eayz.net · Popkulturblog · seit 2003
Skip to content

Einträge, die mit best of eayz getaggt wurden.

District 9-Regisseur Neill Blomkamp über Aliens und die Zukunft der Menschheit 08.02.


(YouTube Direktvortrag, via Nerdcore & Mister Honk)

Neill Blomkamp, der Mann hinter dem genialen District 9, wurde im November zur TEDx-Konferenz in Vancouver eingeladen, konnte aber leider nicht persönlich anwesend sein, weshalb er obiges Video produziert hat. Darin spricht er über Aliens, die Wahrscheinlichkeit von deren Existenz und nicht weniger als die Zukunft der Menschheit. Sein Fazit: im Moment befinden wir uns wohl in unserer wichtigsten Entwicklungphase und wenn wir’s nicht versauen, werden wir bald zu einer Typ I-Zivilisation nach der Kardaschow-Skala (zur Zeit sind wir eine Typ 0,7-Zivilisation), womit unser Überleben vorerst gesichert sein dürfte. Alles ziemlich abgefahren, hochinteressant und total mind-blowing – sprich: jeder der sich etwas für Science Fiction mit oder ohne Fiction interessiert, sollte sich das unbedingt geben.

Funfact am Rande: Bei dem Kraftwerk, dass ab 11:25 zu sehen ist, dürfte es sich um das Kraftwerk Niederaußem handeln, auf das ich aus meinem Schlafzimmerfenster heraus einen Blick werfen kann.

Die Animationsfilme von Don Hertzfeldt 04.01.

Auch wenn wir ständig nur hin und her verlinken, einen gewissen Charme haben Blogs auch 2010 noch. Nehmen wir zum Beispiel das hiesige .gif der Woche: In den Tiefen des Netzes finde ich sehenswerte .gifs, die ich zum allgemeinen Amüsement hier weiterverbreite. Meistens lassen sich Urheber oder Ursprungsmaterial jedoch nicht allzu leicht ausmachen – hier aber kommt der Blogzauber ins Spiel. Während ich das letzte .gif der Woche einfach nur ulkig fand, kannte sich einer meiner Leser, namentlich Mo, besser aus und machte mich dankenswerterweise per Kommentar darauf aufmerksam, dass es einem Kurzfilm entliehen wurde.

Und siehe da: die nächsten zwei, drei Stunden sitzt yours truly vor seinem Rechner und führt sich das Gesamtwerk des – wie ich mittlerweile auch finde – großartigen Animationskünstlers Don Hertzfeldt vor Augen. Genanntes .gif stammt nämlich aus seinem Oscar nominierten Animationskurzfilm Rejected von 2000, der trotz diverser universitärer Animationsseminare irgendwie an mir vorüber ging und den ihr euch im folgenden direkt ansehen könnt und solltet:


(YouTube Direktrejected)

Wenn’s euch jetzt geht, wie es mir ergangen ist, dann wollt ihr definitiv mehr von Hertzfeldt sehen. Und weil wir glücklicherweise in der Zukunft leben ist das auch kein allzu großes Problem, denn bei YouTube lassen sich sämtliche seiner Arbeiten mehr oder weniger problemlos finden. Etwa über diese Playlist. Und wer jetzt erst richtig angefixt ist, findet aktuelle Infos rund um Hertzfeldt und seine Arbeiten auf dieser, seiner Webseite.

In diesem Sinne: “I am a Banana!”

Kino-Statistik 2009 31.12.

Wie schon in den letzten zwei Jahren habe ich auch in diesem Jahr wieder meinen Abakus rausgeholt und nachgeguckt, wie oft ich 2009 im Kino war und wieviel mich der Spaß (ohne Getränke und Futter) gekostet hat.

Und siehe da: Obwohl ich dieses Jahr nur 43 Mal die Lichtspielhäuser der Republik aufsuchte, sind die Kosten immens gestiegen. Weiter verwunderlich ist das nicht, denn zumindest meine Stammkinos haben wohl wegen Weltwirtschaftskrise und / oder Einkauf der 3D-Technik die Preise angehoben. Ein Avatar mit Plastikbrille kann da schon mal mit mehreren Fantastilliarden zu Buche schlagen und selbst am Kinotag muss man mittlerweile sechs Euro blechen (Anfang des Jahres waren es noch fünf).

Wäre ich die Filmindustrie, würde ich mir spätestens jetzt Gedanken machen, wie ich Herrn Otto Normalverbraucher, der laut Bundesamt für Statistik ja nur 1,6 Mal im Jahr ins Kino geht, in Anbetracht dieser horrenden Eintrittspreise dazu bewege, sich überhaupt noch so oft an der Kinokasse blicken zu lassen. Aber das ist eine andere Geschichte. Freuen wir uns lieber auf das Kinojahr 2010 und hoffentlich viele gute Filme im neuen Jahr!

