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Der Kampf der Kämpfe Okt 26

Das, was später als der Kampf der Kämpfe, die Krönung des menschlichen Schaffens, der Prototyp der sportlichen Auseinandersetzung und “the biggest ‘Clash of the Titans’ in the history of mankind” (via via) in die Geschichtsbücher Einzug finden wird, began in der sonst so von Kreativen vernachlässigten, und generell (zu Unrecht!) unterschätzten Nacht von Donnerstag auf Freitag. Nach einer kleinen, aber heftigen und vor allem nicht ganz ernst gemeinten und mittlerweile Web-bekannten Auseinandersetzung per Twitter befand ich mich mit dem Blogger-Kollegen Asphar im wohl wahrlich gefährlichsten, offensichtlich attraktivsten, wahrscheinlich anstrengendsten und meist diskutierten Duell der Menschheitsgeschichte:

Der SEO-Battle 2008: SWDD vs. eayz!


Die Regeln waren sofort jedem Beteiligten klar: Es muss eine Wortneuschöpfung kreiert werden, die bis dato nicht existierte und vom Volksmund aufgegriffen werden. Da sich letzteres allerdings als schwer nachzuvollziehender Maßstab erwiesen hat (die Leute sind halt doof), einigten wir uns auf den gemeinsamen Nenner von Elementarteilchenphysiker und Hartz-IV-Empfänger: Google. Bis zum 2. Januar 2009 gilt es die eigene Wortneuschöpfung in den weiten des Internets auf jede nur erdenkliche, legale und egale Art und Weise so populär zu machen, dass sie mehr Suchergebnisse aufweist als das lächerliche Wortspiel des Konkurrenten. Am heutigen Tag sind die Neologismen zu veröffentlichen und dem Gewinner gebührt neben Rum Ruhm und Ehre, das, was alle wirklich erfolgreichen Männer auszeichnet - und ebenfalls Elementarteilchenphysiker und Hartz-IV-Empfänger vereint: ein Kasten Bier.

Meine Damen und Herren, nachdem das Wort meines Herausforderers bereits vor einigen Stunden seinen quasi im Nichts resultierenden Streifzug durchs Internet begonnen hat, möchte ich Ihnen mein Wort ebenfalls nicht weiter vorenthalten. (Na gut, doch noch ein bisschen, denn ich hole aus:) Mit meinem Neologismus stelle ich mich in die Tradition des großartigen, sagenumwobenen Marcel Reich-Ranicki und der unausstehlichen, sicherlich auch mit irgendetwas umwobenen Elke Heidenreich, die ja beide in die aktuelle Debatte über die Qualität des hiesigen Fernsehens verwickelt sind. Leider fehlt der Presse und allen Beteiligten bisher das entsprechende Schlagwort, um den Kern dieser Debatte dem kleinen Mann von der Straße auf möglichst einfache, aber effiziente Weise zu vermitteln. Klar, jeder weiß, dass deutsches Fernsehprogramm scheiße ist, aber allein diese Aussage gesteht besagtem Fernsehprogramm bereits mehr Worte und ergo geistige Leistung ein, als sie tatsächlich verdient. Nennen wir das Kind also einfach beim Namen. Beim deutschen Fernsehen handelt es sich, wie uns Literaturpäpste und Trittbrettfahrer verdeutlichen, um nichts anderes als

Exkrementenfernsehen!

Ich, meine Damen und Herren, schenke diese Wortneuschöfpung der deutschsprachigen Welt und möchte jedermann, ob Sympath oder Franz Josef Wagner, dazu ermutigen Exkrementenfernsehen in seinen eigenen Wortschatz einfließen zu lassen und darüber zu bloggen, twittern oder der passenden StudiVZ-Gruppe beizutreten. Zum Beiweis, dass das Wort bis vor wenige Zeilen nicht existierte und damit unser Notar beruhigt ist, hier noch ein aktueller Screenshot der Google-Suche nach Exkrementenfernsehen. Mögen die Spiele beginnen, die deutsche Sprache um ein entscheidendes Wort erweitert werden und ich am 2. Januar einen mit Fug und Recht von Asphar wiederwillig finanzierten Kasten Bier (@Asphar Reissdorf bitte!) mein Eigen nennen!

