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Einträge, die mit geschichte getaggt wurden.

Band of Brother-Nachfolger: The Pacific

Dass ich vor einigen Wochen erstmals Band of Brothers gesehen habe und ziemlich begeistert von der zehnteiligen HBO-Miniserie von 2001 war, wissen meine Follower ja bereits.

Umso erfreulicher ist’s, dass mit The Pacific im März nächsten Jahres eine weitere Weltkriegs-Miniserie bei HBO starten soll. Ebenfalls von Steven Spielberg und Tom Hanks produziert, ebenfalls in zehn Teilen, nur wird dieses Mal halt nicht der Krieg in Europa, sondern die Gefechte mit den Japanern wiedergibt. Bleibt zu hoffen, aber davon gehe ich eigentlich aus, dass die Serie genauso gut wie ihr BoB wird. Gegen die Wartezeit hier der Trailer (mit Dank an Nerdsnacks für den Tipp!):


(YouTube Direktpazifik)

20. Jahrestag des Tian’anmen-Massakers


Heute vor 20 Jahren wurden die Demonstrationen der Demokratiebewegung in China blutig niedergeschlagen. Einen Tag später stellte sich ein später “Tank Man” oder “Unknown Rebel” genannter, unbekannter Mann vor eine Panzerkolonne. Das Foto, dessen Hintergründe im NYT-Blog Lens beleuchtet werden und das hier oben mit Lego nachgestellt wurde, ging um die Welt. Diese missbilligte das Vorgehen der chinesischen Regierung verständlicherweise und der “Vorfall” ist uns heute allen als Tian’anmen-Massaker bekannt. — Den Chinesen jedoch nicht. Dank Zensur und der 1984-ähnlichen Auslöschung der Geschichte hat man es geschafft, dass etwa chinesische Studenten keinerlei Ahnung haben, was auf dem Bild zu sehen ist.

Da eayz.net laut dieser Webseite jedoch noch nicht von der Great Firewall of China geblockt wird, besteht mit diesem Post immerhin der Hauch einer Chance, dass einer unserer milliarden chinesischen Leser hellhörig wird und sich fragt, was auf obigem Lego-Bildchen eigentlich zu sehen ist, den Links folgt und vor Ort eine neue Demokratiebewegung anzettelt. (via & mehr)
(Foto “Tiananmen Square” von Balakov, cc-lizensiert.)

köst.lich.es #12

Hey, die letzte Ausgabe unserer Linksammelposts köst.lich.es liegt zwar schon knapp 15 Monate zurück, aber weil sie sich so großer Beliebtheit erfreuen (tun sie doch, oder?) und weil hier RaR-bedingt die Tage so wenig los ist, dachte ich, “warum nicht wiederbeleben?” Im folgenden und dann in unregelmäßigen Abständen also wieder klickwerte Links.

Deutsche Ausgabe des Wired Magazins? · Condé Nast überlegt eine deutschsprachige Wired-Ausgabe auf den Markt zu bringen und Hendrik überlegt, wie das aussehen könnte. Mir persönlich würde der günstigere Bezug der US-Ausgabe vorerst gänzlich genügen.
Internet Mapping Project · Kevin Kelly, einer der Mitbegründer des US-Wired, hat die Leser seines Blogs dazu aufgefordert, Karten des Internets anzufertigen. Einige sehr nette und skurrile Sichtweisen dabei. (via)
The First Blogger · Oder um es mit DÄ zu sagen: “Wie hat das eigentlich alles angefangen?” Eine Frage, die sich nicht so leicht beantworten lässt. (via)
Die Generation C64 schlägt zurück · SpOn beschreibt am Streit um Zensursulas Internet-Sperrlisten, wie wir digital natives es satt haben, dass über unsere Köpfe hinweg regiert wird. Für SpOn außergewöhnlich lesenswert & sogar auf der guten Seite der Macht.
100 Best Movie Lines in 200 Seconds · 100 Best Movie Lines in 200 Seconds.

Mäuse

Irgendwie Passend zum Darwin-Jahr: die Evolution der Computermaus. Vom soliden Holzklotz, über die erste salonfähige Microsoft-Maus zum Schnäppchenpreis von 195 $ bis zum angeblich wärmespendenden, aber vor allem anzüglichen Mäuse-Minirock.

