
Same procedure as every Wahl: Der Wahl-o-Mat ist pünktlich zur Bundestagswahl wieder da und offenbart mir mein Dilemma: Grüne und Linke gleich auf, Piraten knapp dahinter. – Weiß jemand einen Ausweg aus meiner verzwickten Situation? (Und nein, Achim, die CDU kommt nicht in Frage…) Wie sieht’s bei euch aus?
Bundestagswahl-o-mat
Bester Wahlwerbespot so far
Bisher habe ich hier ja nur für die Piratenpartei geworben. Weil ich ganz klar mit denen sympathisiere und weil ich deren Werbespots bisher am gelungensten, da am ehrlichsten, fand. Nun aber kommt die Verräterpartei1 mit dem meiner Meinung nach bisher besten Spot um die Ecke, der den gemeinen Wähler mit einem M. Night Shyamalan-würdigen Twist überrascht und immerhin zum Denken anregt.2
Update: Wie anonym und Andi in den Kommentaren anmerken, ist die Idee zum vor- und rückwärts les- und spulbaren Text von “La Verdad” für Lopez Murphy geborgt. Danke für den Hinweis.
- Terminologie frei nach Fefe. [↩]
- Was toll ist, weil ihr Koalitionspartner, die schwarze Pest (vgl. Fußnote 1), ja lieber auf einen praktisch nicht stattfindenden Wahlkampf setzt, damit möglichst viele Wählerinnen und Wähler überhaupt mitbekommen, dass irgendwas gewählt werden kann und am 27.9. nur die schwarzen (und ihretwegen auch gelben) Schafe zu den
WahlcomputernWahlurnen rennen. [↩]
Pimp the Election

Kitty verschönert Wahlplakate. Sehr löblich. (via)
Wahlwerbespot: Ich bin Pirat
Während Verräterpartei und schwarze Pest durch Schwachsinns- und Nicht-Wahlkampf auffallen bzw. eben nicht auffallen, werden die Spots der Piratenpartei (auf deren Wahl ich mich übrigens immer noch nicht festgelegt sehen möchte, sie aber wohl als Option ansehe) mit jedem Mal besser. Seht selbst:
(YouTube Direktpiratsein, via electru)
Gum Election zur Bundestagswahl
Ihr erinnert euch sicherlich an die Gum Election 2008, bei der Poster mit der Frage, welcher US-Präsidentschaftskandidat ätzender ist, an öffentlichen Orten aufgehängt wurden und die vorbeiziehenden Menschen mit ihren Kaugummis abstimmten. Ein entsprechendes Poster gibt’s jetzt auch für die bevorstehende Bundestagswahl:

Also ausdrucken, aufhängen und vorzugsweise Angie bekleben. (via)
“Klarmachen zum Ändern!”
Dieser im Rahmen des Piratenspot-Wettbewerbs von Chris Grabinski (Director) und René Dawn-Claude (Stimme) eingereichte Werbespot ist auf jeden Fall besser als der semi-professionelle, offizielle Herzschmerzspot zur Europawahl, bringt ein paar Eckpfeiler des Piratenparteiprogramms bündig an den Mann und könnte sogar den ein oder anderen Unentschlossenen überzeugen. Etablierte Parteien sollten sich hieran an Beispiel nehmen anstatt uns ständig den Einheitsbrei der dauer grinsenden Politiker vorzusetzen.
Piratensendung
Beim Radio G, wo man uns zuletzt über die verschwörerischen Bestrebungen von Pharmakonzernen und Regierungen aufklärte, gibt’s aktuell ein Interview mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Piratenpartei. Wer keine Ahnung hat, wovon die Rede ist und gerade an Somalia denkt, sollte sowieso unbedingt reinhören, wer sich schon mit den Piraten auseinander gesetzt hat, erfährt aber dennoch einiges interessantes. Zum Beispiel wie sie sich auf’s Superwahljahr vorbereiten und wie die Zukunft der Freibeuter aussehen könnte.
Keine Wahlempfehlung: CDU/CSU
Netzpolitik.org spricht keine Wahlempfehlung für CDU/CSU aus und eayz.net schließt sich an. Unter anderem weil die Union wie keine andere Partei für mehr Überwachung steht, den Datenschutz unterläuft, Angst, Schrecken und Verunsicherung in der Bevölkerung verbreitet, auf Europaebene konsequent gegen Bürger- und Verbraucherrechte und die Netzneutralität gestimmt hat und immerzu als verlängerter Arm der Rechteinhaber auftritt. Die Liste ließe sich mit “Killerspiel”verbot, Zensursula und genereller Anfälligkeit für Populismus und Lobby-Arbeit beliebig fortsetzen – und das waren jetzt fast nur netzpolitische Gründe…






