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Einträge, die mit blogdings getaggt wurden.

10 Jahre eayz

Es ist verrückt: Nächsten Monat werde ich 28 Jahre alt, es kommt mir vor als wäre ich gestern 23 gewesen und vorvorgestern 18. Umso verrückter, dass ich zusammen mit ein paar Freunden vor genau 10 Jahren das Projekt startete, aus dem sich im folgenden Jahrzehnt (!) eben diese Webseite entwickeln sollte.1 Zwar veröffentlichten wir auch schon 2002 Zeugs unter dem Namen “eayz”, aber erst ab Januar 2003 so richtig mit Blogsoftware und allem drum und dran.2 Schon 2005 wurde daraus (namentlich passender) eine One-Man-Show und seitdem bin ich dabei geblieben.

Viele andere Blogger, die mich irgendwann in diesen zehn Jahren begleitet haben, haben schneller aufgegeben als man Donau­dampfschifffahrts­gesellschafts­kapitän sagen kann, ihre Online-Aktivitäten stattdessen auf soziale Netzwerke beschränkt oder diesem Internetveröffentlichungsblödsinn gleich komplett den Rücken gekehrt. Kann man machen, ist aber schade drum. Ein eigenes Stück Internet kann, wie man dieser Tage zu Recht überall liest, gar nicht genug geschätzt werden.

Ich bleibe also noch was dabei und möchte heute mal all denen danken, die in den letzten Jahren hier mitgelesen haben und das ganze mit ihren Kommentaren, Emails, Tweets und Links aufgewertet haben. Danke euch allen. Auf die nächsten zehn!

  1. Zuerst noch als eayz.de, ab Januar 2004 dann mit .net-Domain. []
  2. Rückblickend finde ich es etwas befremdlich, dass wir damals alle unter einem Namen bloggten, der von meinem Nickname abgeleitet war. []

#nerdcore #euroweb

Mike hat mich gestern in den Kommentaren folgendes gefragt und weil meine Antwort dann doch was länger wurde und vielleicht den ein oder anderen interessieren könnte, hab ich daraus mal einen eigenen Beitrag gemacht:

Ich weiß, dass es Offtopic ist, aber: Eay, was ist mit Nerdcore.de los? Wurde die Seite wirklich gelöscht? Vielleicht weißt du mehr, so als – Bloggerkollege…

Ich weiß leider auch nicht mehr als der Rest – nehme mein Wissen auch nur aus den diversen Blogeinträgen und Presseartikeln, sowie natürlich Renés Twitter-Stream.

Meine Meinung dazu? Zum einen hat René natürlich einfach nicht reagiert. Das ist erstmal suboptimal. Allerdings las ich irgendwo auch was davon, dass das an familiären Umständen gelegen hat (die uns allerdings nichts angehen) und dass er, nachdem er zur Zahlung von soundsoviel Euro verdonnert wurde, auch einen Teilbetrag (und am vergangenen Wochenende offenbar den Restbetrag) an Euroweb überwiesen hat.

Das Vorgehen von Euroweb finde ich daher ziemlich fraglich. Klar, müssen die sich nicht von jedem alles gefallen lassen und es ist ihr gutes Recht den Rechtsweg voll auszuschöpfen, aber 1. wäre mir ein kritischer Blogeintrag mehr oder weniger einfach egal und auf jeden Fall lieber als die nun entfachte, negative Berichterstattung (also known as “Shitstorm”) über die Firma und 2. hätte ich von einem In-ter-net-un-ter-neh-men schon ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl erwartet. Wie gesagt, auch als Firma muss man sich nicht alles gefallen lassen, aber Überschriften wie “Neue Erfahrung für Blogger: Blogbetreiber verliert seine Domain nerdcore.de”, wie es derzeit auf Nerdcore.de zu lesen ist, vergreifen sich meiner Meinung nach im Ton und haben nichts mit professioneller Außendarstellung zu tun. Es erweckt bei mir eher den Eindruck, als würde da jemand einen persönlichen Rachefeldzug gegen die Spezies Blogger beginnen wollen…

Halten wir fest: Es wurden zwar Fehler auf beiden Seiten gemacht, aber eine Seite reagiert jetzt meines Erachtens unverhältnismäßig scharf und alles andere als dem Informationszeitalter angemessen.

