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Einträge, die mit animationsfilm getaggt wurden.

Review-Rundumschlag #9 (Teil 2, der total gigantischen ‘März bis Juni’-Aufhol-Edition)

Date Night: Tina Fey und Steve Carrell als durchschnittliches Ehepaar, das sich plötzlich inmitten verbrecherischer Machenschaften wiederfindet. Zwar ist der Ausgang dieser Verwechselungskomödie nicht besonders innovativ, aber zu sehen was Fey und Carell hieraus machen, ist einfach zu gut. Die Chemie zwischen den beiden stimmt – hoffentlich also der Auftakt vieler weiterer gemeinsamer Projekte. 3/5

Zu scharf um wahr zu sein: Durchschnittstyp bekommt “ne glatte 10” zur Freundin – und schon gibt’s genug Raum für die aus etlichen Apatow-Komödien bekannten Hau-drauf-Witzchen. Letztendlich ist das gut, aber leider doch nicht so gut wie eben bei Judd Apatow (und seinem Dunstkreis). 2,5/5

Kick-Ass: Als ich die Comics in einem Rutsch gelesen habe, war ich vollkommen begeistert. Doch das Mark Millars 6-teilige Superhelden-Story auch derart auf der Leinwand rocken würde, wagte ich nicht zu glauben. Zwar geht der Film zur Halbzeit einen anderen Weg als das Comic, genial ist’s trotzdem. Zu meiner zweiten Sichtung, rezensiere ich beides nochmal ausführlicher, versprochen. 5/5

Iron Man 2: Und dass man als alter Comic-Fan natürlich nicht zwei grandiose Verfilmungen in einem Monat zu sehen bekommt, musste natürlich klar sein: Der zweite Iron Man ist die ganz große Enttäuschung, verspielt er doch sein größtes Gut, Robert Downey Jr. als Tony Stark. Denn hier ist er depressiv und durch und durch ätzend. Natürlich gibt’s das ein oder andere Schmankerl, aber im Vergleich zum famosen ersten Teil war das nix… 2/5

Robin Hood: Auch wenn ich damit oft alleine stehe, ich mag Robin Hood Ridley Scott. Weniger dafür was für Filme er macht, sondern wie. Und hier stimmt dahingehend wieder alles: tolle Bilder, die keinen Zweifel daran lassen, dass das England im 12. Jahrhundert ist. Warum uns das alles jedoch als Robin Hood verkauft wird, schließlich zeigt Scott hier nur seine (fiktive) Vorgeschichte, ist mir ein großes Rätsel. All das was die Heldenfigur ausmacht, wird lediglich gestreift – wir wollen die Merry Men in Action sehen! So bleibt nur ein teils interessanter, meist mäßiger Mittelalterfilm, der, sofern es keine Fortsetzung gibt, völlig ins Leere läuft. 2,5/5

Für immer Shrek: Der olle Oger sieht endlich ein, was die Zuschauer schon seit zwei Filmen wissen: er ist alt und langweilig. Also macht er in seinem vierten Abenteuer – Rumpelstilzchen sei dank – ein Paralleluniversum auf, das zeigt, wie alles hätte kommen können, wenn dies und jenes. Das Ergebnis ist jedenfalls besser als das Ende von Lost und so schließlich der beste olle Oger seit langem. 3/5

(Und aufgepasst, liebe Kinder, die Juli-Aufhol-Edition mit Predators, Eclipse und Knight and Day, sowie schließlich Inception und Toy Story 3 folgt alsbald!)

Review-Rundumschlag #9 (Teil 1, der total gigantischen ‘März bis Juni’-Aufhol-Edition)

Heute möchte ich die Gelegenheit beim Schopfe packen und den durch meine Blogpause vernachlässigten Kinolog und ergo die EMDb wieder auf einen aktuellen Stand bringen – und zwar im Superschnelldurchlauf (in zwei Teilen). Die folgenden Filme sind zwar schon auf DVD raus, aber so wisst ihr am Wochenende wenigstens welchen Silberling ihr aus der DVDthek mitnehmen müsst.