Mehr Informationen zu exkrementellem Fernsehen demnächst hier!

Super Mario Super Englisch Okt 21

Da war ich doch neulich auf der Suche nach einem handlichen Englisch-Wörterbuch in meinem verstaubten Schulbuchschrank unterwegs. Zwischen den NoNames, Oxfords, Langenscheidts und Ponsen von Sprachen, an deren Erlernen ich mich nicht mal mehr erinnern kann und dies dementsprechend stark bezweifele, fand ich dann diesen bizarren Beweis dafür, dass man bei Langenscheidt schon lange vor Deutsch-Frau / Frau-Deutsch auf Lizenz-Wörterbücher und Marios gesetzt hat:

Dieses für Englisch-Anfänger, also zumeist Kinder, konzipierte Wörterbuch erschien laut Angaben im Buch erstmals 1993 und wurde scheinbar ein letztes Mal 1997 in fünfter Auflage veröffentlicht. Ich denke, wir können daraus schließen, dass Eltern, Onkels und Tanten von der Idee begeistert waren, ihre Schützlinge mit dem kleinen Klempner, der eh schon die Freizeit der “Kids” beanspruchte, an die neue Fremdsprache heranzuführen.

Und genau das macht auch Mario im Buch: während der Großteil des Wörterbuchs sich nicht von anderen Langenscheidt-Büchern unterscheidet, erläutern Illustrationen mit Mario & Co. Probleme und Schwierigkeiten. Zum Beispiel den Unterschied von happy und lucky oder was sich hinter den ganzen Sportarten verbirgt. Das könnte natürlich auch jede andere Figur sein, weil sich Worte und Sätze so gut wie nie auf das Nintendo-Maskottchen beziehen, aber zur Hochzeit von Gameboy und Super Nintendo bot sich der Mario wohl einfach an.

Damit dieses feine 90er-Jahre-Relikt nicht auf alle Zeit verloren geht und damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt, habe ich mal ein paar Fotos gemacht und bei flickr reingestellt:


Die Kunst des Batman Adam West Okt 15

Adam West, der Schauspieler des 60er-Jahre-Batman und der alternde Chick Checker auf den unten stehenden Bildern, scheint mir ein äußerst merkwürdiger Zeitgenosse zu sein. Und dass er sich seinerzeit als 38 jähriger Mann in hautengen Strumpfhosen durchs Kinderfernsehen bewegte und vor jedes Wort die Bat-Silbe hängte, meine ich nicht. Nein, ich beziehe mich auf sein Tun im Alter: Adam West malt Adam West.

Und zwar in seiner berühmtesten Rolle: Batman. Man sollte sich das einmal vor Augen halten: Adam West, der Zeit seines schauspielerischen Schaffens versuchte das Image des ewigen Batmans loszuwerden, hat im Rentenalter nicht nur eine Webseite im Bat-Look, nein, er versucht sich auch als Künstler zu etablieren über Wasser zu halten, indem er die Figur, die er abzustreifen versuchte, malt. Wunderschöne Ironie der Schicksals.





(Stills aus einem G4-Videobeitrag zur Batman/Adam West-Ausstellung.)

Wenngleich der Volksmund zwar lehrt, dass sich über Geschmack nicht streiten lässt, lässt sich erahnen, dass Onkel Volksmund Wests Werke nicht kannte. Ein Rentner malt infantile Gemälde seines verhassten Alter-Egos?! Zu offensichtlich, was er damit bezweckt: gutgläubigen Batman-Fans das hart erarbeitete Geld aus der Bat-Tasche ziehen, damit die Enkelchen ihr Süppchen von Goldlöffelchen schlürfen dürfen. Oder so. Jedenfalls: FAIL. Was kommt als nächstes? Ein singender Captain Kirk?

