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Einträge vom August 2007.

Uwe Boll gegen die Welt

Uwe Boll, der seine Kritiker gerne mal zum Boxen herausfordert, tourt dieser Tage durch die Welt und zeigt seinen neuen Film Postal, die Verfilmung des umstrittenen gleichnamigen Computerspiels. Einem Wired-Redakteur, der ein offensichtlich negatives Review zu Postal veröffentlicht, schreibt der gute Herr Boll dann schon mal, dass er Postal nicht verstanden habe, weil “you dont see courage because you are nothing. and no go to your mum and fuck her …because she cooks for you now since 30 years ..so she deserves it.” Plötzlich findet man sich in einem wilden Mail-Wechsel mit dem Regisseur wieder. (via Popmoderne)

Aber Uwe Boll kann auch anders. Da gibt er durchaus nette Interviews, in denen er erklärt, dass er schon mal bei IMDb angerufen hat, weil seine Filme dort verfrüht bewertet werden können und er glaubt, dass dort jemand arbeitet, “der nichts Gutes für mich [übrig hat], und der öffnet meine Filme immer schon, obwohl sie nicht released wurden. Und das ist schon eine sensationelle Unverschämtheit.” Eine sensationelle!

Dennoch: Ob man die Filme von Boll nun gut oder schlecht findet, die Anfangsszene von Postal (als Video nach dem Klick) ist durchaus unterhaltsam, wenn auch alles andere als politisch korrekt – aber genau so mag’s die eayz-Gang ja, Herr Boll. Weiterlesen

Four Two Fantastic Four Funfacts

Zur Feier des Tages und falls ihr euch den zweiten Fantastic Four doch geben wollt, damit ihr vor euren Freunden (oder im Monolog vor Fremden) mit unnützem Fachwissen glänzen könnt:

In der Trickserie Fantastic Four von 1978 wurde Johnny, die menschliche Fackel, durch den Roboter H.E.R.B.I.E. ersetzt, da man Bedenken hatte, dass sich jüngere Zuschauer beim Nachspielen der Fantastic Four selbst anzünden können. Offiziell. Inoffiziell hatte man die Fackel für einen Solofilm reserviert…

…der niemals veröffentlicht werden sollte. Genauso wie Jahre später die erste “moderne” Realverfilmung der Fantastischen Vier, die 1994 zwar fertiggestellt wurde, aber ebenfalls nie in die Kinos kam. Wer fleißig sucht, kann sie aber mittlerweile aus dem Netz downloaden. Mehr zu dem Film bei I-Mockery.

Ruin of the Silver Surfer

Das Leben eines Bloggers ist kein einfaches: Tag für Tag zieht man ins Kino um dem werten Leser gegebenenfalls eine Empfehlung aussprechen zu können. Mal sieht man einen tollen Film wie Planet Terror, dann nur filmgewordene Scheiße und die meiste Zeit verbringt man mit unter- bis überdurchschnittlichen Filmen wie Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer. Die gute Nachricht: Der zweite Auftritt der Fab Four ist besser als ihr erster. Aber, aber: Es wäre keine von Bernd Eichinger produzierte Comic-Verfilmung, wenn sie nicht dennoch unterdurchschnittlich wäre. Der Silver Surfer ist uncool und sieht fatal furchtbar aus, Dr. Doom ist erneut lächerlich und die Tricks der Fantastischen Vier sind, Zitat meiner Begleitung, “was für jeden, dem Inspektor Gadget gefallen hat.” Wenn ihr mit dem Film geliebäugelt habt, dann seht euch nochmal den Trailer an – der reicht vollkommen. Und Gott sei Dank lässt Eichinger (ich hasse ihn für die verschwendete Lebenszeit, die ich in Dead or Alive, siehe Twitter, investiert habe) anscheinend die Finger vom Silver Surfer-Solofilm, der 2009 erscheinen soll. Immerhin hat er schon mit den Fantastic Four-Filmen zwei der irrelevantesten und schlimmsten Comic-Umsetzungen der Neuzeit abgeliefert.

