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Einträge, die mit camp getaggt wurden.

Sexina: Popstar P.I. Nov 12

Bisher dachte ich, dass sich das Schaffen des 60er-Jahre-Batman Adam West in den letzten Jahren auf infantiles Gekritzel beschränkte. Wie ich gerade bei Popmoderne erfahren habe, habe ich mich jedoch in ihm getäuscht: 2007 hat er sein durchaus unterhaltsames Lebenswerk nämlich mit dem wahrscheinlich sehr anspruchsvollen Film Sexina: Popstar P.I. gekrönt.


Darum geht’s: Sexina ist die große Pop-Sensation im Showbusiness, arbeitet nebenbei aber auch als Privatdetektivin. Als sie sich auf die Suche nach einem verschollenen Wissenschaftler begibt, erfährt sie, dass dieser entführt wurde, um eine Roboter-Boy-Band für einen fiesen Musikproduzenten, gespielt von Adam West, zu erschaffen. Dessen diabolischer Plan: Sexina vom Pop-Thron stoßen! Klar, dass Sexina das mit allen Mitteln und Reizen verhindern will…

Klingt bizarr? Wird noch bizarrer: der Theme-Song zu Sexina wurde von keinem geringeren als Davy Jones, dem Sänger von The Monkees, geschrieben. Doch wer sich selbst von diesem Sammelsurium der Kuriositäten überzeugen will, hat schlechte Karten: der Film wurde seit Fertigstellung nur auf ein paar Festivals aufgeführt und DVDs und Torrents gibt’s auch keine. Zudem sagen die wenigen Auserwählten, die West in der Rolle seines Lebens sehen konnten, dass Sexina: Popstar P.I. absoluter Vollmist wäre. Da die breite Veröffentlichung wohl zu bezweifeln ist, bietet nur der Trailer (nach dem Klick) Bewegtbild-Abhilfe. Weiterlesen »

So’n paar Blickwinkel Mrz 06

Anfang der Woche 32 8 Blickwinkel gesehen. Ein Film, der ein Attentat auf den Präsidenten und die Geschehnisse darum, aus acht verschiedenen Blickwinkeln = Personen betrachten will. Eigentlich eine wunderbare Idee, hätte es denn funktioniert. Wie es nicht funktioniert, zeigt “Vantage Point”: Blickwinkel einer Person, zurückspulen, Uhrzeit anzeigen, Blickwinkel einer Person, zurückspulen, Uhrzeit anzeigen, Blickwinkel einer Person, zurückspulen, Uhrzeit anzeigen - ja wir haben’s kapiert! - Blickwinkel einer Person, zurückspulen, Uhrzeit anzeigen. Dazu werden Dialoge, die 20 Sekunden zuvor gesagt wurden, ständig geflashbackt. Eine wunderbare Mischung, um den Zuschauer für blöd zu verkaufen. Dazu ein paar Ungereimtheiten und das Dilemma ist perfekt. Halt, was vergessen: Für’s perfekte Dilemma fehlen noch ein paar furchbare Schauspieler - doch siehe da: Matthew Fox, der uns schon immer bei Lost nervt, sowie Dennis Quaid und Forest Whitaker, denen hier regelmäßig die Gesichtszüge entgleisen.

“Es war also scheiße, du rätst uns davon ab?!” Nein, nicht ganz: Nachdem der Film vom bis zum Kotzen zelebrierten Blickwinkel-Stil Abschied nimmt und wir einen ganz normalen Actionfilm sehen, wird’s besser. Nicht gut, aber besser. Vom Kinobesuch würde ich zwar weiterhin abraten, aber für einen anspruchslosen DVD-Abend geht 8 Blickwinkel schon klar. Denn: 8 Blickwinkel ist, dank der übertriebenen Mimik und Gestik von Quaid und Whitaker, Camp vom feinsten (= so scheiße, das es schon wieder gut ist). Ich war jedenfalls amüsiert und dachte: “Das kann doch nicht deren ernst sein.”

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