Schwachsinnige Bonusfrage: Welche Maus benutzt du und warum? Ich fang mal an

Der cruise’sche Stauffenberg

Operation Walküre, der Film über das Stauffenberg Attentat und den versuchten Staatsstreich vom 20. Juli 1944 wurde hierzulande ja bereits von jedem, warum auch immer dazu befähigten und/oder berufenen Medienmenschen von allen erdenklichen Seiten beleuchtet und durchgekaut. Während der Dreharbeiten, längst bevor der Film die hiesigen Kinos erreichen sollte, während der Premiere und danach. Alles nur, weil der (unter)durchschnittliche Hauptdarsteller ein der Scientologe per se ist und so einer natürlich nicht das Gesicht des Deutschen Widerstands verkörpern sollte. Die ganze Diskussion ist vielleicht nicht gerechtfertigt, wahrscheinlich ist sie es schon, aber auf jeden Fall ist sie ermüdend und im Endeffekt mehr als ertraglos. Euer schreibfauler Lieblingsrezensionist wird seine kostbaren Ressourcen daher also nicht für diesen Diskurs aufbringen, sondern direkt im eigentlichen Film einsteigen.

Bryan Singer, der immerhin immer wieder für die leblosen Reinkarnationen von Superman verantwortlich ist, hat mit Operation Walküre einen typischen Heist-Movie geschaffen. Zu jeder Zeit beschäftigt sich der Film mit dem Plan Hitler zu töten und seine Regierung abzusetzen. Warum dass getan werden muss, ist natürlich nicht weiter erwähnenswert und wird daher nur obligatorisch abgehandelt. Die Beweggründe vom, von Tom Cruise dargestellten Claus Schenk Graf von Stauffenberg dürften meines Erachtens jedoch elementar für die Entwicklung des Films und die Einbeziehung des Zuschauers sein, dennoch werden sie ebenso übergangen. Er hat halt was gegen die Nazis und ihre Methoden. Und daher muss er ein super Typ sein. (Dass das historisch zumindest bezweifelt werden kann, zeigen verschiedene Briefe von Stauffenberg, in denen er nationalsozialistisches Gedankengut offenbart. Diese berechtigten Zweifel an Stauffenberg verschweigt der Film natürlich und verständlicherweise weitestgehend.)

Historisch hat man also das ein oder andere Mal ‘geschummelt’, damit der Film überhaupt funktioniert und unterhaltsam wird. Und wenn man davon absieht, dass es Cruise zu keiner Zeit gelingt, seine eigene Haut abzustreifen und den Deutschen wirklich zu verkörpern, dann gelingt es Valkyrie seinen Anspruch auf Unterhaltung zu erfüllen – untermauert mit der richtigen (und notwendigen!) Portion Respekt, ergo Bedrückung. Zumindest außerhalb von Deutschland. Hier jedoch ist jeder dank des Geschichtsunterricht mit dem Verlauf und Ausgang der Geschehnisse vertraut und wenn man Plan, Probleme und Ende kennt, funktionieren Heist-Movies natürlich nicht.

EMDb – Rating: 2,5/5

Alternative Filmposter aus Polen


Hier hat jemand 50 alternative Filmposter aus Polen gesammelt. Zwischen toll und trashig ist alles dabei. Hier oben seht ihr zum Beispiel die polnischen Poster von “The Empire strikes back” und – ganz unverkennbar! – “Alien”. (via)

Der braune Kapitän

Wer neulich dachte, dass DC Comics bereits mit dem Nazi-Dinosaurier Tyrannosaurus Reich (Zitat: “Fliegende Affen??!! Ich hab’s Gefühl ich bin nicht mehr in der Kaiserzeit…”) den nationalsozialistischen Vogel abgeschossen hat, den muss ich enttäuschen, denn scheinbar hat DC noch weitere, ebenso fehlgeleitete Figuren im Ärmel. Etwa Captain Nazi.


Hinter diesem einfallsreichen Namen verbirgt sich ein Erzfeind von (DCs) Captain Marvel, der das erste Mal 1941 in Whiz Comics #21 auftauchte und seitdem immer mal wieder sein braunes Unwesen im DC-Universum treibt und die Marvel Family auf die Palme bringt. Die obigen Panel (“… nobody much liked this symbol in the past, and I guarantee it’s less popular now!”) stammen übrigens aus einer Ausgabe von “The Power of Shazam!” von 1996, in der Captain Marvel Jr. den ollen Fascho zur Strecke bringt und ihn zurück nach Europa schickt, wo er für seine im Krieg begangenen Verbrechen verurteilt wird.

Im Januar 2006 wird Captain Nazi, der mit bürgerlichem Namen übrigens Albrecht Krieger heißt, in Batman #647 (!) endlich besiegt. Leider ist sein Ableben jedoch nicht von langer Dauer und schon bald taucht er wieder auf und macht der JLA und insbesondere Wonder Woman das Leben schwer. Bleibt zu hoffen, dass diese ihm schwer zusetzen kann. Und DC nicht noch mehr Nazi-Figuren rumlungern hat…

Update: Ohje. Haben sie doch. Baron Blitzkrieg zum Beispiel.

2001: Odyssee im Google-Index

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