
Habe gerade den 45 Minuten langen Kurzfilm Das Wunder von Wien gesehen, eine fiktive Dokumentation über Österreichs Sieg bei der diesjährigen Europameisterschaft. Mit der äußerst gelungenen Mockumentary hat sich der ORF seinen Wunschtraum vom eigenen Sommermärchen erfüllt: der fiktive Bayern-Reservist Peter Hruska wird im Eilverfahren eingebürgert und schießt die österreichische Nationalmannschaft daraufhin ins Finale. Samt Neuauflage von Córdoba, Polen-Randale, roter Karte für Lehmann und Finalsieg gegen Holland (siehe ‘Bild’). Dazu gibt’s Interviews und Kommentare mit (echten Personen wie) Franz Beckenbauer, Karl-Heinz Rummenigge, Leo Beenhakker (Trainer der Polen), Günter Netzer und Gerhard Delling, Toni Polster und Peter von den Sportis. Außerdem natürlich allerhand österreichische Prominenz.
Was dabei rausgekommen ist, kann sich sehen lassen und ist - um es mit des Kaisers Worten zu sagen - aus Sicht “des Deutschen” zutiefst unterhaltsam. Einen Download gibt’s zwar leider nicht, aber dafür kann man sich den Film problemlos vom ORF auf den heimischen Computer streamen lassen. Und sollte das auch tun.
von Eay · in Filme, Sport · 2 Kommentare »
Bei MTV Nach dem Klick gibt’s die ersten fünf Minuten von Where in the World Is Osama Bin Laden?, dem neuen Film von Morgan Spurlock. Obwohl seine “Überraschung: täglich drei Menus bei McDonald’s sind ungesund! Wer hätte das gedacht?”-Doku Super Size Me zwar thematisch interessant, letztendlich aber totlangweilig war, gefällt mir die Osama-Suche auf Anhieb besser. Ich denke, ein Kinobesuch ist drin. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann sich die first five minutes nach dem Klick ansehen: Weiterlesen »
von Eay · in Filme · Kommentieren »
Da man ja von irren Eisbären und ihren ebenso irren Südländerfreunden nie genug bekommen kann, habe ich mir die Dokumentation Unsere Erde angesehen. Der 1 ½ Stunden lange Film recycled Planet Erde, eine TV-Doku der BBC, und verwurstet deren bisher ungesendetes Material. Das alles ist aber nicht weiter schlimm, schließlich sind die Bilder auch so - und im Kino umso mehr - beeindruckend (und schließlich hab ich die Fernsehdoku nicht gesehen). Gezeigt wird eine kleine Rundreise um unsere Erde vom Norden über den Äquator in den Süden. Dabei sehen wir allerhand Klein- und Großtier, die Hauptrolle spielen aber unsere alten Bekannten, die Eisbären, Elefanten, Löwen und Wale. “Exotischere” Tiere wären zwar nett gewesen, aber die Power von Simba, Willy & Co. ist halt einfach zu groß, schätze ich. Der Sprecher hingegen fällt erst einmal positiv auf, hält er sich doch wunderbar zurück und lässt die Bilder für sich selbst reden. Die ein oder andere Zusatzinfo wäre zwar wünschenswert gewesen, aber hier ging’s - das hat uns ja schon das Marketing klar gemacht - um die imposanten Bilder. Und die sind wirklich imposant, so dass sich deren begucken lohnt. Wer hingegen eine wirklich aufschlussreiche Tier- unf Naturdokumentation will, der sollte sich anderweitig umsehen.
von Eay · in Filme, Kinolog · 2 Kommentare »