Neon - Eine Abrechnung Okt 08

Neulich habe ich alle Neon-Ausgaben, die ich hier finden konnte, in die Papiertonne verbannt. Der Grund dafür war nicht etwa, dass ich mehr Platz schaffen wollte und mich deshalb der alten Hefte entledigte, nein, es war eine symbolische Geste. Ein Schlussstrich für ein Gefühl, dass mich die letzten Monate zusehends beim Kauf der Zeitschrift begleitete: Der begnadete Funny van Dannen musste offensichtlich einen Blick in eine oder mehrere Neon-Ausgaben geworfen haben, bevor er sein Lied Herzscheiße niederschrieb. Anders kann ich mir das Zustandekommen von diesem für Neon maßgeschneiderten Neologismus nicht mehr erklären…


Doch wie konnte es soweit kommen? Seit Februar 2004 erscheint das “junge Magazin vom Stern” monatlich und nachdem ich es im Sommer 2004 entdeckte, war ich monatlich Feuer und Flamme. Bot Neon doch mit seinen lesenswerten und für die Zielgruppe sehr viel relevanteren Artikeln einen willkommenen Gegenentwurf zur etablierten Presse. Neben interessanten Reportagen und Interviews gab es natürlich seit Bestehen Artikel über Liebe, Freundschaft, Job und Ausbildung, die von mir getrost überlesen wurden. Soweit so gut.

Wenn jedoch, wie seit langem der Trend, der lesenswerte Teil des Magazins schwindet, dann bleibt nicht mehr als ein verhüllter Doktor Sommer für unselbstständige Mittzwanziger. Das ist so toll am Single-Dasein! Und darum sind Paare trotzdem glücklicher! Und wie du nach dem Praktikum ein Job-Angebot bekommst, steht auf Seite 102!

Ernsthaft: im Neon stehen Dinge, um deren Inkarnation in Buchform ich in der Buchhandlung einen weiten, weiten Bogen mache! Ein paar Beispiele der letzten Ausgaben gefällig? Nein? Keine Wahl, hier entsprechende Titel aus fünf zufällig gewählten Heften:

· Hast du ein Geheimnis? Na hoffentlich! Warum zu viel Ehrlichkeit der Beziehung schadet
· Vorsicht Schlangengrube! Gerüchte im Job – und wie man sich vor ihnen schützt
· Du willst es doch auch! 26 tröstliche Tipps für alle, die mit ihrem Sexleben unzufrieden sind
· Schlagfertig im Job. Wir wissen heute schon, was du deinem Chef antworten solltest
· Gelegenheit macht Liebe. »Never fuck the office« – Finger weg von den Kollegen

Das anmaßende Elend könnte 51 weitere Ausgaben fortgesetzt werden. Dazwischen dann Artikel, in denen jemand über Armut und Mafia in Süditalien berichtet, im Selbstversuch ein Hitler-Bärtchen testet oder eine Vorstellung der 55 besten Blogs, die jeder, der seinen Browser bedienen kann, schon kennt. Das machen andere zugespitzter, konsequenter und unterhaltsamer. Und im direkten Vergleich mit der Konkurrenz (neuerdings etwa u_mag) dürfte es sogar dem Praktikanten, dessen Supermodelfreundin ihn nicht anturnt, weil er doch eigentlich auf seinen Chef steht und deshalb bei Dr. Neon Rat sucht, wie Schuppen von den Augen fallen: das ehemals ambitionierte junge Magazin ist denen, denen es als Gegenentwurf für eine jüngere Klientel gegenüber stehen sollte, näher als es ihm gut tut. Zwar liebäugelt man mit der freien Liebe, tatsächlich aber ist man großer Verfechter der Ehe.

Und Reportagen über Armut und Mafia in Süditalien sind in den Sterns und Spiegels dieser Welt eh besser und besser aufgehoben.

