Also ich setze darauf, dass die Grippewelle demnächst nach Tennessee kommt. (via)
Grippespaß mit Google Nov 12
Zucker in der Jugend, faule Zähne im Alter Dez 16
Mit meinen Zähnen hatte ich eigentlich noch nie Probleme. Wenn nicht gerade äußere Gewaltanwendung die Ursache der Schmerzen war, dann wüsste ich nicht, wann ich mal richtige Zahnschmerzen gehabt haben sollte. Dies, liebe Leserinnen und Leser, sollte sich am vergangenen Freitag schlagartig ändern: Auf dem Nachhauseweg vom Campus bemerkte ich “leicht drückende” Schmerzen. Bis ich zuhause war, sollte es jedoch immer stärker werden. Abend und Nacht waren schmerztechnisch nicht weiter erwähnenswert.
Aber zu früh gefreut. Beim Aufstehen fiel ich in ein tiefes, einem jeden Zahnarzt Freudentränen in die Augen treibendes Loch aus Schmerz und pochen. Der Übeltäter war schnell ausgemacht: Nummer 22, das Arschloch, verdirbt mir jegliche Freude am Essen und am Wochenende. Nein, das macht ganz und gar keinen Spaß - ich will nur noch ne Flasche Whiskey zum Zahnarzt!
Zahnärzte(helferinnen) hier, die mich mit schmerzlindernden Tipps versorgen wollen?
Saturday Night Adventure Jun 23
Stellt euch folgende Situation vor: Gegen 3:30 Uhr Nachts verlasst ihr eine Party. Während ihr an der Straße auf euer Taxi wartet, findet ihr euch in einem dieser Wortgefechte wieder, die in unserem Alter schon mal ausgetragen werden müssen. Unvermittelt plötzlich spuckt ihr Blut, Kopf küsst Asphalt, eure Brille ist kaputt (sofern ihr Brillenträger seid) und der linke Schneidezahn geht in die Geschichte ein. Was nun? Ärztlicher Support wäre ganz nett…
Die Welt, wie sie sein sollte: Per Taxi geht’s ins Krankenhaus. Dort bezahlt man euer Taxi (wie zum Beispiel in England üblich) und ihr werdet von einer gutaussehenden Ärztin um eure Schmerzen gebracht. Schließlich geht’s zum zahnärztlichen Notdienst, der rund um die Uhr geöffnet hat, wo dem halben Zahn eine provisorische Krone verpasst wird, damit ihr nicht ausseht wie der Schläger vom Dienst. Um 5:00 Uhr bekommt ihr zuhause euren wohlver- dienten Schlaf und am nächsten Morgen geht’s zur weiteren Behandlung zum Zahnarzt.
Die Welt, wie sie ist: Per Taxi geht’s ins Krankenhaus; ihr seid 20 Euro leichter. Es geht Richtung Notaufnahme, wo ihr einer gnomhaften Schwester euer Leid und eure Schmerzen klagt - die höllischen Kopfschmerzen (Aua, der Asphalt!) nicht zu vergessen! “Nein, dafür sind wir hier nicht zuständig!” entgegnet euer unfreundliches Gegenüber. “Na, wer denn dann? Ich habe Schmerzen!” eure Antwort. “Wenn sie jetzt nicht gehen, müssen wir die Polizei rufen und sie bekommen Hausverbot!” Hausverbot im Krankenhaus ist natürlich ne üble Sache. Ja, hier kommt ihr nicht weiter. Erst mal per Auskunft beim zahnärztlichen Notdienst anrufen, der zu eurer freudigen Überraschung erst um 10:00 Uhr Morgens öffnet. Alternative: Nächste Klinik in der nächst größeren Stadt aufsuchen (wäre man Hartz-IV-Empfänger müsste man sich spätestens jetzt von dem ollen Schneidezahn verabschieden, den das Taxi wäre schlicht unbezahlbar). Das Zauberwort heißt Uniklinik, wo euch nach Abgabe weiterer 10 Euro endlich - mittlerweile sind es 8:00 Uhr - geholfen wird: es gibt Schmerzmittel und neben der Versiegelung eures halben Zahns wird euch eine leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert. Schlussendlich werdet ihr aber auch hier an den zahnärztlichen Notdienst verwiesen, der natürlich auch etliche Kilometer entfernt ist. Um 10:00 Uhr trefft ihr beim zahnärztlichen Notdienst ein, wartet eine halbe Stunde im Wartezimmer, eine weitere im Behandlungszimmer und gegen 11:30 Uhr verlasst ihr die Praxis mit einem Röntgenbild eurer Zähne. Nicht mehr, nicht weniger. Montag sollt ihr wiederkommen. Nun aber noch zur Apotheke um weitere Schmerzmittel zu erwerben und schließlich ist man um 13:00 Uhr zuhause. Gute Nacht.
