"Als Hirte erlaube mir zu dienen mein Vater dir, deine Macht reichst du uns durch deine Hand, diese verbindet uns wie ein heiliges Band, wir warten durch ein Meer von Blut, gib uns dafür Kraft und Mut, In Nomeni Patri Et Fili Spiritus Sancti." Bekannte Sätze aus einem weniger bekannten Film. Genau diese Worte sagen die MacManus Brüder immer wenn sie einen Mafiosi um- legen. Mehr dazu hier:

Ums kurz und schmerzlos zu machen: Hier kommt das versprochene Review. Erst die Facts, dann der Inhalt und schließlich eigene Bewertung samt lustiger Details (will aber nicht alles verraten). Kommentare zur eigenen Meinung über den Film nehme ich dankend an und beantworte sie auch, eben so wie Kritik, sei es positive oder negative... wäre nett wenn ihr den Review bewertet...


Die Fakten:
Land: USA; Jahr: 1999; Originaltitel: Boondock Saints; Laufzeit: 104 min; Darsteller: Willem Dafoe, Sean Patrick Flannery, Norman Reedus, Billy Connolly, Christopher Flockton, Layton Morrison, Ryan Parks, Jimmy Tingle, Jeffrey R. Smith, David Della Rocco; Regie: Troy Duffy; Produzenten: Elie Samaha, Chris Brinker, Robert N. Fried, James Jacks, Lloyd Segan; Drehbuch: Troy Duffy; Musik: Jeff Dana; Kamera: Adam Kane; Schnitt: Bill DeRonde; Kostüme: Mary Mc Leod; FSK: ab 18 (in Deutschland indiziert)

Inhalt:
Veritas und Aequitas (Wahrheit und Gleichheit) - 2 Schlagwörter, die sich die irischen Brüder Connor und Murphy McManus auf ihre Hände tätowiert haben. Sie leben in der Hafengegend von Boston, haben Ärger mit der russischen Mafia und werden ab diesen Zeitpunkt von dem Viertel als Helden gefeiert. Connor und Murphy McManus sind 2 Iren, die in einer Fleischerei arbeiten und in der Hafengegend von Boston leben. Beide sind gläubige Christen, die auch regelmäßig in die Kirche gehen. Doch ihr ruhiges Leben wird plötzlich durcheinander gebracht.


Denn eines Tages - St. Patrick Day (irischer Nationalfeiertag wo sehr viel getrunken wird) - will ein Schlägertrupp der Russenmafia ihre Stammbar dicht machen. Die Brüder machen sich, nachdem die Russen ungemütlich werden mit ihren Freunden einen Spaß daraus, diese zu vermöbeln und ihrem Anführer Ivan Chekov den Arsch mit Whiskey anzuzünden (sie nannten diese Kreation "flambiertes Arschloch"). Doch womit die zwei nicht gerechnet haben, ist, dass die Russen am nächsten Morgen wieder auf- kreuzen und Murphy umbringen wollen. Das Ende vom Lied sind 3 tote Russen. Die Brüder werden als Helden gefeiert, da natürlich niemand die Mafia liebt. Doch hier fängt alles erst an. Fortan glauben die McManus Brüder, dass sie im Namen Gottes alles Böse auslöschen sollen und genau dies machen sie, indem sie nach und nach die Gangster der Stadt umlegen.

Die McManus-Brüder, tiefgläubig, haben eine Mission zu erfüllen. Sie wollen das gesamte organisierte Verbrechen in der Stadt "ausrotten". Und es wird ein blutiger und mörderischer Pfad, den sie zu ebnen haben. Außerdem haben sie fortan einen FBI-Cop am Hals (ohne es direkt zu wissen).


Bewertung:
Dafür, dass dieser Film dermaßen gut ist, wissen gänzlich wenig Leute überhaupt von seiner Existenz. Leider kam "The Boondock Saints" nie ins Kino. Wahrscheinlich wäre er aber eh auf- grund seiner Brutalität oder aufgrund seiner Einstellung zu Gott verboten worden. Denn zum einen kann man diesen Film weiß Gott nicht als milde bezeichnen. Zwar splattert er nicht so extrem wie ein "From Dusk Till Dawn" ist aber dafür viel näher an der Realität und außerdem wirken die Exekutionen der beiden Brüder teils sehr derbe, aber Geschmäcker sind ja verschieden - ich kann damit leben (Anmerkung von Eay: Ich auch!).




Zum andern ist die "Gott hat uns berufen Theorie" etwas bei den Haaren beigezogen und würde von der Kirche eh in der Luft zerfetzt werden, wenn er im Kino gewesen wäre. Zwar klingt es wirklich abgehoben, aber diese "seltsame" Eingebung spielt eine untere Rolle im Film. Das wirklich beson- ders gut gelungene ist die Darstellung der Kämpfe der beiden Brüder. Man sieht immer zuerst wie Agent Paul Smecker (ihr Verfolger...zumindestens am Anfang ;-) ) durch das Resultat ihrer Schießereien geht. Sobald er erkennt was geschehen ist sieht man die Szenen vom Kampf. Besonders gut ist eine Darstellung, wo Smecker erklärt und gleichzeitig zeigt man was vorher passiert ist (Smecker kniet sich hin und simuliert die Schussbe- wegung, und neben ihm wird die wahre Szene gezeigt ... hammergeil).


Neben den brutalen Szenen enthält dieser Film dennoch sehr viel Humor und gleichzeitig Stil. Die beiden Brüder wirken echt cool, mit Kippe und Sonnenbrille. Haupthumorfaktor ist der Botenjunge David Della Rocco, der den beiden nachher bei ihrem Kreuzzug hilft. Ständig passieren ihm Schusselaktionen, doch später ist er echt arm dran, aber mehr wird nicht verraten. Auch der Soundtrack kann überzeugen, der über irische Musik (der Titelsong ist der Hammer-'Boondock Saints'-Theme) bis hin zu fetzigen E-Gitarren Sounds. Alles in allem sehr gut gemacht.

Fazit kann nur eines sein: Trotz seiner geringen Popularität ist dieser Film besser als man erwarten würde. Allerdings ist er nichts für schwache Ge- müter, die aber durch Titel und FSK abgeschreckt werden. Wie man mit dem Inhalt und der Brutalität des Films klarkommt muss jeder selbst ent- scheiden. Ich selber finde den Film sehr gut, nicht aufgrund der Brutalität, sonder aufgrund der genialen Filmdarstellung und Story.

Zum Schluss noch ein Downloadtipp: Unter folgendem Link könnt ihr euch den kompletten Soundtrack zum Film saugen. Viel Spaß damit!

Dev1l // 5.10.2002
 

 
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