Du weißt, dass du nichts weißt

Wie jeder halbwegs vernünftige Filmfreund habe auch ich mich in die Filme von Ethan und Joel Coen verguckt. Kaum jemand anders weiß sich derart auf dem Parkett von Komödie & Tragödie zu bewegen. Und mit Burn After Reading tun sie natürlich erneut genau dies. Klar, es ist wieder einer der “lustigeren” Filme der Coens, aber wer mit ihrem Gesamtwerk vertraut ist, weiß, dass das Komische eben wieder aus der individuellen und interdependenten Tragik der Figuren herrührt. In Burn After Reading heißt das, dass die Figuren zwar ein (vergleichsweise lächerliches) Ziel verfolgen, aber im Grunde gar keine Ahnung haben, was sie da eigentlich tun…

Der Film zoomt zu Beginn aus Sicht eines Spionage-Satelliten ins Geschehen. In den folgenden 96 Minuten lernen wir in aller, aller Ruhe die Protagonisten kennen. Den wegen Alkoholsucht entlassenen CIA-Agenten Osbourne Cox (John Malkovich), seine biedere Ehefrau Katie (Tilda Swinton), ihre Affäre, den notorischen Fremdgänger Harry Pfarrer (George Clooney) und die beiden Fitness-Club-Mitarbeiter Chad (Brad Pitt) und Linda (Frances McDormand). Cox plant, nachdem er von der CIA entlassen wurde, seine Memoiren zu verfassen. Diese pseudo-brisanten Dokumente fallen jedoch ins Chads und Lindas Hände, die bei dem “großen Scheiß” ihre Chance auf ein bisschen Geld wittern. Nach dem erfolglosen Erspressungsversuch gegen Cox wenden sie sich an die russische Botschaft. Doch irgendwie läuft alles aus dem Ruder und selbst die CIA-Oberen haben keine Ahnung, was da eigentlich warum geschieht.

Während in früheren Coen-Werken immer das spontane, impulsive Versagen einzelner Figuren im Vordergrund stand, so scheint es, als habe man es in Burn After Reading nur mit vollkommenen Vollidioten zu tun. Opfer und Täter sind gleichermaßen diffus. Zumindest aber sind es hauptsächlich Menschen, die nichts wirklich böses im Schilde führen und sich urplötzlich in einem für sie nicht greifbaren System von Überwachung, Kontrolle und Paranoia befinden. Derweil ist dieses Überwachungssystem, dieser Überwachungsstaat, selbst nicht in der Lage die Geschehnisse zu begreifen oder auf sie zu entsprechend zu reagieren. Stattdessen agiert das System irgendwie - und so kommt es zu einem des besten Epiloge, die man in letzter Zeit im Film zu sehen bekommen hat.

Die einfache Botschaft dahinter: die Überwachung der kompletten Bevölkerung führt das Prinzip Überwachung ad absurdum. Klar, dass ganze scheint kein Meisterwerk á la No Country for Old Men zu sein, gehört aber trotzdem zum besten, was man dieser Tage und dieses Jahr im Mainstream-Kino zu sehen bekommt. Apropos Mainstream: Während die männliche Hälfte von Brangolina auf den ersten Blick ein Zugeständnis gen Massenpublikum und Teenie-Girls zu sein scheint, so offenbart sich während Burn After Reading doch das wahrlich großartige und unterhaltsame komödiantische Talent eines Brad Pitt, von dem ich mir alsbald mehr (im Coen-Kosmos) wünsche.

EMDb - Rating: 4,5/5

Krieg der Schlümpfe Okt 05


Der brasilianische Illustrator Marcelo Braga hat in seinem Blog ein geniales Konzept für ein Schlümpfe-Comic der etwas anderen Art veröffentlicht. In seinen “Smurfs Wars” haben die Schlümpfe Gargamel und seine Kater Azraël getötet und leben somit in Frieden. Bis zu dem Tag, an dem Papa Schlumpf stirbt und Hefti zum neuen Anführer der Schlümpfe wird. Schlaubi Schlumpf beneidet Hefti um seinen Posten und seine Beziehung zu Schlumpfine. Also gründet er einen eigenen Schlumpf-Stamm der fortan Krieg gegen Heftis Schlümpfe führt.