———
Leider ist es mir heute genauso ergangen. Zahn fehlt, Kopfschmerz und die Hand hat wohl auch was abgekommen. Nun gut. Dass ich aber eine 10-stündige Odyssee auf mich nehmen musste, um irgendwie ärztlich behandelt zu werden - was im Endeffekt jedoch nicht wirklich was gebracht hat - ist eine Frechheit. Vor allem während der Verantwortliche in dieser Zeit sein Bett vollgefurzt hat. But hey, that’s life … isn’t it?
It’s my life Jun 10
Tagebuchblogging soll ja sympathisch machen und dem voyeuristischen Leser vermitteln, dass nicht nur sein Leben banal und langweilig ist, sondern auch das seines Lieblingsbloggers. Also will auch ich an dieser Stelle die Illusion des BlogrockersTM kitten und bringe euch - nach meiner persönlichen Vorratsdatenspeicherung - nun auch noch mein Offline-Leben:
Liebes Blog, bin am Samstagmorgen um 20 vor 7 nach Hause gekommen. Weil putzmunter direkt mal in die Bäckerei spaziert und total zerknittert einen Großeinkauf getätigt. Zuhause dann für alle hier im Haus lebenden Personen Frühstück gemacht und alle geweckt (hehe). Dann ins Bett. Bis zu Scrubs. Am Abend ne kleine Einkaufstour und auf den Friedhof. Die restliche Zeit mit diversen Serien und Mario Strikers Blabla verbracht. Zwischendurch immer wieder von Übelkeit und Hitzeattacken übermannt worden. Familie führt dies auf spätes Nachhausekommen zurück - Idealisten! Schließlich diesen Blogeintrag verfasst und dem Leser, dir, wertvolle Lebenszeit gestohlen. Nun wahnsinniges Lachen und Bett.
Mir san a bayrische Band Apr 22
Ich war ja übers Wochenende in München und “wenn man mal für knapp zwei Tage München erkunden kann”, dachte sich mein Köper, “dann kann man doch auch krank werden. Mit Fieber und so. Das wird ihn upfucken, den Eay.” So ist er also zu mir, mein Körper. Nun ja, ich lag tatsächlich am Samstag flach im Hotelzimmer und konnte es selbst kaum glauben. Dennoch: Am Freitag war ich fit und konnte mir die Allianz Arena ansehen…
Und ja, ich muss es zugeben, die Bayern haben sich dort mitten ins Nirgendwo ein schönes Stadion gesetzt. Fußball gucken par excellence. Am Freitag spielten jedoch der 1. FC Köln und 1860 München: beide Mannschaften schwach und Torchancen waren nie Eigenwerk. Schließlich gewannen die Löwen, was ein paar Dutzend Kölner Fans jedoch nicht den Tag vertrübte, so dass sie den Weg vom Stadion zur Bahn mit “Nie mehr 2. Liga!“- und “Wir sind nur ein Karnevalsverein!“-Gesängen untermalten, was die Löwen-Fans offensichtlich nicht verstehen konnten: neben mir hörte ich einen 60er-Fan auf tiefstem Bayrisch einen anderen fragen, warum die FC-Anhänger immer noch singen, worauf dieser auf ebenso tiefstem Bayrisch mit “Du weisst schon: Jeder Jeck is anders” antwortete. Schön.