Ich hoffe, dass wir Nerdcore wiedersehen (Oh, hallo!) und gratuliere schon mal den bisher einzigen Profiteuren aus der Geschichte: der Wikipedia (“Wir wollen euer Geld nicht.”) und den Freischreibern (“Natürlich nehmen wir Geld! Aber doch nicht von jedem.”), die eigentlich von Euroweb mit dem Erlös einer Nerdcore.de-Auktion bespendet werden sollten, aber, so die Freischreiber, “das Gefühl [haben], dass hier mit ziemlich dicken Kanonen auf zierliche Spatzen geschossen wird. Und davon möchten wir nicht profitieren. Und wir möchten auch nicht, dass sich der Kanonier mit einer Spende an Freischreiber ein moralisches Mäntelchen für eine klassische Überreaktion umhängen kann.”

Update, 23.01.: René bekommt seine Domain zurück und Nerdcore ist bald wieder unter Nerdcore.de zu erreichen. Es sieht nämlich so aus, als hätten die Anwälte von Euroweb grobe Fehler in der Antragsstellung gemacht, die unter anderem dazu führten, dass René zwingende Prozessgrundrechte abgeschnitten wurden. Genaueres erklärt Kollege Swen und hier die offizielle Pressemitteilung von René und seinem Anwalt (noch unter crackajack.de). Gute Sache.

Introducing ‘Steven’

Doch keine Angst, kleine Lex, im Gegensatz zu dem gierigen Anwalt komme ich ja wieder! Und zwar jetzt: nach Wochen des Wartens auf eurer und des Nichtstuns Schuftens auf meiner Seite, erkläre ich die Blogpause hiermit offiziell für beendet und hülle euer Lieblingsblog zur Feier des Tages in ein neues Gewandt!

Und das hört auf den Namen Steven – in alter, neuer eayz-Tradition nach einer der größten Regiegrößen aller Zeiten benannt. Auf Stanley (Kubrick) folgt nun also Steven (Spielberg), aber ich will euch auch erklären warum. Zunächst und ganz offensichtlich weil ich den Look and Feel von Stanley beibehalten wollte. Ich mag das alte Theme und das neue sollte vor allem eine Weiterentwicklung davon werden. Des weiteren ist Mr. Spielberg wie schon Mr. Kubrick einer meiner absoluten Lieblingsregisseure – trotz all seiner Untaten. (Eay-Funfact #1337: Jurassic Park ist nach Star Wars IV-VI wahrscheinlich der Film, den ich am vierthäufigsten in meinem Leben gesehen habe. Nachdem meine Mutter mir das Video jedes Wochenende aus der Videothek ausleihen musste, sah auch sie es irgendwann ein, dass der Erwerb der VHS-Kassette für uns alle um ein vielfaches günstiger sein würde.)

Dass Spielberg ein großer Fan, später Freund und noch später Co-Worker von Kubrick gewesen ist, fand ich bei der Namensgebung natürlich auch überaus nett. Doch genug Geplänkel, jetzt noch ein paar Worte zum Theme an sich: Das auffälligste Merkmal ist wohl, dass die Navigationsleiste von oben nach unten gewandert ist. Der Gedanke dahinter ist, dass die Unterseiten von regelmäßig wiederkehrenden Lesern eh so gut wie nie aufgerufen werden (wozu auch?) und neue Leser sich erstmal dafür interessieren, wer den Quatsch hier überhaupt verzapft. Deswegen gibt’s jetzt oben den Info-Teaser zur ebenfalls überarbeiteten About-Seite. Damit man aber dennoch zügig navigieren kann, habe ich unten rechts den “Escalator” eingebaut, der einen runter und hoch fahren lässt. Ich habe keine Kosten gescheut.

Auch neu, aber bei Twitter schon seit nem Monat im Einsatz: mit eay.li habe ich mir jetzt meinen eigenen URL-Shortener gegönnt. Zum einen heißt das, dass alle hiesigen Blogeinträge absofort eine eigene, direkt twitterbare Kurz-URL spendiert bekommen, zum anderen bringt das Vorteile mit sich, die ich in einem eigenen Eintrag nochmal ausführen werde. Unter der Haube hab ich auch was nachgebessert (und dabei drei Mal meine Datenbank in die Knie gezwungen), aber das würde jetzt zu weit führen.