Wer an dieser Story und vor allen Dingen den dazugehörigen Illustrationen gefallen findet, kann nur hoffen, dass die Rechteinhaber sich rgendwann auch dafür begeistern lassen, was aber zu 99.9% niemals geschehen wird. Was sehr schade ist, ihr Trottel. (via)

Clash of the Mythologies Sep 17


Nach dem Nazi-Dinosaurier Tyrannosaurus Reich und den Übermensch Chuck Norris erweitern wir unsere lose Reihe von bizarren Comics heute um den Kampf der Kämpfe: Gottessohn Jesus gegen Göttervater Zeus! Monotheismus gegen Polytheismus! Fight! Denn genau darum geht’s in “The Godyssee” von Rob Liefeld (übrigens: if you type “Rob Liefeld” into Google, it suggets “Rob Liefeld sucks”). Zeus provoziert Jesus, worauf dieser vor Kreuz steigt und ordentlich Stress anfängt. Ein paar Seiten Blasphemie kann man sich hier ansehen. (via)

Raubkopierer lesen Comics Aug 23

Heute mal wieder ein wunderbares Beispiel für gut gemachte Lobbyarbeit:

Unsere Lieblingsorganisation aus den US and A, die RIAA, mit der wir hierzulande Gott sei dank herzlich wenig zu tun haben, hat wieder zugeschlagen. Diesmal wurde das National Center for State Courts unterwandert. Die haben neuerdings nämlich eine Reihe von Comics im Programm, die US-Schülern das Rechtssystem nahe bringen soll.


Die erste Ausgabe behandelt demnach konsequenterweise das, was die Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten, ach Jahrhunderten ausmacht: die knallharte Verfolgung und Verurteilung von bösen, wirtschaftsverachtenden Musikpiraten! Am Beispiel der Studentin Megan lernen wir: wer ein mal illegal runterlädt, der verliert nicht nur unmittelbar sein Stipendium, sondern wandert auf direktem Wege ins Gefängnis. Bääm!, das sitzt.

Wer sich selbst davon berieseln lassen möchte, kann sich bei Wired weitere Panels ansehen und das komplette Propaganda-Heftchen hier als PDF runterladen. Free Megan! (via)

Classic Sonic in High Definition Aug 18

Bekanntlich halte ich alter Sega-Oldschool-Fanboy den Mega-Drive-Titel Sonic 2 für eines der besten Videospiele aller Zeiten. Und dank Virtual Console & Konsorten kommen auch die Kids von heute in den Genuss des Bestsellers von 1992. Doch einigen Sonic-Fans reicht das nicht: inspiriert durch folgenden Wallpaper von Alchemist Defined haben sie den Entschluss gefasst, Sonic 2 in High Definition zu konvertieren, damit dem hervorragenden Gameplay endlich auch ein zeitgemäßes Äußeres voransteht.


Hinter dem S2HD-Projekt stehen einige Szenegrößen aus der Retro Sonic-Community, wo es in einem entsprechenden Thread auch mehr (technische) Infos gibt. So wurde zum Beispiel der Soundtrack komplett neu aufgelegt und kann hier bereits herruntergeladen werden.

Obwohl die Konvertierung der alten Sprites in neue Vektoren eine Mordsarbeit ist (siehe nächstes Bild), die von Hand gemacht werden muss, soll bereits am 15. September eine erste Tech-Demo veröffentlicht werden. Man darf also vorfreudig gespannt sein.


Weitere vektorisierte Bilder gibt’s hier beim SavyGamer.

Und als wäre das alles nicht schon genug Grund zur Freude hat sich DeviantArtist Orioto von der S2HD-Idee beflügeln lassen und folgenden (Pseudo-)In-Game-Screenshot gebastelt, der meiner Meinung nach genau das symbolisiert was Sega mit Sonic im Jahre 2008 2009 anfangen sollte: Ganz nach dem Motto “never change a winning gameplay” sollten sie der alten Sonic-Erfahrungen nur einen neuen Anstrich verpassen. Und wenn das dann so aussehen würde, wären wir alle überglücklich, nicht wahr?


