Obwohl die letzten beiden Filme mit Steve Carell eher enttäuschend waren, fand ich mich vorgestern Abend in Get Smart wieder. Eigentlich ist Carell ja schon ein lustiger Typ - geben wir ihm also eine letzte Chance fernab seiner Paraderolle als Bürochef. In Get Smart spielt Carell Max Smart, einen ambitionierten, aber inkompetenten Geheimagenten einer Geheimorganisation namens CONTROL, der gegen die Terroristen von KAOS kämpft.1 Unterstützt wird er dabei von seiner Kollegin Agent 99 (Anne Hathaway), die - das kennen wir schon seit Inspector Gadget - seine Tollpatschigkeit relativiert. Ihr gemeinsamer Kampf gegen KAOS endet schließlich mit einem Atom-Attentat auf den Präsidenten und L.A., das vereitelt werden muss.
Wer hier die 08/15-Agentenkomödie vermutet, hat nur zum Teil recht. Klar, viele Gags sind altbekannt, bereits im Trailer durchgekaut und viele auch einfach nur olle Rohrkrepierer ohne Daseinsberechtigung. Zudem ist der Film teilweise zu langatmig und versucht seine Komik durch die Zurschaustellung irgendwelcher - entschudligt den Ausdruck - Freaks zu erreichen. Kann man machen, muss man aber nicht gut finden. Was hingegen toll ist, ist dass Carells Figur sich ernst nimmt und nicht in die Peinlichkeiten eines Johnny English abdriftet. Und ja: manche (wenn auch wenige) Gags hatten es dermaßen in sich, dass mir das Pipi in die Augen schoss2. Hier sei vor allem der grandiose Auftritt vom König der Tragödie Bill Murray erwähnt.
Kurzum: hier wird mit der Gag-Schrotflinte ins Kinopublikum gefeuert, um es jedem einzelnen Recht zu machen. Das klappt natürlich nicht immer, aber eben manchmal. Und da Get Smart mich besser unterhalten hat als erwartet, konnte ich zufrieden das Kino verlassen.





