eayz.net
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Einträge, die mit Netzkultur getaggt wurden.

Der Siegeszug des Kapitalismus

Immer wieder werde ich gefragt, warum es hier auf eayz.net eigentlich Werbung gibt. Immer wieder war es mir keine Antwort wert. Bisher. Da mich mittlerweile aber sogar die Nachbarskinder mit der Frage belästigen, sobald ich das Haus verlassen habe, will ich heute mal mein kleines, allzu offensichtliches Statement zum Thema “Werbung in Blogs” posten. Wie ihr euch – nach genauerem Hinsehen, bspw. hier – denken könnt, habe ich nichts gegen ein gesundes Maß an Werbung. Ein kleines AdSense-Feld, vielleicht sogar ein Banner, das ist alles okay, solange es keine nervigen Popups, Flashspielereien und ähnlich nervigen Krimskrams gibt. Amazon-Links sind Ehrensache, bieten sie ja auch einen gewissen Grad an Service. Aber droht damit nicht der Ausverkauf? Selbstzensur der Werbekunden wegen? Glaubwürdigkeit adé? Werteverfall und keine Tugenden mehr? Weiterlesen

Killed my damn dog dead, boy!

Durch die Einladung von Fellowblogger Mr. Ape ist es mir seit gestern möglich Joost, die herbeigeschriebene Revolution des Fernsehens, zu testen. Kar, momentan herrscht vor allem ein Lack an interessanten und hochwertigen Inhalten, aber die Idee und Umsetzung sind – bis auf ein paar Beta-Bugs – ganz gut gelungen. Obwohl Content noch nicht King ist, bin ich derweil mit dem Sender “Braindead” ganz gut gefahren. Jackass-Kopien und Autocrashs machen es möglich. Und da kann es auch schon Mal passieren, dass eine unschuldige Familie mitten in der Nacht von US-Polizisten für ne wilde Bankräubertruppe gehalten wird und dann muss halt deren Hund sterben, weil der Polizist Angst vorm Wauwau hat … Weiterlesen

Der Ausverkauf geht weiter

Vor wenigen Minuten hat meine Lieblingsprostituierte mein Lieblingsblogger Fabu sein Blog für satte 655 Euro an den Mann gebracht. Da frag ich mich natürlich, was eayz bringen würde? Ein Sack Kartoffeln wäre schon drin, oder? Oder gar ein Kasten Oettinger? Vielleicht sogar Kölsch? Angebote nehme ich absofort ganz öffentlich in den Kommentaren entgegen.

Die Pseudo-DRM-Befreiung


Ich versteh euch wirklich nicht mehr (und das kann man auch den Kommentaren in meinem Lifestream entnehmen): Da gewähren euch Apple und EMI für einen Aufpreis von 30 Cent ein Recht, das eigentlich selbstverständlich sein sollte – nämlich dass ich mit meiner rechtmäßig erstandenen Musik machen kann was ich will – und alle jubeln. Und damit keiner merkt, dass die Sache eigentlich stinkt und keiner meckert gibt’s eine höhere Datenrate “für Genießer”, deren arme Ohren ja schon seit Jahrzehnten von den grausamen CDs verprellt werden, zum DRM-freien Aufpreis dazu. Alles ist gut. Alle sind glücklich.

Diese ganze Geschichte ist einfach nur ein PR-Gag, pure Publicity. Anstatt “Abzocke: Apple und EMI erhöhen Preise statt Kundenzufriedenheit” liest man “Sensation: Apple und EMI schaffen DRM ab”. Hallo? Das stimmt ja nicht mal: DRM-verseuchte EMI-Songs gibt’s weiterhin für 99 Cent. DRM-freie Songs für 99 Cent, das wäre die Sensation gewesen. So klappt’s jedenfalls nicht mit dem Aufschwung, prophezeie ich. Und Disclaimer: Ich mag ja sonst auch so ziemlich alles, was auch Cupertino kommt, aber diese Aktion ist schlicht Bullshit.

PS: Glaubt irgendjemand, dass die Preise für DRM-freie Lieder im iTunes Store jemals wieder unter 1,29 Euro fallen werden? Ich bezweifele das stark…

Eay bei Big Brother

Heute habe ich’s endlich geschafft mich ein bisschen in die PHP-Kiste zu zwängen und habe meinen Lifestream fertiggestellt. Was das ist? Eine chronologische Übersicht meiner Online-Aktivitäten. All meine Blogs, meine Kommentare auf anderen Webseiten und meine Fotos vereint an einem wunderschönen Ort, der sogar twitter eine Darseinsberechtigung gibt.

Äußerlich und namenstechnisch ist der ganze Spaß an den Lifestream von Michael Heilemann angelehnt. Die Technik dahinter ist aber eine andere und setzt voll und ganz – wer, ja wer hätte es gedacht? – auf die Feeds der entsprechenden Services. Wer nur Bahnhof versteht, sieht sich’s am besten einfach mal an.

Wir nennen es Buch

Gestern beim Arzt mit Wir nennen es Arbeit von Holm Friebe und Sascha Lobo fertig geworden. Es geht um die alternative Lebens- gestaltung der s.g. digitalen Bohéme und das Leben jenseits der Festanstellung. So weit, so gut. Und jeder der etwas blogaffin ist, weiß eh worum’s geht (und wenn nicht, einfach diese Episode beim elektrischen Reporter ansehen) und das ist genau der springende Punkt: Fast alles habe ich schon irgendwo gelesen. Natürlich nicht in Buch- sondern in Blogform und selbstverständlich ohne die netten Begrifflichkeiten und historischen Hintergründe – aber irgendwie traf, zumindest meine Person, beim Lesen viele alte Bekannte wieder.

Nichtsdestotrotz brauchbar, da die angesprochenen Themen so vertieft werden, wie’s online nicht (auf einen Schlag) passiert. “Wir nennen es Arbeit” wird jetzt jedenfalls an die Eltern durchgereicht (sorry, Jungs, mein Brotjob erlaubt’s mir derzeit nicht denen ne Kopie zu kaufen ;) ), damit’s durchschaubarer für die beiden wird und sie vielleicht eine Ahnung bekommen, was ich hier den ganzen Tag so tuen könnte. Last but not least der obligatorische Link zum Blog zum Buch.

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