Alice im Wunderland: Tim Burtons Karriere musste seit jeher auf eine Alice-Verfilmung hinauslaufen und so freut es dann auch, genau das – und noch dazu perfekt besetzt – endlich zu sehen. Zugunsten eines familienfreundlichen Endprodukts, Marke Disney, wurde leider jedoch zu sehr auf die typische Burton-Creepyness verzichtet. Dennoch toll, aber doch mehr als schade. 3/5

Shutter Island: Altermeister Martin Scorsese wagt sich an den Psychothriller. Das Ergebnis ist eine nebelhafte, von Paranoia geprägte Irrfahrt, die zwar keineswegs perfekt ist, aber doch das so ziemlich beste, was man seit langem – und auf jeden Fall dieses Jahr! – in diesem Genre gesehen hat. 3,5/5

Männer die auf Ziegen starren: Ein paar US-Soldaten sollen zu Psychokriegern ausgebildet werden. Derlei Stoff bietet natürlich allerhand Möglichkeiten für mehr oder weniger platten Schabernack, weshalb es umso überraschender war, dass der Film sich stattdessen (relativ) ernst nimmt. Was umso unterhaltsamer war und die Männer für mich zur Komödienüberraschung des Jahres gekrönt hat. 4/5

Green Zone: Ich bin absolut kein Freund von dem, was Paul Greengrass und Matt Damon mit der Bourne-Trilogy abgeliefert haben. Mit ihrem im Irak angesiedelten Politthriller haben sie sich hingegen wieder rehabilitiert. Kommt einem wie der Action-verliebte, spaßigere Halbbruder von The Hurt Locker vor. 3,5/5

Der Kautions-Cop [sic!]: Er, Kopfgeldjäger, soll seine Ex-Frau, Journalistin, die nicht zu einem Gerichtstermin erschienen ist, einfangen und ausliefern. Doch dann trifft die Romantic Comedy auf eine hauchdünne Verschwörungsgeschichte. Zwischendurch geben sich mittelmäßige Lacher und Logikfehler die Klinke in die Hand. 1,5/5

Drachenzähmen leicht gemacht: Lasst euch vom Untitel und davon, dass der Film von Dreamworks Animations, die zuletzt vor allem durch Mittelmäßigkeit aufgefallen sind, nicht abschrecken: das ist das beste, epischste und actiongeladenste, was die Pixar-Konkurrenz jemals gemacht hat. Alleine die Maßstäbe, die hier aufgefahren werden – wow! Wär’s ein (ernsthafterer) 3D-Realfilm wäre es mit Sicherheit der erfolgreichste Film des Jahres. Von daher: Realfilmremake, sofort! 4,5/5

Die Animationsfilme von Don Hertzfeldt

Auch wenn wir ständig nur hin und her verlinken, einen gewissen Charme haben Blogs auch 2010 noch. Nehmen wir zum Beispiel das hiesige .gif der Woche: In den Tiefen des Netzes finde ich sehenswerte .gifs, die ich zum allgemeinen Amüsement hier weiterverbreite. Meistens lassen sich Urheber oder Ursprungsmaterial jedoch nicht allzu leicht ausmachen – hier aber kommt der Blogzauber ins Spiel. Während ich das letzte .gif der Woche einfach nur ulkig fand, kannte sich einer meiner Leser, namentlich Mo, besser aus und machte mich dankenswerterweise per Kommentar darauf aufmerksam, dass es einem Kurzfilm entliehen wurde.

Und siehe da: die nächsten zwei, drei Stunden sitzt yours truly vor seinem Rechner und führt sich das Gesamtwerk des – wie ich mittlerweile auch finde – großartigen Animationskünstlers Don Hertzfeldt vor Augen. Genanntes .gif stammt nämlich aus seinem Oscar nominierten Animationskurzfilm Rejected von 2000, der trotz diverser universitärer Animationsseminare irgendwie an mir vorüber ging und den ihr euch im folgenden direkt ansehen könnt und solltet:


(YouTube Direktrejected)

Wenn’s euch jetzt geht, wie es mir ergangen ist, dann wollt ihr definitiv mehr von Hertzfeldt sehen. Und weil wir glücklicherweise in der Zukunft leben ist das auch kein allzu großes Problem, denn bei YouTube lassen sich sämtliche seiner Arbeiten mehr oder weniger problemlos finden. Etwa über diese Playlist. Und wer jetzt erst richtig angefixt ist, findet aktuelle Infos rund um Hertzfeldt und seine Arbeiten auf dieser, seiner Webseite.

In diesem Sinne: “I am a Banana!”

Musikvideo/Kurzfilm: Flairs – Truckers Delight

Wie könnte man das neue Jahrzehnt (btw: Happy New Year!) in diesem Blog besser beginnen als mit einem absolut abgedrehten Musikvideo/Kurzfilm, in dem ein Frauen fressender Kampf-Trucker einer Blondine nachjagt? Richtig: besser geht’s nicht und vor allem nicht, wenn das auch noch in 8-bit-Optik gehalten ist. (Achtung, nsfw!)

Think Spielberg’s Duel + Russ Meyer’s Faster Pussycat Kill Kill! and Marc Dorcel’s wildest fantasies. All warped into an 8-bit Sega era style graphic. And this clumsy and somehow pretentious description doesn’t even come close to what you’re about to see: it’s très funny, très dirty, très sexy.


