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Einträge, die mit deutschland getaggt wurden.

Tom Hanks über Deutschland

Tom Hanks war im Dezember bei David Letterman und erzählte dort, wie er während der Dreharbeiten von Tom Tykwers neuem Film »Cloud Atlas« in Deutschland war. Er berichtet dem US-Publikum dabei von unseren Autobahnen, VW, Eisenhüttenstadt und deutschen Verkehrsschildern. Und was für die Amerikaner schon ziemlich lustig ist, ist für uns nochmal ungleich unterhaltsamer! Im folgenden der erste Teil (ab 04:35 redet er über »Cloud Atlas« und Germany), den zweiten Teil, in dem es allerdings nicht mehr um Deutschland geht, gibt’s hier.


(YouTube Direkthanky, via Equilibrium)

WordPress-Plugin: Spätvorstellung

Prolog

Die Idee zu folgendem Plugin hatte ich Anfang des Jahres als ich auf der Arbeit auf den Amy&Pinks und electrus dieser Welt herumsurfte (beides – einmal mehr, einmal weniger – Vertreter der eher nsfw‘en Bloggerszunft). Manche der dort veröffentlichten Beiträge waren im wahrsten Sinne des Wortes unter der Gürtellinie und das ganze Blog somit am Büro-PC zur No-Go-Area verdammt. Schade: wegen ein paar Brüsten muss auf die Geschlechtsteil-freien, Pulitzer-Preis verdächten Artikel verzichtet werden. So will es der Arbeitgeber. Kann man nichts machen.

Kann man doch, dachte ich mir. Wenn ich hier anstößige Inhalte posten würde, würde ich meine arbeitende Leserschaft gerne vor der Bredouille, im Büro beim Surfen auf “diesem Schmuddelblog” erwischt zu werden, schützen. Warum also die entsprechenden Beiträge nicht erst zum Feierabend anzeigen? Effektiv und (wenn man’s nicht übertreibt) ein lustiger Gag. Ich schrieb ein paar Zeilen Code, die genau das taten … und hab nie wieder dran gedacht. Bis dieser Tage das Ungetüm von JMStV mit seinen Folgen die Runde machte. Plötzlich waren Blog-Sendezeiten kein Gag mehr, sondern bittere Realität…

Nun bin ich wahrlich kein Freund dieser schwachsinnigen Regulierungswut, halte diese Sendezeitensache aber weiterhin für einen wahnwitzigen Gag (die Betonung liegt auf wahnwitzig). Deswegen und weil es für den ein oder anderen in Anbetracht der mysteriösen Gesetzeslage vielleicht doch nützlich ist, habe ich den Code nochmal rausgeholt und ein kleines WordPress-Plugin gebastelt.

Das Plugin

Mein kleines WordPress-Plugin hört auf den Namen Spätvorstellung und ermöglicht es, einen Artikel oder eine Seite (oder auch nur einen Teil davon) erst nach und nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit anzeigen zu lassen. So lassen sich “Sendezeiten” für einzelne Beiträge, z.B. von 22 bis 6 Uhr, einrichten. Tagsüber wird anstelle des eigentlichen Inhalts nur der folgende, beliebig anpassbare Hinweis angezeigt:

Der folgende Beitrag ist für Büro-PCs und Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet, weshalb er ausschließlich zwischen 22 und 6 Uhr zu sehen ist. (Warum?)

Zwischen 22 und 6 Uhr wird anstelle dieses Hinweises der eigentliche Beitrag plus die Info, dass dieser Beitrag nur in einer bestimmten Zeitspanne zu sehen ist, angezeigt. Hier könnt ihr euch das ganze einmal live und in Farbe ansehen.

Einbindung

Der Inhalt (am besten ein ganzer Beitrag oder ein Absatz), der später angezeigt werden soll, wird einfach zwischen die zwei [spaeter]-Shortcodes gesetzt:

[spaeter]Dieser Inhalt wird später angezeigt.[/spaeter]

Dabei ist all das möglich, was WordPress auch sonst so kann. Embed-Codes von YouTube & Co. gehen genauso wie PHP via PHP Execution und so weiter. All das, was außerhalb der Shortcodes steht, wird ganz normal davor/danach angezeigt.

Anforderungen

Spätvorstellung wurde mit WordPress 3.0 getestet. Das Plugin nutzt WordPress’ Shortcodes. Diese wurden mit Version 2.5 eingeführt, weshalb es durchaus möglich ist, dass das Plugin bereits ab 2.5 läuft. Wurde aber, wie gesagt, nicht getestet.