Denn jetzt möchte ich erstmal eure Meinung hören: Was sagt ihr? Gefällt’s euch? Hasst ihr es? Gibt es Darstellungsprobleme? Tötet es euren Goldfisch?

Bedenkt jedoch: hier wird noch am offenen Herz operiert. Ich habe noch nicht alles, was ich umsetzen wollte, umgesetzt und wenn ihr auf die Posting-Frequenz der letzten drei Monate zurückblickt, wisst ihr, dass das auch noch was dauern kann. Ach ja, und im Internet Explorer sah das hier als ich das letzte Mal geguckt habe, ziemlich scheiße aus. Überraschung! Aber das ist okay so, betrifft es doch nur 25% meiner Kundschaft, die ich eh nicht hier haben will.

(Illustration von Jeremy G.)

…und wir bringen’s Ihnen!

Einen Augenblick noch…

Lebenszeichen und Rock am Ring-Blogger

Kurze Zwischenmeldung: Wirklich vielen, vielen Dank für eure zahlreichen Emails und DMs! Ja, mir geht’s gut, das Redesign der Seite schreitet tatsächlich voran (es gibt sogar eine ultrageheime, ultraunscharfte Twitpic-Preview…) und ich bin frohen Mutes, dass ich hier bald wieder ordentlich loslegen kann.

Nächste Woche geht’s jedoch wie alle Jahre wieder erstmal zu Rock am Ring, womit wir auch schon beim nächsten Thema wären: die Ringrocker unter euch erinnern, sich ja sicherlich an die “RaR-Blogger gesucht!“-Aktionen der letzten zwei Jahre, die zum Ziel hatten, möglichst viele Blogger und Twitterer aufzulisten, die vor, nach oder live während des Rings von eben diesem berichten. Da mir dieses Jahr die Zeit fehlt, das ganze angemessen umzusetzen, hat Ralf von Festivalhopper das nun dankenswerterweise in die Hand genommen. Sprich: falls ihr vom Nürburgring aus twittert oder danach euren Blog mit entsprechenden Berichten befüllt, lasst euch unbedingt in die RaR-Blogger/-Twitterer-Liste eintragen! Weil Networking und so!

Hätte, hätte, hätte…

Die Animationsfilme von Don Hertzfeldt

Auch wenn wir ständig nur hin und her verlinken, einen gewissen Charme haben Blogs auch 2010 noch. Nehmen wir zum Beispiel das hiesige .gif der Woche: In den Tiefen des Netzes finde ich sehenswerte .gifs, die ich zum allgemeinen Amüsement hier weiterverbreite. Meistens lassen sich Urheber oder Ursprungsmaterial jedoch nicht allzu leicht ausmachen – hier aber kommt der Blogzauber ins Spiel. Während ich das letzte .gif der Woche einfach nur ulkig fand, kannte sich einer meiner Leser, namentlich Mo, besser aus und machte mich dankenswerterweise per Kommentar darauf aufmerksam, dass es einem Kurzfilm entliehen wurde.

Und siehe da: die nächsten zwei, drei Stunden sitzt yours truly vor seinem Rechner und führt sich das Gesamtwerk des – wie ich mittlerweile auch finde – großartigen Animationskünstlers Don Hertzfeldt vor Augen. Genanntes .gif stammt nämlich aus seinem Oscar nominierten Animationskurzfilm Rejected von 2000, der trotz diverser universitärer Animationsseminare irgendwie an mir vorüber ging und den ihr euch im folgenden direkt ansehen könnt und solltet:


(YouTube Direktrejected)

Wenn’s euch jetzt geht, wie es mir ergangen ist, dann wollt ihr definitiv mehr von Hertzfeldt sehen. Und weil wir glücklicherweise in der Zukunft leben ist das auch kein allzu großes Problem, denn bei YouTube lassen sich sämtliche seiner Arbeiten mehr oder weniger problemlos finden. Etwa über diese Playlist. Und wer jetzt erst richtig angefixt ist, findet aktuelle Infos rund um Hertzfeldt und seine Arbeiten auf dieser, seiner Webseite.

In diesem Sinne: “I am a Banana!”

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