Kein Bund fürs Leben” ruhig angucken. Den passenden Trailer gibt’s hier.

Von LSD und Homo-Zwergen Jul 03

Im Kerpener Kino im Sneak Preview gewesen und dort ganz RTL-klischeehaft Michael Schumacher, die älteren unter euch erinnern sich, angetroffen. Zu sehen gab’s derweil Sterben für Anfänger, eine schwarze Komödie, die am 19. Juli in die deutschen Lichtspielhäuser kommt. In dem Film geht’s um eine Beerdigung, auf der wirklich alles schief geht. In Kürze: Der verstorbene Vater hatte ein homosexuelles Verhältnis mit einem kleinen Zwergenmann, der erpresst nun die Söhne, Onkel Alfie kackt rum und ein Schwiegersohn in spe nimmt versehentlich LSD, wirft den Sarg um und klettert nackt auf’s Dach. Klar, dass man dabei amüsiert ist. “Death at a Funeral”, wie der Film im Original heißt, ist nette, kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch, die in den nächsten Jahren mit Sicherheit im wöchentlichen Abendprogramm von Sat.1 verheizt wird. Wer bis dahin warten kann und ihn sich ansieht, ist gut bedient. Mehr muss nicht.

Spiel das Spiel mit dem Krokodil Jun 19

Ich weiss nicht, wo ich es gelesen habe, aber es stimmt: Im Sneak Preview gestern eine Mischung aus Anaconda und Blood Diamond gesehen, namentlich Die Fährte des Grauens (im Original: Primeval). Story: Ein Journalistenteam will in Burundi ein menschenmordendes Killerkrokodil fangen. Dabei geraten sie jedoch auch inmitten des Bürgerkriegs. Fortan werden sie von einem Krokodil und der Miliz gejagt. Dass der Film währenddessen des öfteren (ungewollt) komisch wird, versucht er mit Schockeffekten im Rahmen von Maden und zerplatzenden Köpfen wett zu machen, was dem Film dann auch eine FSK18-Wertung eingebracht hat. Fazit: Muss nicht. Man ist zwar nicht gelangweilt, hat aber auch schon deutlich besseres gesehen. Wartet lieber bis der Film im Nachtprogramm von RTL auftaucht.

Der Traum ist Real Mai 15

Eben im Sneak Preview Goal II gesehen, ohne den Vorgänger zu kennen. Egal, es geht um Fußball und einen talentierten Jungen aus armen Verhältnissen, der nun bei den größten Clubs der Welt mitmischen darf.* Endlich ist auch mal die deutsche Tagline besser als das Original: “Der Traum ist real” anstatt “Living the Dream”. Warum? Klar, weil der gute Mann in diesem Film zu Real Madrid wechselt und nun Seite an Seite mit David Beckham, Roberto Carlos, Raúl & Co. spielen darf. Genau das ist auch die absolute Stärke des Films: dutzende Auftritte diverser Fußballstars und der Hauptcharakter mitten drin. Kommt gut. Quasi sowas wie ein moderner, europäischer Rocky, dieser fiktive Santiago Munez. Ja, jeder der etwas Fußball-interessiert ist, wird diesen Film mögen - kein großes Kino, aber gut. Ich mache mich jedenfalls auf den Weg zur DVDthek und hole Goal 1 und Goal 3 kommt dann nächstes Jahr dran.

Wer Goal II im Kino sehen will, muss übrigens noch bis zum 31. Mai warten.
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