Download & Installation

  • spaetvorstellung.zip downloaden und entpacken
  • den Ordner spaetvorstellung via FTP in den Ordner /wp-content/plugins/ kopieren
  • das Plugin im Admin-Panel (unter “Plugins”) aktivieren
  • Fertig! – Spätvorstellung ist einsatzbereit, ggf. möchtest du noch etwas anpassen

Anpassen

Spätvorstellung kann über das Admin-Panel (unter “Einstellungen / Spätvorstellung”) komfortabel und, wie ich hoffe relativ selbsterklärend, an persönliche Bedürfnisse angepasst werden. Neben dem Zeitfenster lassen sich auch die Gestaltung und der Text der Hinweis-Infoboxen, sowie der Erklärungslink beliebig verändern.

Mit der Korrektur ist es möglich die Zeit anzupassen, falls es durch Zeitumstellung, falsche Serverzeit usw. zu Unregelmäßigkeiten kommt. Wenn z.B. unter “Ab wann?” 22 Uhr eingestellt ist, der Beitrag nach 22 Uhr aber immer noch nicht angezeigt wird, ist es möglich, dass es auf dem Server erst 21 Uhr ist. Mit +1 ließe sich die Uhrzeit in dem Fall korrigieren.

Um die Standardeinstellungen wiederherzustellen, musst du das Plugin lediglich einmal deaktivieren und wieder aktivieren. Bedenke, dass das auch heißt, dass deine Spätvorstellung-Einstellungen verloren gehen, sobald du das Plugin deaktivierst. It’s not a bug, it’s a feature!

Feedback

Ich freue mich über Fragen, Lob, Kritik, Verbesserungsvorschläge und entdeckte Bugs (okay, über die weniger) in den Kommentaren oder per Mail an .

Danke, David.


(YouTube Direktmauerfall)

Update, 12.11.: Passend dazu, gerade bei Popmoderne gefunden: The Hoff, der während der MTV EMAs 2009 erklärt, dass er für den Fall der Mauer verantwortlich ist (leider ohne Bewegtbild). “Alles klar?!”

Inglourious Basterds – Review

Da hätten wir ihn also endlich1: Inglourious Basterds, Quentin Tarantinos neuesten Streich, der irgendwo zwischen “Blut beim Gerinnen zuschauen” und seinem Meisterwerk liegt, wie man dieser Tage in den Feuilletons und Blogs der Republik lesen konnte. Und ehrlich gesagt, ich hatte auch meine Zweifel, ob die Basterds das werden könnten, was Millionen Filmfans sich erhofften. Denn seien wir mal ehrlich: die bei jedem neuen Tarantino geäußerte Kritik, dass der Regisseur einmal mehr den selben Film in ein anderes Genre transferiert, ist nicht unbegründet. Bei Tarantino sind alle Figuren Tarantino. Ob Auftragskiller, Bauernopfer oder Nazi-Oberst – sie alle sind wahre Film- und Popkulturfreaks, die nebenbei ganz selbstverständlich über Dinge philosophieren, von denen der gemeine Zuschauer noch nie etwas gehört hat. Auch Inglourious Basterds ist in dieser Hinsicht keine Ausnahme.

Doch – wie die meisten von euch bereits wissen – ist die Geschichte um die Truppe jüdischer US-Soldaten auf Nazijagd nicht nur eine Geschichte um eben diese Inglourious Basterds. Aldo Raines (Brad Pitt) Mannen sind nur ein Puzzleteil in Tarantinos Kriegsfilmpuzzle. Ein anderes ist die Geschichte von Shosanna Dreyfus, einer jungen Jüdin, die mit ansehen muss, wie SS-Mann und Oberpuzzleteil Hans Landa (Christoph Waltz) ihre Familie ermorden lässt. Sie selbst kann zwar fliehen, doch wie es der Autor so will, kreuzen sich Shosannas und Landas Wege einige Kriegsjahre später erneut: sie betreibt mittlerweile unter falschem Namen ein Kino in Paris, in dem die Weltpremiere zu Goebbels neuestem Propagandafilm “Stolz der Nation” stattfinden soll, Landa ist für die Sicherheit der Veranstaltung zuständig – denn die gesamte nationalsozialistische Führungsetage hat sich angekündigt. Hier kommen wiederum die Basterds ins Spiel, die hier die einmalige Chance wittern, besagte Veranstaltung zu sprengen und Hitler & Co. auszuschalten. Doch natürlich plant auch Shosanna ihren ganz eigenen Rachefeldzug…

Der Triumpf des Kinos über Nazi-Deutschland! – Wer das nicht liebt, der kann kein guter Mensch sein. Aber ist Inglourious Basterds wirklich so gut, wie man überall liest? Kurz und knapp: Ja. Ausführlicher: Der Film ist großartig. Selten hat man so lange Dialoge so spannend inszeniert gesehen, selten so gutes Schauspiel in einem Film und ja, auch in einer Person vereint. Ungeachtet der Tatsache, dass es sich bei Tarantinos Buch und seiner Figur Hans Landa um kleine Geniestreiche handelt: Chistoph Waltz brilliert als Landa. Wenn der SS-Standartenführer spricht, dann brennt die Luft. Wenn er in einer Szene nicht mitspielt, so ist er dennoch präsent. Fantastisch und zu Recht Oscar-… äh, in Cannes prämiert.2