Formspring-Jeopardy! 16.12.

Zur Zeit geht eine Seuche durch die Blogosphäre. Eine Seuche, die alle infiziert, die schon immer mal ein Interview geben wollten, bisher aber nie um eins gebeten wurden. Eine Seuche namens formspring.me!

Da die dort hinterlassenen Fragen und Antworten aber eigentlich niemanden außer Fragensteller und Beantworter interessieren, ist das ganze irgendwie platt. Also dachte ich mir, drehen wir den Spieß um und spielen kurzerhand eine Runde Jeopardy (für die Kids: das ist so eine 90er-Jahre-Quizshow, bei der die Kandidaten Antworten vorgegeben bekamen und darauf die richtigen Fragen stellen mussten).

In diesem Sinne schnell die obige, weltbekannte “Think Music” anwerfen und auf formspring.me/eay eure Antwort hinterlassen. Ich versuche dann eine möglichst spektakuläre Frage dazu zu finden. Verstanden?

Auf das ich euer Ken Jennings werde!

Die Brötchenfrage 26.11.

Oben
Unten


Update, 26.12.2009: Die Antwort auf die Brötchenfrage.

Kurzfilm: The Horribly Slow Murderer with the Extremely Inefficient Weapon 02.11.

Das hier ist – mindestens! – der epischste, verrückteste und wahrscheinlich beste Horrorkomödienkurzfilm des Jahres! Sensationelle zehn Minuten lang wird dem Zuschauer in Trailerform der fiktive und namensstiftende Streifen The Horribly Slow Murderer with the Extremely Inefficient Weapon schmackhaft gemacht bzw. sowieso ganz gezeigt. Darin geht’s um die erstmals verfilmte Geschichte, des legendären Löffelmörders, der sein Opfer über Jahre hinweg unentwegt mit einem Löffel malträtiert. Verantwortlich für dieses Spektakel, das nach eigenen Angaben auf fünf Kontinenten in über zwölf Jahren produziert wurde und bereits auf etlichen Festivals Preise abräumt hat, ist Regisseur, Autor und Produzent Richard Gale, der mich hier zutiefst unterhalten hat. Jedes Mal, wenn man mit dem Erflachen der Lach- und Wtf-Kurve rechnet, legt Gale nochmal einen drauf. Im folgenden könnt ihr’s euch komplett ansehen – eure Mittagspause ist also gerettet!


(YouTube Direkttod durch Löffelhiebe)

Achtung, Fisting-Attacken! 07.10.

Auch die Konzerne Yahoo und Google sind Opfer sogenannter Fisting-Attacken geworden.

Da kommt man von der Arbeit, ahnt nichts böses, liest überall von Fisting-Attacken, ohne zu wissen, was sich dahinter verbirgt, öffnet das entsprechende Video und dann sowas: das ZDF berichtet von Fisting-Attacken auf die Gmail & Co. – Kinders, habe ich mich weggeschmissen! (Und dann direkt mal meine Passwörter geändert, damit mir eine solche Attacke erspart bleibt.)


(YouTube Direktfisting, via so ziemlich jedem Twitter-Account)

Update, 08.10.2009: Das ZDF reagiert einen Tag später vorbildlich mit diesem Artikel auf heute.de, in dem Sprecher Elmar Bartel, “die wohl bekannteste Stimme des ZDF”, beteuert, dass es sich um einen “faux-pas, und ganz sicher keine Freud’sche Fehlleistung” handele. LOL.

District 9 – Review 19.09.

Einmal mehr besser spät als nie1: Als ich irgendwann im August erfuhr, dass der hoch- und viel gelobte SciFi-Streifen Moon im Rahmen des Fantasy Filmfest gezeigt werden würde, war klar, dass ich dahin musste. Diese selbst auferlegte, aber gern erfüllte Pflicht verstärkte sich dann wenige Tage später immens, als klar wurde, dass nicht nur Duncan Jones’ Debüt, sondern auch das von Neill Blomkamp, namentlich District 9, es ins Programm schaffte – und das nur knapp zwei Wochen nach US-Start. Respekt! Ehrensache, dass ich am ersten Verkaufstag die Kasse des Kölner Cinedoms stürmte, um auf Nummer Sicher zu gehen und Tickets für besagte Filme zu erstehen. Gesagt, getan, standen die Freundin und ich also am dritten Festivaltag vor dem größten Kinosaal des Cinedoms, in den District 9 eigens verlegt wurde und der dennoch ausverkauft war.2