(Vimeo Direkttrucker, via The Crime in your Coffee)

Kurzfilm: Alma

Zugegeben Alma, der Kurzfilm von Rodrigo Blaas, dem Pixar-Mitarbeiter der sich zur Umsetzung seines 5-Minuten-Films eine einjährige Auszeit gegönnt hat, ging schon durch sämtliche Blogs, aber das ist ja kein Grund ihn nicht auch in dieses Sammelsurium aufzunehmen. Weil er 1. wohl nur über die Feiertage (legal) geguckt werden kann und 2. von einem Pixar träumen lässt, das auch mal schrägere Filme für ein ausschließlich erwachsenes Publikum produziert.


(Vimeo Direktgrusel, via Nerdcore, Cinematze und unzähligen anderen)

Discovering the Art behind the Art


Das Blog mit dem viel sagenden Namen Animation Backgrounds hat es sich zur Aufgabe gemacht, “the art behind the art” zu entdecken. Und das macht es ziemlich gut, vergisst man als gemeiner Zuschauer doch gerne, dass auch die bloßen, zumeist statischen Hintergründe alleine bereits kleine Kunstwerke sind.

Review-Rundumschlag #4

Da ich während meines Praktikums und in der ersten Vorlesungswoche nicht dazu gekommen bin, hier also meine Eindrücke der zuletzt angesehenen Kinofilme. (Und jetzt, wo ich wieder Vollzeitstudent bin, sollten auch wieder wesentlich mehr Lichtspieltheaterbesuche und ergo mehr Reviews drin sein.)

Wie das Leben so spielt

Wie das Leben so spielt, im Original einfach “Funny People”, ist der neueste Streich von Regisseur, Autor und Produzent Judd Apatow, dem Mann hinter so ziemlich jeder Komödie amerikanischen Ursprungs, die in den letzten Jahren an dieser Stelle gelobt wurde. Nachdem das Apatow-Konglomerat zuletzt mit Pineapple Express einen Ausflug in Actiongefilde und mit Year One in die abseitigere Historien-Parodie wagte, folgen nun wieder ernstere, in der Realwelt angesiedelte Töne. So geht’s in “Wie das Leben so spielt” um das Comedy-Geschäft selbst: Als der erfolgreiche Star-Comedian George (Adam Sandler) schwer erkrankt, engagiert er den Nachwuchskünstler Ira (Seth Rogen) als seinen Assistent mit dem hintergründigen Ziel jemanden an seiner einsamen Seite zu haben. Schließlich hat George seine große Liebe mit zahlreichen Affären vergrault und wünscht sich im Angesicht des Todes nichts mehr als zu ihr zurückzukehren. Sie hat mittlerweile zwar Familie, doch George nutzt seine Lage, um seine Chancen zu steigern – was für Ira mehr als verwerflich ist…

Nein, man hat es hier wahrlich nicht mit der seichten Komödie zu tun, die manch einer bei den Namen erwartet hätte. Vielmehr ist “Funny People” eine wahre Tragödie – die, auch bedingt durch das Setting, zu Scherzen aufgelegt ist. Ganz Apatow bewegt sich der Humor dabei unter der Gürtellinie, verfehlt sein Ziel meistens jedoch nicht. Ärgerlich ist dabei nur, dass die eigentlichen Auftritte der Comedians die humorigen Tiefpunkte darstellen. Alltagssituationen und beiläufige Äußerungen weisen da viel mehr Witz auf. Womit wir auch bei der Stärke des Films wären: der Alltäglichkeit der Handlung. Was hier passiert, passiert tausende Male am Tag. Und genau so witzig und unterhaltsam ist “Wie das Leben so spielt”. Oder eben nicht.

EMDb – Rating: 3/5

Die nackte Wahrheit

Eine Komödie von ganz anderem Schlag wäre dann Die nackte Wahrheit (“The Ugly Truth”). Sparta-König Gerard Butler und Grey’s Anatomy-Flitte Katherine Heigl, die ja nach dem von Apatow produzierten Knocked Up eigentlich nicht mehr in diesen furchtbaren frauenfeindlichen RomComs mitspielen wollte, kämpfen sich unter der Regie von Robert Luketic durch, richtig, eine Romantic Comedy.1 Genauer gesagt soll er, der Frauenheld und Amateur-Moderator, der in seiner Sendung im offenen Kanal Beziehungstipps gibt und damit sämtliche Quotenrekorde einfährt, ihr dabei helfen, ihre etablierte, aber zunehmend schwächelnde Sendung im ortsansässigen Network auf Vordermann zu bringen. Dass er ihr dabei früher oder später nicht nur beruflich unter die Arme greift, sondern auch das Privatleben der Karrierefrau aufpeppeln will, ist Ehrensache. Wenn da nur nicht diese blöden Gefühle füreinander wären…