Und wenn sie schon dabei sind, sollten sie die Jungs vom S2HD-Projekt anheuern, nett Danke sagen und Sonic 2 HD über die Distributionsplattformen unser aller Konsolen vertreiben - alles andere wäre töricht, blöde und unverständlich. Also: it’s your turn, Sega! (u.a. via)

Worst Star Wars ever! Aug 13

Zuallererst und unschwer erkennbar: ich liebe Star Wars - so wie ein Junge ein paar Filme lieben kann. Ich mag sogar die neue Trilogie wenngleich meine große Liebe immer noch die klassische ist. Ja, ich habe unterdurchschnittliche Spiele gespielt, sehr öde Comics gelesen und sogar die 2003er Klonkriege in meinem Besitz überführt. Und wenn irgendwo ein Lichtschwert auftaucht, bin ich Feuer und Flamme. Weil: Star Wars. Nicht weiter verwunderlich also, dass ich mir eben auch Star Wars: The Clone Wars blauäugig in der Vorpremiere gegeben habe.

Doch der Bogen ist überspannt: The Clone Wars ist ein unsägliches Stück Scheiße von einem Film. Damit daran kein Zweifel bleibt, lässt der Film nichts unversucht. Bereits zu Beginn wird uns ein Clone Wars-Logo um die Augen gehauen, wir hören das verzerrte Main Theme und ein Off-Erzähler (!) erklärt uns im Schnelldurchlauf den Stand der Dinge. Die nächsten 98 Minuten bekommen wir (erneut) fiese Computeranimation auf dem Niveau eines miesen 90er-Jahre-Technovideos, zutiefst platte Witze, einen nervigen neuen Padawan und Dialoge präsentiert, für die der Autor in der Hölle schmoren wird. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, versaut man schließlich noch das, was den Krieg der Sterne so unverwechselbar machte: die Musik. Statt auf das füllige Repertoire an grandiosen Melodien zurückzugreifen, verwendet man unpassende Orient- und Rockklänge. Zur belanglosen “Count Doku tut so als hätten die Jedis Jabbas Sohn entführt”-Pseude-Story möchte ich gar nichts sagen, da ich daran schon 98 Minuten meines Lebens verschwendet habe.

Nein, Freunde, das hat nichts mehr mit Star Wars zu tun… Traurig, aber wahr.

EMDb - Rating: 0,5/5

Bis einer heult Aug 11

Der knapp 10 Minuten lange Kurzfilm Spider von Nash Edgerton zeigt, wie aus Spaß Ernst werden kann, sobald man’s übertreibt. Dabei beginnt der Film zuerst recht unspektakulär: ein Paar sitzt im Auto, sie ist wütend auf ihn. Bei einem Tankstop verziert er das Auto mit Blumen, Hundebild und Pralinen. Schließlich gibt sie nach, es ist wohl wieder alles in Ordnung. Doch als sie die Sonnenblende herunterklappt, fällt ihr eine Gummispinne in den Schoss… Was als semi-lustiger Gag geplant war, endet erwartungsgemäß ganz anders. Wie genau erfahrt ihr im Video nach dem Klick. Nette Idee, Herr Edgerton. Weiterlesen »

The Haunted World of El Superbeasto Aug 02

Zwischen all den Neuigkeiten zu Werewolf Women of the SS und Tyrannosaurus Rex muss mir der neue Animationsfilm “The Haunted World of El Superbeasto” von Rob Zombie irgendwie entgangen sein. Es geht um El Superbeasto, einen mexikanischen Luchador, und seinen temperamentvollen, weiblichen Sidekick Suzi-X (nebenbei auch noch seine Schwester; wtf?), und deren Kampf gegen Dr. Satan. Ort des Geschehens ist, klar, Monsterland. Was sonst.


Es gibt zwar noch keinerlei Bewegtbild zum Film, aber die ersten Stills - stilistisch irgendwo zwischen Ren & Stimpy und Mucha Lucha - sehen auf jeden Fall sehr vielversprechend aus: samt Nazi-Zombies und Cartoon-Babes, wie man’s von Herrn Zombie erwartet. Ursprünglich sollte El Superbeasto anscheinend in diesem Frühjahr erscheinen, das hat aber offensichtlich nicht geklappt. Man darf also gespannt sein. Und um die Wartezeit auf einen ersten Trailer zu verkürzen, gibt’s nach dem Klick noch ein paar Bilder. Weiterlesen »

