Leser Dominik hat mich dankenswerterweise darauf aufmerksam gemacht, dass man hierzulande zur Zeit versucht dem Vorbild der Briten, die im Dezember den RATM-Oldie “Killing in the name” anstelle des Weihnachtssongs einer schnöden TV-Casting-Combo auf Platz 1 der Single-Charts brachten, nachzueifern.
Und zwar soll hier dem Bohlen-Bullshit von “Deutschland sucht den Superstar” der Kampf angesagt werden, indem man den großartigen Song “Tribute” von den Rockgöttern von Tenacious D an die Spitze der Charts katapultiert. Was von mir als altem Revoluzzer, Freund des kleinen Medienkonsumenten und langjährigem Fan von Tenacious D natürlich überaus sehr begrüßt wird!
Also was tun? Einfach in der Woche vom 23. bis 29. April “Tribute” via iTunes, Amazon & Co. downloaden und so – sofern genug Leute mitmachen – Platz 1 der deutschen Single-Charts erklimmen lassen. Wollen wir doch mal sehen, ob wir der gesammelten RTL-Zuschauerschaft was entgegenzusetzen haben und der DSDS-Eintagsfliege Einhalt gebieten können…
Mehr Infos gibt’s in den entsprechenden Gruppen bei Facebook, Studi- und MeinVZ, sowie – Hallo Mama! – bei WKW. In diesem Sinne: Spread the Message!
(Und meine Meinung zur umstrittenen Flughafen-Mission)
Wenn es euch geht wie mir, dann vernachlässigt ihr derzeit mal wieder euer Blog verbringt ihr derzeit eure rar gesäte Freizeit vor eurem system of choice und zockt Modern Warfare 2. Wenn dem so ist und ihr euch eure Nächte seit dem Beenden der kurzen, aber großartigen Solo-Kampagne im Multiplayer-Modus um die Ohren schlagt, wird euch das folgende Video gefallen. Zu sehen bekommt ihr darin nämlich nicht weniger als den spektakulärsten Kill aller Zeiten. Ja, wer sowas kann, der braucht auch keine Kill Streaks…
Bevor es aber soweit ist und wir hier unreflektiert den “Killerspielen” huldigen, noch ein paar Worte bezüglich meiner Meinung zur umstrittenen Flughafen/Terroristen-Mission: Klar, ist sie heftig. Soll sie ja auch sein. Und ob so etwas sein muss, weiß ich nicht und wage es hier – da es sich nur um den mehr oder weniger tragenden Teil einer ansonsten eher hanebüchenen Story handelt – auch zu bezweifeln. Allerdings steht für mich auch felsenfest, dass eine derartige Provokation auch und vor allem in Computerspielen möglich sein muss. Wo kämen wir denn dahin, wenn einem Medium (und sei es wegen seiner Interaktivität)1 Inhalte verweigert würden, die in anderen Medien zur Tagesordnung gehören? Richtig, Bücher haben unsere Frauen und Kinder auch nicht verdorben, obwohl wir das gesamt-geschlichtlich gesehen erst neulich noch dachten. Also werden die Postals, GTAs und Call of Dutys dieser Welt auch nicht das Abendland abfackeln. Und last but not least, das Killerargument: das Ding ist ab 18 und gehört einfach nicht in Kinderhände.
Und weil ihr so brav wart und den Text bis hierher durchgelesen habt, hier – wie versprochen – das Video. (Und wehe einer klickt drauf, ohne mitgelesen zu haben!)