Über den Ausgang des Films müssen wir hier keine Worte verlieren, den kann jeder auf Anhieb richtig erraten. Widmen wir uns also dem Weg zum Ziel: Während Katherine Heigl lediglich Stangenware ist, hat man den selbstsicheren TV-Playboy mit Gerard Butler so perfekt besetzt, dass einem das Zusehen und -hören wirklich Spaß macht. Leider hat man jedoch davon abgesehen ihn alleine für 96 Minuten vor die Kamera zu setzen, wodurch das Endergebnis solide, aber nicht umwerfend oder geschweige denn innovativ geworden ist. Sprich: Kann man machen, muss man aber nicht. (Und nur am Rande, weil’s mich im Kino wohl als einzigen gestört hat: der Film ist beschissen geschnitten, aber maybe that’s just me…)

EMDb – Rating: 2/5

Oben

Und dann war da noch Oben (“Up”), der neue Pixar-Film. Wie die Stammleserschaft weiß, bin ich ja alles andere als ein “Pixar-Fan”, wenngleich mir WALL-E zuletzt richtig gut, um nicht zu sagen überaus sehr gut gefallen hat. Ansonsten kann ich dem Hype aber ausnahmsweise nichts abgewinnen und es interessiert mich dementsprechend kaum bis gar nicht, in welchen verrückten Mikrokosmos John Lasseter & Co. uns im nächsten ihrer Filme entführen. So auch bei “Oben”: alter, verbitterter Mann fliegt mit seinem Haus nach Südamerika; an seiner Seite ein kleiner, dicker Junger. Mit diesem Vorwissen belastet, sollte ich den Kinosaal betreten und in den nächsten 96 Minuten erfahren, dass es in Pixars zehntem Spielfilm jedoch um so viel mehr geht. So flüchtet der 78 jährige Carl, der Zeit seines Lebens als Luftballonverkäufer gearbeitet und zusammen mit seiner Frau Ellie gelebt hat, nach deren Tod vor der Abschiebung ins Altenheim, indem er eben unzählige Ballons an seinem Haus befestigt und damit gen Südamerika, Ellies und seinem Traum entgegen, fliegt. Dass er nebenher den ungeschickten Pfadfinderjungen Russel, der unbedingt ein Abzeichen für “den Alten helfen” bekommen möchte, mitgenommen hat, trägt nicht unbedingt zu Carls Laune bei. Ebenso wenig, dass am Ziel angekommen ganz neue Probleme auf ihn warten.

Was sich nun nach der umfassenden Nacherzählung von Ellie & Carls Leben anhört, wird tatsächlich in einer zwanzig Minuten kurzen, absolut beeindruckenden, fast dialoglosen Montage abgehandelt, die zeigt, wie sehr man die Animations- und Erzählkunst auf dem Pixar-Campus bereits perfektioniert hat. Danach geht’s zwar konventionell, aber nicht weniger gut weiter: Carl und Russel kommen nach Südamerika, wo ihnen nun jedoch der ortsansässige Altabenteuer das Leben schwer macht. Während dieser Part gewohnte Erzählmuster bietet und alles von sprechenden Hunden zu actionreichem Slapstick zeigt, ist die Tragödie, in der dieser alte Mann steckt, indes jedoch keineswegs vergessen. Umso mehr freut man sich mit ihm, wenn er wieder auf Russel zugehen und schließlich auch Ellies Tod verkraften oder zumindest akzeptieren kann. Unabdingbar für dieses Gefühlschaos ist natürlich ein mitreißender Soundtrack – und den hat Michael Giacchino hier in perfekter Form abgeliefert. Dass die Animationen gewohnt überzeugend sind, ist sowieso klar, so dass mir nur noch folgendes zu sagen bleibt:

“Oben” ist meiner bescheidenen Meinung nach der bisher beste Pixar-Film und ein wirklich, wirklich, wirklich fantastischer Film. Das ist Kino wie es sein soll. Die Herren Docter und Peterson, ich ziehe meinen virtuellen Hut.

EMDb – Rating: 5/5

  1. Keine Ahnung, was Luketic bisher so geleistet hat, aber er ist immerhin im Gespräch für das Remake des besten Psychodelic-SciFi-Steifen aller Zeiten: Barbarella. Streng dich also an, Junge! []

Bewegtbild von Rob Zombie’s El Superbeasto

Vor einem Jahr berichtete ich an dieser Stelle bereits von The Haunted World of El Superbeasto, dem Trickfilmprojekt von Rob Zombie. Seitdem war es zwar außerordentlich still um El Superbeasto geworden, dieser Tage wurde aber endlich ein erster Trailer veröffentlicht und auch ein Release am 22. September steht im Raum. Ich bleib dabei: das könnte ganz unterhaltsam werden! Seht selbst:


(YouTube Direktbeasto)

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