Einige fremdsprachige, blutige und sehenswerte Trailer später durften wir dann miterleben, wie es aussieht, wenn ein kleines Stückchen Genre-Geschichte geschrieben wird. Dabei beginnt alles ganz ruhig: 1982 tritt ein außerirdisches Raumschiff in die Erdatmosphäre ein, stoppt über der südafrikanischen Metropole Johannesburg und verharrt dort. Nach Wochen des ereignislosen Wartens entschließen sich die Menschen in den unbekannten Flugkörper einzudringen, wo sie über eine Million insektoide Außerirdische vorfinden – halb verhungert und ohne irgendeinen Anführer. Die Außerirdischen werden aus dem Flugkörper in ein zunächst provisorisch errichtetes Flüchtlingslager namens District 9 gebracht, welches sich jedoch rasch zu einem Slum entwickelt. Jahrzehnte vergehen und die Bevölkerung Johannesburgs fühlt sich zusehends unwohler mit den abfällig als “prawns” (Garnelen) bezeichneten Nachbarn aus District 9. Das private Sicherheits- und Militärunternehmen Multinational United (MNU), das mittlerweile über die nun 1,8 Millionen Aliens wacht, sieht sich gezwungen, die Umsiedlung dieser in das weiter entfernte und angeblich sehr viel humanere Lager District 10 zu veranlassen. Als der niedere MNU-Beamte Wikus van de Merwe sich der Aufgabe annimmt, passiert jedoch das Unvorhersehbare: <spoiler>nachdem er im Alien-Lager einer außerirdischen Flüssigkeit ausgesetzt wurde, beginnt er, sich selbst in einen der “prawns” zu verwandeln und erfährt am eignen Leib, dass es der MNU tatsächlich nicht um das Wohl der Aliens, sondern vielmehr um deren hoch-effizientes, aber für Menschen bisher nicht benutzbares Waffenarsenal geht…</spoiler>

Dabei macht besagter MNU-Mann Wikus nicht nur eine physische, sondern auch eine psychische Wandlung durch: vom unbeholfenen Bürokraten, der nur die eigene kleine Karriere im Blick hat, zum Gejagten und Rächer zwischen den Fronten. Dass diese Verwandlung so greifbar und glaubwürdig ist, ist zum einen der mit Sharlto Copley hervorragenden Besetzung, zum anderen dem Stil des Films selbst zu verdanken. Denn wie aus den Trailern und der Kurzfilmvorlage Alive in Joburg bekannt, beginnt District 9 als Dokumentarfilm und nimmt erst nach Wikus’ Unfall dessen Position und damit typischere Erzählweisen ein – hierbei dennoch immer wieder durch vermeintliche O-Töne unterbrochen. Eine solche Vorgehensweise und viele weitere, auch und vor allem narrative Elemente des Films sind zwar alles andere als neu3, in dieser Kombination jedoch ungesehen. Beispielsweise kennen wir Xenophobie gegenüber Außerirdischen von Kindesbeinen an (E.T. anyone?), hier wird sie aber erstmals wirklich aussagekräftig: denn so selbstverständlich und glaubwürdig wie Blomkamp sein Szenario auf die Apartheid Südafrikas transferiert, zeigt er doch selbst dem unbedarftesten Zuschauer unausweichlich diesen Schandfleck menschlicher “Zivilisation” auf. Und schließlich ist es genau dieser Moment, den die Science Fiction zu leisten vermag und der leider allzu gerne zwischen all den Special Effects und Bunnies vergessen4 oder übersehen wird.

Nichtsdestotrotz ist natürlich auch District 9 ein spektakulärer Actionknaller, der – zumindest im letzten Drittel – Explosionen und Splatter en masse bietet und dessen vorderstes Ziel die Unterhaltung des Publikums ist. Dass er dabei nebenbei neue Standards in Sachen SciFi-Action setzt und für das Minibudget von 30 Millionen Dollar nahezu fantastisch aussieht, ist umso beeindruckender.5 Ganz klar: wir haben hier mit Neill Blomkamp und Sharlto Copley zwei fortan äußerst gefragte Männer vor uns, von denen wir noch sehr viel hören und sehen werden.

Kurzum: District 9 ist genau der Science-Fiction-Film (mit Action-Anspruch), den ich mir jedes Mal wünsche, wenn das Licht im Kinosaal ausgeht – und den ich vor District 9 bisher nur ein einziges Mal bekommen habe: 1999 mit The Matrix.