The Perry Bible Fellowship Book

Mein Lieblingswebcomic Perry Bible Fellowship wird endlich auch zwischen zwei Buchdeckel gepresst. Das 96 Seiten umfassende Comicbuch wird von Dark Horse Comics veröffentlicht und soll zwischen August und Oktober (die Quellen sind sich uneinig) erscheinen. Hierzulande kann das PBF-Buch “The Trial of Colonel Sweeto and Other Stories” bei Amazon für 11,95 Euro inklusive Versand vorbestellt werden. Ist gekauft.

Robojew vs. Giant Nazi Woman of the SS

Für alle Freunde von Robotern und riesigen Frauen (und ich weiss, dass das ein oder andere auf jeden Leser dieser Webseite zutrifft): Robojew vs. Giant Nazi Woman of the SS, ein Kurzfilm über den ultimativsten aller Kämpfe. Nach dem Klick das Video. Weiterlesen

Planet Trash (of the Dead)

Wenn eine Fernsehzeitung zur kostenlosen Preview (plus Cola plus Popcorn) von Robert Rodriguez’s Planet Terror lädt, dann ist die gesammelte eayz-Mannschaft natürlich mit von der Partie. Warum der gemeine Durchschnittszuschauer jedoch noch bis zum 4. Oktober warten muss, ist uns auch nicht ganz klar. Der Film ist schließlich – davon durften wir uns eben selbst überzeugen – fertig. Man steckt halt nicht drin in den Studio- und Verleiherbossen.

Der Absurdität der Filmindustrie zum trotz nun zum Film: Der erste zweite andere Part von Grindhouse steht seinem Mitstreiter in nichts nach – obwohl es eigentlich zwei unterschiedliche Filme sind. Während Tarantino auf Dialoge und Charaktere setzt und dem Roadmovie huldigt, hat Rodriguez eine wunderbare Hommage an alle Zombie- und Splatterfilme erschaffen. Hier und da zerplatzt ein Körper, fliegen Dinge in die Luft. Story? Nebensache. Jetzt sind halt Zombies da und stören tut uns das eigentlich nicht. Planet Terror ist ganz großes Trash-Kino. Herrlich anders und ein Muss für jeden Rodriguez/Tarantino/Zombie/Splatter-Fan.

Zivildienst 4 ever!!!1!!

Gestern die neue deutsche Bundeswehr-Komödie Kein Bund fürs Leben gesehen; für den dreckigen Rest erst am 30. August in den Kinos. Darum geht es: So’n Typ reitet seinen Mitbewohner in die Scheiße, weil er an dessen Freundin ran will, indem er “vergisst” dessen Verweigerung abzuschicken. Schwups, stehen die Feldjäger vor der Tür und bringen den Unwissenden zur Kaserne, zwecks Anritt seines Grundwehrdienstes. Klar, dass der frisch gebackene Soldat sich quer stellt – irgendwie unterstützt von seiner trotteligen Stube. Fast-Fazit: War okay, solider Wehrdienstspaß. Wie des öfteren in letzter Zeit keine Kinopflicht, aber wenn er dann mal in nicht allzu ferner Zukunft auf ProSieben läuft, kann man sich “Kein Bund fürs Leben” ruhig angucken. Den passenden Trailer gibt’s hier.

Batman: Dead End

Vergesst den neuen Batman-Film The Dark Knight und vergesst vor allem Heath Ledger als Joker, den ich zwar eigentlich schon ganz gut fand, aber die Idealbesetzung scheint Andrew Koenig zu sein (siehe Bild). Koenig spielt den Joker im Kurzfilm Batman: Dead End, der 2003 von Fans produziert wurde. Unser aller Chef-Nerd Kevin Smith betitelte den Fan-Kurzfilm als “possibly the truest, best Batman movie ever made”. Die Story: Eben noch befindet sich der dunkle Rächer im Gefecht mit dem Joker als plötzlich ein Alien auftaucht, das standesgemäß ein paar Predators mitgebracht hat. Nun heißt’s Fledermaus gegen Astro-Kopfgeldjäger. Der ganze Spaß ist, dem knappen Budget von 30000 Dollar zum trotz, hervorragend stilisiert und sieht phantastisch aus. 8 Minuten Batman, die sich lohnen – und wie alle Kurzfilme bei eayz nach dem Klick anzusehen und auf Wunsch auch als Download. Weiterlesen

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