Brügge sehen… und lieben! Jul 30

Gestern Abend habe ich es endlich geschafft, mir Brügge sehen… und sterben? (im Original kurz, bündig und spoilerfrei: In Bruges) anzusehen. Obwohl der Film bereits seit elf Wochen läuft, war der Saal erstaunlich voll. Ja, wir haben es hier scheinbar mit einem Geheimtipp und Kritikerliebling zu tun - aber ist das auch gerechtfertigt? Hierum geht’s jedenfalls: Nachdem ein Auftrag in London nicht so gut gelaufen ist, werden die ungleichen, aber befreundeten Profikiller Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson) von ihrem Boss in das belgische Touristenstädtchen Brügge geschickt. Hier sollen sie auf weitere Instruktionen warten. Während Ken die mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten bestaunt, langweilt sich der von Selbstzweifeln geplagte Ray zu Tode und ertränkt seine Langeweile im Pub - bis er die aus Brügge stammende Drogendealerin Chloë kennenlernt. Doch dann bekommt Ken den Auftrag seinen frisch verliebten Kollegen zu erledigen…

In “Brügge sehen… und sterben?” hat mich begeistert. Einen derart rabenschwarzen, komödiantischen, tragischen Gangster-Film bekommt man schließlich nicht alle Tage zu sehen! Lob gebührt vor allem den Darstellern, die hier durch die Bank zu überzeugen wissen. Besonders der eigentlich schon abgeschriebene Alexander-Star Colin Farrell liefert hier meiner Meinung nach seine bis dato beste Leistung ab - als Forest Gump des Killergewerbe. Zwar beginnt In Bruges etwas zu ruhig, aber rückblickend ist auch das stimmig. Und der Humor? Und der Humor! Hier wird political correctness klein geschrieben (da wird ein Kleinwüchsiger, durchgehend als “Gnom” bezeichnet, schon mal per Karateschlag niedergestreckt; und die Vietnamesen!) und die Figuren liefern sich Dialoge, wie es sie sonst nur bei Tarantino gibt. Jedoch wird’s nie zu viel oder anspruchslos. Die Eckpfeiler der Story bleiben Ehre und Loyalität, so dass das Geschehen durchaus glaubhaft bleibt.

Ja, mit “Brügge sehen… und sterben?”, seinem ersten Langfilm, hat Oscarpreisträger Martin McDonagh, der hier als Regisseur und Autor aufgetreten ist, einen tollen Film gemacht und sich - Verzeiht, ich lehne mich jetzt sowas von weit aus dem Fenster raus! - irgendwo zwischen Tarantino und den Coens positioniert. Leider noch nicht ganz so gut wie die erwähnten, aber - Erneut: Fensteralarm! - wenn sein nächster Film ein Pulp Fiction wird, dann ist In Bruges sein Reservoir Dogs.

Und jetzt fahr ich nach Brügge!

EMDb - Rating: 4/5

Tyrannosaurus Reich Jul 16

Da hab ich letztens schon nicht schlecht gestaunt als ich von der Existenz von Tyrannosaurus Reich, einem Nazi-Dinosaurier aus der DC-Comic-Serie Major Bummer aus den 90ern, erfahren habe. Und wo kommen solch fehlgeleitete Urzeitechsen her? Klar, aus einer Dimension voller Nazi-Dinosauriern, in der man, noch klarer, Deutsch spricht. Oder es zumindest versucht. Das ganze sieht dann so aus:


Sehr strange und daher erwartungsgemäß auch nur ein einmaliger Gastauftritt bei DC. Aber wer weiß: im Rahmen der angesagten Comic-Verfilmungen lässt sich ja vielleicht Mr. Spielberg vom Stoff überzeugen und bringt den T-Reich auf die große Leinwand?! (Und schlimmer als ein Emmerich’scher Godzilla kann’s eh nicht werden…)

Doch bis sowas Wirklichkeit wird, können noch viele Jahre (oder schlimmer & erschreckender wenige Monate) ins Land ziehen. Für die Zwischenzeit gibt’s im folgenden noch ein paar Panels aus Major Bummer #5 mit dem bizarren Superschurken. Weiterlesen »

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