Doch auch seine Kollegen können sich sehen lassen: Aldo Raine lässt Tyler Durden fasst schon alt aussehen und selbst unser Kartoffelkopf Til Schweiger kommt ungeahnt cool rüber (was aber vor allem daran liegt, dass er so gut wie nichts sagen, sondern nur finster dreinschauen muss). Selbst kleine(re) Rollen wie die von August Diehl als SS-Sturmbannführer Hellstrom, der einige Basterds in einer Bar aufmischt, zeigen derart große Schauspielkunst, so dass deren Darsteller demnächst wohl vermehrt in Hollywood-Produktionen auftauchen werden.

Kurzum: ein geniales Buch und ein fabelhaft inszenierter Film, der uns hier und da mit leckersten stilistischen Schmankerln (und natürlich Damenfüßen) versüßt wird und überragendes Schauspiel zeigt. Großartig! – Was wohl auch Tarantino selbst weiß, lässt er doch Aldo Raine in der letzten Einstellung – Minispoiler! -, nach getaner Arbeit in die Kamera blicken und zu seinem Co-Basterd sagen:

Weißt du was, Utivich, ich glaube, das könnte mein Meisterwerk sein.

Und, Quentin, das glaube ich auch.

EMDb – Rating: 5/5

  1. Ich wäre wegen der Uraufführung im Mai ja fast nach Cannes gereist… []
  2. Aber keine Angst, die Academy rockt der eher früher als später auch noch… []

Gum Election zur Bundestagswahl

Ihr erinnert euch sicherlich an die Gum Election 2008, bei der Poster mit der Frage, welcher US-Präsidentschaftskandidat ätzender ist, an öffentlichen Orten aufgehängt wurden und die vorbeiziehenden Menschen mit ihren Kaugummis abstimmten. Ein entsprechendes Poster gibt’s jetzt auch für die bevorstehende Bundestagswahl:


Also ausdrucken, aufhängen und vorzugsweise Angie bekleben. (via)

Keine Wahlempfehlung: CDU/CSU

Netzpolitik.org spricht keine Wahlempfehlung für CDU/CSU aus und eayz.net schließt sich an. Unter anderem weil die Union wie keine andere Partei für mehr Überwachung steht, den Datenschutz unterläuft, Angst, Schrecken und Verunsicherung in der Bevölkerung verbreitet, auf Europaebene konsequent gegen Bürger- und Verbraucherrechte und die Netzneutralität gestimmt hat und immerzu als verlängerter Arm der Rechteinhaber auftritt. Die Liste ließe sich mit “Killerspiel”verbot, Zensursula und genereller Anfälligkeit für Populismus und Lobby-Arbeit beliebig fortsetzen – und das waren jetzt fast nur netzpolitische Gründe…

Will the real Twitter celeb please stand up

Während es in der englischsprachigen Twittersphere nicht unüblich ist, dass Prominente mitzwitschern und das mitunter zu einem lustigen Aufeinandertreffen mit NBA-Profi Shaquille O’Neal führt, dachte ich, dass es hierzulande kaum bis gar keine twitternden Promis gibt.

Eventuell gibt’s sie aber doch: seit einigen Tagen twittert etwa Triggar Happy Gosejohann als @comedystreet und behauptet wiederum, dass nun auch der echte @stefan_raab Twitter für sich entdeckt hat (und dort vor allem durch gekonnte Langeweile auffällt). Na ja, wer’s glaubt…

Update: Okay, @stefan_raab ist wieder aus dem Twitterkosmos verschwunden und führt ins Leere. Fake erkannt und ausradiert. Bleibt nur noch Kollege Simon, dessen Glaubwürdigkeit nun auch erst recht gegen Null tendiert. Wer trotzdem irgendwelchen B- bis D-Promis followen möchte, für den gibt’s ja immer noch @Calmund (scheinbar offiziell, aber nicht Calli himself) und @Guelcan.

Geld für’s Nichtstun

Wenn du bei dieser Überschrift hellhörig geworden bist, dann ist das bedingungslose Grundeinkommen sicherlich was für dich faulen Sack. Eine Petition, die dieses fordert und jedem Erwachsenen monatlich einfach so 1500 Oschen verspricht, kann heute noch bis 24 Uhr beim Bundestag unterzeichnet werden. (Aktueller Stand, 13:40 Uhr: 48989 Unterzeichner und somit “die mit großem Abstand am stärksten unterstützte Petition seit Einführung der Registrierungspflicht”, via)

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