EMDb – Rating: 5/5

  1. Ich bin es zwar leid, jedes Review mit einer Entschuldigung zu beginnen, aber was soll ich tun? Zur Zeit bin ich nun mal voll ausgelastet, da bleibt mir nur der Urlaub um was ordentliches zu schreiben. In diesem Sinne: erneut fettes Sorry, für die überaus späte Veröffentlichung dieses Reviews. []
  2. Manch einer muste sogar mit einem Platz auf der Treppe vorliebnehmen… []
  3. Man denke nur an Cronenbergs Fliege oder die TV-Serie Alien Nation. []
  4. Ja, Mr. Bay, Sie sind gemeint. []
  5. Und wo wir gerade bei Ihnen, Mr. Bay, sind, gerade Blomkamps Minibudget lässt Sie mit Ihren quasi unbegrenzten Mitteln wie einen Dilettanten aussehen. []

Marshmallow-Versuchung 14.09.


(Vimeo Direktversuch via Feingut)

Man kennt diese Versuchsanordnung ja: Angenommen, jemand würde dir heute 100 Euro schenken, oder in einem Jahr 200 Euro – welchen Betrag würdest du nehmen? Wer sich dann für letzteren entscheidet, ist angeblich intelligenter, dafür aber auch alles andere als spontan. Manchmal muss man einfach dem Lustprinzip erliegen und dem Es gehorchen. In obigem Video bedient man sich nun an diesen Verhaltensmustern und stellt Kinder vor die schwieriege Frage, ob sie einen Marshmallow lieber sofort oder nach kurzer Wartezeit doch eher zwei haben wollen. Und wie die Kleinen mit sich hadern, ist einfach zu niedlich…

Darth Vader’s Hammertime 17.07.

Bei den diesjährigen Star Wars Weekends in Disney’s Hollywood Studios wurde unter anderem auch ein Dance Off zwischen den allseits bekannten Figuren veranstaltet. Im folgenden das absolute Highlight und natürlich auch der Gewinner des Dance Offs: Darth Vader und seine Sturmtruppen beim performen von MC Hammers “Can’t touch this”; ein Video aller Auftritte gibt’s hier. Made my day!


(YouTube Direkthammertime, via Nerdcore)

Bentō: Lunchbox-Kunst 03.07.

Das Bentō, so lehrt uns der Anhalter die Wikipedia, ist “eine in Japan weit verbreitete Darreichungsform von Speisen, bei der in einem speziellen Kästchen mehrere Speisen durch Schieber voneinander getrennt sind”. Auch die Kästchen selbst heißen Bentō und sind sowas wie das japanische Pendant zu unserer Butterbrotdose, nur eben nicht auf eine bestimmte Speise begrenzt. Darüber hinaus ist das Zubereiten eines Bentō eine Art Liebesbeweis, bei dem “ein Mädchen einem Jungen (niemals umgekehrt) [...] besonders kunstvoll arrangierte Bentōs schenkt – in der Hoffnung, dass eine solche Gelegenheit für ein gemeinsames Essen die Beziehung vertieft”.

Und es wäre natürlich keine japanische Tradition, wenn das Anordnen der Speisen nicht auf ein besonders kunstvolles Level getrieben würde. So gibt es natürlich auch allerhand popkulturelle Bentōs mit Motiven von Star Wars, den Simpsons & Co.. Hier ein paar sehenswerte Vertreter dieser Zunft (ein Klick auf’s Bild führt euch zu der entsprechenden Quelle):




Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und von seiner Liebsten auch ein eigenes Bentō einfordert oder noch besser freiwillig eins von ihr bekommt *zaunpfahlwink*, der findet etwa auf Pikkys Adventures in Bentomaking-Blog (oben vertreten mit dem Lost-Bentō) viele weitere Gerichte, teils sogar mit Schritt für Schritt-Anleitung zum nachbasteln nachzubereiten. Oder hier: jemand der seine Bentōs nach Albumcovern gestaltet. Eine flickr-Suche nach Bento offenbart zudem auch einige essbare Kunstwerke. Na dann, guten Appetit!

.gif der Woche #21 22.06.


oder: Kindchenschema meets Schadenfreude. ;)

Lost simpsonized 09.06.


Nachdem Dean T. Fraser von Springfield Punx schon so ziemlich alle Figuren der Popkultur simpsonisiert™ hat (vorher auf eayz: Marvel, The Dark Knight und everyone else in gelb), hat er sich nun Lost angenommen. Sehr nice und immerhin ein kleiner Zeitvertreib auf dem endlosen Weg hin zur sechsten, finalen Staffel. (via)

Cartridge Art 26.05.


sLip von den Hush Monkey Studios macht alte, vorwiegend NES-Cartridges zu Kunstwerken. Neben den obligatorischen Mario- und Pacman-Cartridges hat er sich u.a. auch Zelda, Final Fantasy, Contra und Donkey Kong angenommen. Hier geht’s zu seiner Galerie. (via)

Seiten: 1 2 3 4 5 Nächste
eayz Logo // created by Stefan G. // some rights reserved // Feed