Viele Leute machen täglich Selbstportraits, die von Jeff Harris sind allerdings einen Ticken sehenswerter: Bereits seit über zwölf Jahres macht Harris Fotos von sich bzw. lässt Fotos von sich machen. Von seiner Familie, seinen Freunden und einigen Prominenten. Und damit er nicht 365 Bilder im Jahr auf der Couch zu sehen ist, unternimmt er dabei einiges. In der nachfolgenden, von Time LightBox produzierten Doku erzählt Harris davon. Und was zu Beginn echt lustig ist, wird, nachdem er von seiner Krebserkrankung und anschließender Behinderung berichtet, echt traurig, um dann aber vor allem bemerkenswert zu werden, da Harris sich nicht von diesem Schicksalsschlag hat unterkriegen lassen.
Corman’s World: Exploits of a Hollywood Rebel
Hier der Trailer zu »Corman’s World: Exploits of a Hollywood Rebel«, einer Doku über das filmische Schaffen von Roger Corman, dem King of B-Movies, der zwischen Frauenknast, Aliens und Bikergang über 400 Filme mit meist sehr geringem Budget mitproduzierte und bei dem Hollywoodgrößen wie Martin Scorsese, James Cameron und Francis Ford Coppola das Regieeinmaleins erlernten. In dem Film wird Cormans Karriere anhand von Interviews mit Kollegen wie u.a. Jack Nicolson, Robert de Niro und Quentin Tarantino nachgezeichnet, und das ganze sieht überaus vielversprechend aus. In den USA startete der Film bereits im Dezember, wann, wie und ob »Corman’s World« es nach Deutschland schafft, ist derzeit nicht bekannt.
»Mein liebster Feind« bei Arte+7
Neulich noch was draus gebracht, jetzt gibt’s Werner Herzogs überaus sehenswerte Dokumentation »Mein liebster Feind« über sein Verhältins zu Klaus Kinski für eine Woche lang kostenlos bei Arte+7 zu sehen. Jeder, der sich auch nur annähernd für Herzog, Kinski oder das Filmemachen interessiert, sollte sich die anderthalb Stunden sofort geben, sofern er das nicht schon längst getan hat. (via I heart Pluto)
Und *hust*, in dem Zusammenhang sei auch nochmals die überaus gute, installierens-, unterstützens- und liebenswerte Mediathek.app erwähnt, *hust*.
Kurzfilm: Welcome To Planet Earth
Seitdem uns Andreas Türk und Bärbel Schäfer verlassen haben, ist es ruhig geworden in UFO-Deutschland. Den von UFOs entführten Erwin Koslowskis und mit Analsonden penetrierten Lieschen Müllers fehlt seitdem schlichtweg die Plattform, um von ihrer aberwitzigen Begegnungen der dritten Art zu berichten. In den USA sieht das anders aus: dort brummt das Business mit den Kornkreisen und grünen Männchen nach wie vor. Zwar ist es nicht mehr wie zur Hochzeit der X-Akten, aber wer nur lange genug auf seine Entführungsgeschichte besteht, kommt früher oder später ins US-Fernsehen oder zumindest eine Illustrierte, die den Weekly World News in nichts nachsteht.
Oder aber man bekommt einen eigenen Kurzfilm spendiert. Wie im Fall von Jody Pendarvis aus Bowman, South Carolina geschehen, der in seinem Vorgarten ein das UFO Welcome Center errichtet hat. Bös bezungte Aliens würden das zwar nur für einen Haufen Schrott halten, aber für Pendarvis ist es nicht nur Rückzugsort und Hobby, sondern auch Lebensinhalt. Die neun Minuten lange Dokumentation der Livingston Bros. zeigt dies auf sehr behutsame und sehenswerte Weise.
Exporting Raymond
(YouTube Direktexport, via Spreeblick)
Ich habe »Alle lieben Raymond« nie so richtig verfolgt, euch aber vorvorgestern davon erzählt, dass der russische Fernsehsender CTC, der gerade »How I met your Mother« lokalisiert, auch schon ein erfolgreiches, russisches Remake von »Everybody loves Raymond« produziert hat. Perfektes Timing, denn wie sich herausstellte, hat Philip Rosenthal, der Erfinder von Raymond, gerade zu genau diesem Umstand eine Dokumention gedreht: »Exporting Raymond« zeigt seine überaus bizarre Reise in die russische Kultur und Fernsehlandschaft. Könnte (sehr) gut werden – vor allem wenn man schon mal ein “westliches” Studio von innen gesehen hat.
Tschernobyl-Doku: Alone in the Zone
»Alone in the Zone« ist eine die Tschernobyl-Dokumentation der besonderen Art: Anstatt einmal mehr die Chronologie und Hintergründe der Katastrophe aufzuzeigen, möchte Arkadiusz Podniesinski, Regisseur, Kameramann und Film-Crew in einem, einen möglichst realistischen und unverfälschten Eindruck der Zone 25 Jahre nach dem Super-GAU vermitteln. So macht er sich mittels Helmkamera auf und besucht mehr oder weniger bekannte Orte in und um Tschernobyl und sogar die Reaktoren selbst – was nicht ohne Absicht wie ein Ego Shooter in einer postapokalyptischen Schreckensvision aussieht.
Im April diesen Jahres soll der Film, für den Podniesinski sich meines Wissens nach in Lebensgefahr begeben hat, denn eigentlich soll man sich nur über die asphaltierten Straßen durch die Todeszone bewegen, veröffentlicht werden und ich bin mehr als gespannt. Hier noch ein paar mehr Eindrücke seiner Reise. (via Seitvertreib)
Wikileaks – Rebellen im Netz
Das ging zwar schon mindestens einmal durch die komplette Blogosphäre, aber ich habe es mir gerade erst angesehen und es ist einfach zu wichtig, um es nicht zu bringen: Die schwedischen Journalisten Bosse Lindquist und Jesper Huor haben Julian Assange, den Mann hinter Wikileaks, und sein Team sechs Monate lang begleitet und berichten nun in der Dokumentation “WikiRebels – The Documentary” über den Werdegang von Assange und Wikileaks und warum das Veröffentlichen dieser Geheimdokumente so unglaublich wichtig ist. Im folgenden findet ihr die deutsche Fassung, die der ORF vor ein paar Tagen gesendet hat und die ihr euch unbedingt ansehen solltet, sofern ihr das nicht eh schon getan habt.
Mini-Doku über 25 Jahre Rock am Ring
Manche Menschen warten auf Weihnachten. Manche auf ihren Hochzeitstag auf Sylt. Es gibt auch welche, die warten nur auf ein Jubiläum…
Ja, wie immer habe ich meine Karte schon (schließlich feiere auch ich in diesem Jahr 25jähriges Jubiläum) und weil dieses Blog ja auch sowas wie ein Rock am Ring-Fanblog ist, darf der folgende, offizielle Trailer in Doku-Form hier natürlich nicht fehlen. Der Sprecher hat zwar ne olle Erzählbärstimme und objektiv ist auch anders, aber – wer schon mal da war, wird mir zustimmen – die fünf Minuten Bewegtbild zeigen so ziemlich worum’s beim Ring geht und wie es sich anfühlt (*nass*).
Und wer nach Sichtung (wieder) so richtig heiß geworden ist und noch keine Karte hat, der sollte sich beeilen, denn 70.000 der 85.000 Tickets sind bereits verkauft.






